1907.
1) 4. 1. Am Tage der Reichstagswahl ist den Lehrern Gelegenheit zu geben, ihr Wahl- recht auszuübep.
2) 1. 1. Das Reifezeugnis der Oberrealschulen berechtigt zur Ablegung der Prüfung für die Lehrer der Landwirtschaftsschulen.
3) 15. 1. Die Ferienordnung für das Schuljahr 1907 wird festgesetzt.
4) 18. 1. Die 9 Schüler der Oberprima sind zur Reifeprüfung zugelassen.
5) 19. 1. Die Trennung der Quarta in 2 Abteilungen wird für das Schuljahr 1907 ge- nehmigt.(K.)
6) 19. l. Ein Exemplar„Nauticus 1906 wird als Geschenk Sr. Majestät für einen würdigen Schüler übersandt.
7) 18. 1. Grundsätze für die Wirksamkeit der staatlichen Kommission für Natur- denkmalpflege.
8) 2. 2. 1907. Am Aschermittwoch und Allerseelentag ist den katholischen Schülern Gelegenheit zu geben, den Gottesdienst zu besuchen.
9) 18. 2. Am 12. März ist bei den evangelischen Schülern des 300 jährigen Geburts- tags Paul Gerhardts zu gedenken.
10) 14. 2. Abänderung der Webhrordnung und Bestimmungen über den Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst durch Schul- zeugnisse.
11) 20. 2. Oberlehrer Dr. Schnabel ist zu dem im April d. Js. stattfindenden natur- wissenschaftlichen Ferienkursus in Göttingen zugelassen.
12) 21. 2. Der Direktor wird beauftragt, bei der bevorstehenden Schlußprüfung die Geschäfte des Kgl. Kommissars zu versehen.
13) 26. 2. Desgl. für die Reifeprüfung.
III. Chronik der Anstalt.
1. Lehrerkollegium.
Mit Schluß des vorigen Schuljahres verließen uns die Probekandidaten Dr. Wen- deroth und Dr. Paeckelmann, ersterer um nach Absolvierung des Probejahres eine Ober- lehrerstelle an der Realschule zu Breslau zu übernehmep, letzterer um mit Genehmigung des Herrn Ministers das Probejahr an dem Gymnasium seiner Vaterstadt Barmen fort- zusetzen. 4
Der von dem Kuratorium zum Oberlehrer gewählte Kandidat des höheren Schul- amtes Dr. Hugo Schnabel, der nach Absolvierung seines Probejahres an der Realschule zu Frankfurt-Sachsenhausen seiner Militärpflicht in Frankfurt vom 1. April 1905 bis da- hin 1906 genügt hatte, trat mit Beginn des neuen Schuljahres sein Amt an der hiesigen Anstalt an.*)
*) Am 3. Mai 1879 wurde ich, Friedrich Hugo Schnabel, zu Frankſurt a. M. als Sohn des Rektors Hugo Schnabel geboren. Von Ostern 1885 bis Herbst 1888 besuchte ich die unter der Leitung meines Vaters stehende Volksschule, um dann in die Sexta des städtischen Gymnasiums zu Frankfurt a. M. einzutreten. Herbst 1897 verließ ich dieses mit dem Zeugnis der Reife und studierte in Marburg und Berlin Mathematik und Natur-— wissenschaften. Weihnachten 1902 bestand ich in Marburg das examen regorosum, Februar 1903 ebenda das Staatsexamen. Seminar- und Probejahr leistete ich in Frankfurt a. M. ab, und zwar ersteres von Ostern 1903— 04 an der Klinger-Oberrealschule, letzteres von Ostern 1904— 05 an der Sachsenhäuser-Realschule. Im Februar 1904 bestand ich in Bonn das Turnlehrerexamen. Meiner Militärpflicht genügte ich vom 1. 10. 1905— 1. 10. 06 zu Frankfurt a. M. Vom 1. 10. 06 ab bin ich als Oberlehrer an dem städtischen Gymnasium und Realprogym-— nasium zu Limburg a. d. L. angestellt.


