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Erſte Claſſe.
(Claſſenführer: der Director.)
A. Religion. „ Sieh Seite 6 A. 1) und Seite 3 A. 2) und 3).
B. Sprachen.
1) Deutſche Sprache, bei Herrn Litt, im Sommerſemeſter 2, im Winterhalbjahr 3 Stunden wöchentlich: a) Literaturgeſchichte: Die Periode der claſſiſchen Literatur und aus derſelben in Biographien: a) die Vorläufer(Hagedorn und Haller), b) die Refermatoren(Klopſtock, Leſſing, Wieland,,
c) der Göttinger Dichterverein(Bürger, Hölty, Leiſewitz, die Grafen zu Stolberg, Voß, Claudius),
d) andere Nachfolger Klopſtocks(Lavater, Geßner, Matthiſſon, Salis, Schubart, Hebel),
e) Schiller, f) Göthe; Lektüre und Erklärung vieler Muſterſtücke. Erklärt und memoriert wurden die Glocke und der Spaziergang von Schiller; Geleſen wurde Körner's Zriny und Schillers Braut von Meſſina. Im Sommerſemeſter 1, im Winterhalbjahr 2 Stunden wöchentlich.
b) Styl: größere Aufſätze verſchiedener Art, beſonders Briefe; die Redefiguren mit vielen Beiſpielen und Uebungen im Gebrauche derſelben, 1 Stunde wöchentlich.
2) Franzöſiſche Sprache, 5 Stunden wöchentlich:
a) Lectüre und Converſation, bei Herrn Freiherrn von Touſſaint, 4 Stunden wöchentlich: Vol- taire's Charles XII. mit Auswahl geleſen, viele Uebungsſtücke aus L. Roquette's Uebungsbuch in's Franzöſiſche überſetzt und Briefe geſchrieben; franzöſiſche Converſation.
b) Grammatik, bei Herrn Kromm, 1 Stnnde wöchentlich: nach Hirzel's Grammatik die Lehre von den Verbes, verbunden mit mündlicher und ſchriftlicher Ueberſetzung der betreffenden Uebungs⸗ ſtücke; Sprechübungen.
3) Engliſche Sprache, bei Herrn Kromm, 2 Stunden vöcheutlich: im eingeführten Lehrbuch die Uebungsſtücke von Nr. 100 bis zu Ende mündlich und ſchriftlich überſetzt; in der 2. Abtheilung des Lehrbuchs die Leſeſtücke zum größten Theil durchgenommen und in Bezug auf Grammatik analyſiert; W. Irving's Columbus von Capitel I bis VII geleſen; Sprechübungen.
Lehrbuch: Behnſch's praktiſcher Lehrgang der engliſchen Sprache.
4) Lateiniſche Sprache. Sieh Seite 9.
C. Realwmiſſenſchaften.
1) Algebra, bis Herbſt bei Herrn Kromm, von da an bei dem Director, im Sommerſemeſter 3, im Winterhalbjahr 2 Stunden wöchentlich: Betrachtung und Eintheilung der Größen überhaupt. Die vier Grundrechnungsarten mit allgemeinen Zahlengrößen. Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Die Loga⸗ rithmen. Gleichungen des erſten und zweiten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Die arithmetiſchen und geometriſchen Progreſſionen. Anwendung auf Zinſeszinſen und Rentenrechnung.
Lehrbuch: Beiſpiele und Aufgaben zur Algebra von Lauteſchläger. 4
2) Kaufmänniſches Rechnen, bis Herbſt bei Herrn Kromm, von da an bei dem Director, 1 St. wöchentlich: die Procentrechnung angewendet auf Proviſion, Courtage, Aſſecuranz⸗Prämie, Gewinn und Ver⸗ luſt, Zins⸗, Rabatt⸗ und Discontrechnung; die Münzrechnung mit Rückſicht auf den Münzvertrag vom 24. Januar 1857; die Lehre von den Wechſeln, dem Wechſelcours, der Wechſelreduction, Arbitragerechnung und Wechſelcommiſſionsrechnung.
3) Geometrie, bis Herbſt bei Herrn Kromm, von da an bei dem Director, 2 Stunden wöchentlich: die Lehre von dem Kreiſe und den Vielecken in und um denſelben; Eintheilung, Eigenſchaften und Benennung der wichtigſten Körper. Berechnung der Oberfläche und des Inhalts derſelben. Grundanſchauungen der darſtellenden Geometrie.— Die Elemente der gegenſeitigen Anwendung der Algebra und Geometrie auf⸗ einander.


