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im Winter IIa eine Stunde Kirchenge- schichte. Bahl. b. Evangelischer: Siehe Quarta.
Deutsch. 3 St. Lektüre ausgewählter Ge- dichte, besonders von Uhland u. Schiller, und Prosastücke aus dem Lesebuch von Pütz; im Winter Schillers Tell; biogra- phische Notizen über die Verfasser und Wiederholungen aus der Poetik und Me- trik gelegentlich. Uebungen in der De- clamation und im freien Vortrage. Alle 14 Tage ein Aufsatz, ausserdem kleinere Stilübungen. Hetzel.
Latein. 4 St. Lectüre: Aus Caes. bell. gall. III und V, 1— 40; aus Livius I, 1— 35, 2 St. Bill.
Aus Ovids Metamorphosen nach Sie- belis Auswahl: Phaethon, die Heliaden, Cycnus, Battus, Niobe. 1 St. Gramma- tik: Wiederholungen aus Casus-, Modus- und Tempuslehre. Wöchentlich abwech- selnd ein häusliches oder Schulexercitium aus Süpfle I. N. 244— 269, 238— 243 und anderen ausgewählten Abschnitten.
1 St. Hetzel. Französisch. 4 St. Lectüre: Viele aus- gewählte Abschnitte aus Lüdeking II; Sprechübungen über das Gelesene. Häus- liche Exercitien nach Fränkels Antholo-
gie, Abschnitt 1— 3., Handlungsbriefe nach Munde. Wöchentlich ein Schul- exercitium. Göttelmann.
Englisch. 4 St. Lektüre: Sämmtliche Ab- schnitte von Lüdekings Lesebuch I, mit Ausnahme der Abschnitte 1 u. 3. Ueber- setzt wurden ins Englische aus Plate II Lektion 1— 48 und Handlungsbriefe von Wahlert. Sprechübungen. Wöchentlich ein Exercitium. Göttelmann.
Geschichte. 2 St. Im Sommer deutsche Geschichte bis zum westphälischen Frie- den, im Winter fortgesetzt bis zum Jahre 1815, mit besonderer Berücksichtigung des brandenburgisch-preussischen Staa- tes. In besonderen Stunden zeitweise Repetitionen Hetzel.
Geographie. 1, beziehungsweise 2 St. Im Sommer Amerika, Asien, Australien; im
Winter Europa besonders Preussen. Anm. An der zweiten ausnahmsweise angesetzten Stunde nahmen nur die Nichtlateiner theil.
Hetzel.
Mathematik. 5, beziehungsweise 6 St.
a. Arithmetik 2 St.: Erweiterung der Lehre
von den Gleichungen, den Logarithmen, den Potenzen; Zinseszins- und Renten- rechnung, die einfachen Reihen. Bürger- liches Rechnen(die Nichtlateiuer 2, die Lateiner 1 St.): Wiederholungen aus Zins-Rabatt-,Mischungsrechnung, Münz- rechnung, Wechselrechnung.
Geometrie 2 St. Stereometrie, Gonio- metrie; Wiederholung und Erweiterung der Planimetrie, Beendigung der ebenen Trigonometrie. Haas. Naturwissenschaften.
a. Physik 2 St. Mechanik nach Krebs, die Lehre vom Licht. Wiederholung der Lehre von der Wärme, Neugalvanismus und Electromagnetismus.
b. Chemie 2 St. Die Metalloide und die wichtigsten Metalle nach Casselmann.
c. Naturgeschichte 1 St. Im Sommer: das Linne'sche System; Bestimmung und Be- schreibung von Pflanzen der Umgegend. Im Winter: das Nothwendigste aus der Krystallographle. Eintheilung der Mine- ralien nach ihrer chemischen Zusammen- gehörigkeit. Vorzeigung und Beschrei- bung der wichtigsten Mineralien.
Haas.
Zeichnen. 2 St. Linearisches und Prei-
handzeichnen. Architektonische Glieder,
Maschinentheile; menschliche Figuren, Landschaften, Ornamente.
Wingender. Anm. Die Nichtlateiner nahmen ausserdem am Unterricht der Tertia theil.
Gesang. 2 St. Siehe Quarta.
b.
Die für das Gymnasium sich vorbereiten- den Schüler der Quarta und Tertia er- hielten statt der mit* bezeichneten Lectio- nen folgenden besonderen Unterricht.
Quarta. Griechisch. 5 St. Die Formen- lehre bis zu den Verben auf excl. nach Curtius nebst Uebungen im Ueber- setzen nach Schenke. Schulexercitien alle 14 Tage- Bahl.
Französisch 2 St. Eingeübt wurden Ab- schnitt 5 des Praktischen Lehrgangs und Abschnitt 1 u. 2 der Schulgrammatik von Plötz. Alle 3 Wochen ein Schulexer- citium. Göttelmann.


