Jahrgang 
1926
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Am 20. Mürz 1920 kamen die diesjährigen Ichüler und Ichülerinnen der Unterſekunda zur

Entlaſſung. Eine kleine Feier vereinigte die Uehrer und Schüler der Anſtalt; der Unterzeichnete hielt die Abſchiedsanſprache.

4. Turnen, Sport und Wanderungen.

In den Turnſtunden des Jommerhalbjahres wurde das Programm des Zugendfeſtes vorgeübt, das auch diesmal wieder, wie in früheren Jahren, den Höhepunkt der turneriſchen und ſportlichen Leiſtungen der Laubacher Ichuljugend bildete. Das gemeinſame Zugendoͤfeſt der Realſchule und Itaöt⸗ ſchule fand am 23. Auguſt auf dem ſtädtiſchen Sportplatz an der Freienſeener Straße ſtatt. Die Schüler und Schülerinnen zeigten im Wettlauf, Sprung, Speer⸗, Ball⸗ und Diskuswurf gute Leiſtungen. An die Zieger jeder Gruppe wurden Bücherpreiſe verteilt. Ein ſehr ſchönes Hild boten der Aufmarſch und die gemeinſamen Freiübungen der beiden Schulen(Leitung: Herr Studienaſſeſſor Dort), die mit Muſikbegleitung zur Vorführung kamen. Ein ſumboliſches Singſpiel wurde sͤurch Schülerinnen der drei jüngſten Mädchenklaſſen der Stadtſchule vorgeführt.(Leitung: Frl. Erbe.) Der Direktor betonte in ſeiner Anſprache den vaterländiſchen Grundgedanken des Jugensfeſtes, wies auf die hohe Be⸗ deutung der körperlichen Erziehung der Jugend hin und forderte, im Intereſſe der Geſunsheit der Laubacher Jugend, die Anlage einer Badeanſtalt und eines Luftbades.

Es iſt zu hoffen, daß das Projekt der Badeanſtalt, das ſchon oft erörtert und von dem Ge⸗ meinderat grundſätzlich genehmigt wurde, im Jahre 1920, und zwar im Wieſengelünde des Oberſees, enoͤlich verwirklicht werden kann. Der heiße Zommer 192s zeigte wieder einmal üeutlich, wie not⸗ wendig für Laubach die Anlage einer Badeanſtalt iſt. Die Schüler behalfen ſich in den heißen Auguſt⸗ tagen vielfach mit primitiven, ſelbſtgefertigten Itauanlagen an der Wetter.

Spielnachmittage konnten in dieſem SJommer leider nicht eingerichtet werden.

Der ſtarke Froſt uns Schneefall des diesjährigen Winters gab Gelegenheit zum Rodeln und zum Eislauf. Auch der kiſport kam bei einigen Schülern und Schülerinnen in Aufnahme.

Die monatlichen Spaziergünge fanden in der Hauptſache regelmäßig ſtatt.

Unter Leitung von Herrn und Frau Studienaſſeſſor Schweisgut nahmen 11 Schüler der Anſtalt an der Pfingſttagung desVereins für das Deutſchtum im Ausland in Kufſtein teil. Vom 28. Mai bis 7. Juni 1925 wurden Ausflüge in die Umgebung von Kufſtein, auf den Wendelſtein und nach Innsbruck unternommen. Die ihnen günzlich unbekannte Welt der Berge machte auf die Schüler einen ſtarken Einöruck. Auf der Rückreiſe konnte noch in München ein kurzer Halt gemacht werden.

Am 109. Auguſt 1925 unternahmen die höheren Schulen von Laubach, Grünberg, Midda, Schotten und Hungen eine gemeinſame Rheinfahrt, an der im ganzen 705 Perſonen teilnahmen, von Laubach 120 Schüler und Erwachſene. Der Sonderzug fuhr bis nach Mainz⸗Kaſtell, Ber DampferAlbertus Magnus von dort bis in die Nähe von Caub und zurück. Laubach wurde noch am Abend wieder erreicht. Leider war anfangs ſchlechtes Wetter. Doch in der Nähe von Hingen ließ der Regen nach, die Rheinberge und Rheinburgen kamen in hellem Jonnenſchein in ihrer alten Schöne aus dem

Rebel heraus. Die meiſten Schüler ſahen den Rhein zum erſtenmal. Die Fahrt wird allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben.

s. Bonſtige Veranſtaltungen.

Am 29. und 30. Auguſt 1925 veranſtaltete dieVereinigung ehemaliger Lehrer und Schüler des Gumnaſiums Frideririanum eine Feier zur Erinnerung an die Gründung des Gumnaſiums vor

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