Jahrgang 
1911
Einzelbild herunterladen

. Mitteiungen aus den berlöcungen der porcesetlen Behölden,

soweit sie für die Schüler und ihre Angehörigen Interesse haben.

1) 16. 4. Die Entscheidung über den Beitritt zu einer Schülerversicherung pleibt der freien Eut- schliessung der Schüler, bezw. ihrer Eltern überlassen.

2) 4. 7. In den Reifezeugnissen darf man sich auf die 4 Prädikate beschränken.

3) 20. 7. Oberlehrer Dr. Jöris übernimmt die Verwaltung der Bibliothek.

4) 29. 8. Das Bild Koblenz am deutschen Eck von Mannfeld wird vom lerrn Unterrichtsminister als Geschenk überwiesen.

5) 6. 10. Eine ganze Reihe im Verlage von Quelle und Meyer erschienener Bücher werden von der Verlagsbuchhandlung der Anstaltsbibliothek überwiesen.

6) 5. 9. Professor Michel wird bis auf weiteres mit der Versehung der Direktorialgeschäfte beauftragt.

7) 31. 10. Die Wahl des Direktors Beckmann von der Realschule in Geisenheim wird bestätigt.

22. 12. Dem Oberlehrer Dr. Jöris wird der Charakter als Professor verliehen.

9) 12. 1. Die Wahl des Oberlehrers Dr. Lauwarts vom Gymnasium in Wipperfürth wird bestétigt.

10) 7. 2. Dem Professor Dr. Jöris wird der Rang der Räüte 4. Klasse Allerhöchst verlichen-

. bhroxiR der qnstäl.

I. Lehrerkollegium.

Veränderungen im Lchrerkollegium traten zunächst nicht ein, um So einschneidender waren diejenigen, die gegen Ende des Sommerhalbjahres erfolgten: Herr Direktor Klau war durch das Vertrauen seiner vorgesetzten Behörde zu der sehr ehrenvollen Stelle eines Provinzialschulrats in Breslau berufen worden und verliess Ende August unsere Schule, durch deren Ausbau zu einer Vollanstalt er sich um Limburg und auch um dessen nächste Umgebung ein bleibendes Verdienst erworben hat. Er hatte Ostern 1897 die Leitung der höheren Schule zu Limburg übernommen, entschlossen, den schon oft geplanten Ausbau derselben zu einer Vollanstalt zur Durchführung zu bringen. Nachdem er die Bürgerschaft und die städtischen Behörden für seinen Plan interessiert hatte und die Mittel bereitwilligst zur Verfügung gestellt waren, alsdann der Herr Uuterrichtsminister die Errichtung der Gvymnasialobersekunda für 1900 versuchsweise genehmigt und 1901 den Ausbau des Progymnasiums zum Gymnasium gestattet hatte, wurde Ostern 1903 die erste Reifeprüfung abgehalten und am 25. April 1903 das pisherige Progymnasium als Gymnasium anerkannt: ein glänzender Erfolg der umsichtigen Leitung des Herrn Direktor Klau.

Bei einer am 10. Mai desselben Jalres unter allgemeiner Beteiligung veranstalteten Pest- lichkeit zur Feier der Anerkennung des Gymnasiums und zur Weihe der von dem verstorbenen Kuratoriumsmitglied Stierstädter gestifteten Schulfahne kam nicht nur die allgemeine Freude über diesen bedeutsamen Fortschritt auf dem Gebiete des Limburger Schulwesens, sondern auch die dankbare Anerkennung der Verdienste des Leiters der Schule zum Ausdruck. Als dann am 16. Ok- tober 1905 die Schule aus dem alten Gebäude an der Hospitalstrasse in den neuen Prachtbau am Schaisberg übersiedelte und dem Direktor mit dem Schlüssel die Verwaltung des neuen Schul- hauses übergeben wurde, da durfte er gewiss mit stolzer Freude auf die Erfolge seines gesegneten Schaffens blicken. Fortan war es sein Bestreben, durch den inneren Ausbau der jungen Vollan- stalt neben den älteren Schwesteranstalten einen geachteten Platz zu erobern. War die Schüler-