Jahrgang 
1915
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II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden,

soweit sie für Schüler und deren Angehörige Interesse haben.

Cassel, 20. Juli 1914. Die Wahl des wissenschaftlichen Hilfslebrers Eduard Reichwein zum Oberlehrer wird bestätigt.

Berlin, 1. Aug. 1914: Betr.Reifeprüfung der Schüler, die der Prima mindestens im dritten Halbjahr angehören und sich entweder über ihre Verpflichtung zum Eintritt in die Armee durch die betreffenden Militärpapiere ausweisen oder die Zustimmung ihrer Väter zum freiwilligen Eintritt beibringen und für militärtauglich befunden worden sind.

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Berlin, 31. Aug. 1914: Betr. Erleichterung im Nachweis des wissenschaftlichen zildungsgrades der Fahnenjunker für die Dauer des Krieges

Cassel, 8. u. 12. Okt. 1914: Dr. K. Heiler und Sabel werden der Apstalt als wiss. Hilislehrer überwiesen.

Berlin, den 4. Sept 1914: Betr. die militärische Vorbereitung der Jugend während des mobilen Zustaudes.

Berlin, 30. Sept. 1914.Schüler, die an den durch Erlass vom 4. Sept. angeordneten Uebungen teilnehmen, können ganz oder teilweise vom Turnunterricht befreit werden, Eine Beteiligung von Schülern an den Uebungen vor dem vollendeten 16. Lebensjahr ist nicht erwünscht.

III. Chronik der Anstalt.

1. Das Kuratorium.

Zum ständigen Vertreter des Vorsitzenden des Kuratoriums bei den Reifeprüfungen wählte das Kuratorium Herrn Rentner Fliegel.

2. Lehrerkollegium.

Mit Schluss des vorigen Schuljahres verliess uns nach Ablegung des Probejahres Herr Dr. Lutz, während Herr P. Gross für die Dauer des Sommerhalbjahres zu Studien- zwecken beurlaubt wurde. Dagegen wurden die Kandidaten des höheren Lehramtes G. Reich- wein, Althofen und Dr. Schneider, ersterer zu unbesoldeter Beschäftigung, die letzteren zur Ableistung des Probejahres der Anstalt überwiesen. Plötzlich und ganz unerwartet wurde der Ilerr Direktor der Anstalt von einer schweren Krankheit befallen, die ihn nötigte, der Schule fernzubleiben und sich in ärztliche Behandlung nach Giessen zu begeben Nach wochenlangem Krankenlager kehrte er zu seiner vollständigen Genesung hierher zurück. Wir dqurften hoffen, dass der sonst so frische und gesunde Mann demnächst die direktorialen Geschäfte wieder werde übernehmen können. Zu unser aller Freude konnte denn auch Herr Direktor Beckmann zu Beginn des Winterhalbjahres seinen Dienst wieder aufnehmen. Aber schon im Laufe des Dezember trat eine derartige Verschlimmerung seines Gesundheitszustandes ein, dass er das Bett hüten musste. Mit banger Sorge folgte die Schule, Lehrer und Schüler dem weiteren Verlauf der Krankbeit. Am Abend des 17. Februar erlöste ein sanfter Tod unseren lieben, guten Direktor von seinem überaus qualvollen Leiden. Lehrer und Schüler der Anstalt gaben ihm am 20. Februar das letzte Geleite. Aufrichtig trauern wir um den so früh abberufenen Leiter unserer Anstalt, der uns allen ein Vorbild treuer Pflichterfüllung bleiben wird, zu dem sich jeder, der mit ihm zu tun hatte, hingezogen fühlte. Er ruhe in Frieden.