Der Geſundheitszuſtand war bei Lehrern und Schülern mit wenigen Ausnahmen bis Weih⸗ nachten 1924 befriedigend. Von Weihnachten bis Oſtern traten jedoch häufige Grippeerkrankungen auf. Am 23. 9. 1924 wurden die Schüler der Klaſſe VI durch Herrn Medizinalrat Dr. Beſt ein⸗ gehend unterſucht.—
6. Sammlungen und Spareinrichtungen. Der Heſſiſchen Nothilfe konnten mehrfach Beträge überwieſen werden. An der Opferwoche der Deutſchen Nothilfe beteiligten ſich die Schüler durch Kauf von Wohlfahrtsbriefmarken.
Am 18. 2. 1925 wurde eine Schulſparkaſſe nach dem Syſtem des Lehrers Reinirkens, Eſſen, ins Leben gerufen, der bis jetzt 28 Schüler und Schülerinnen angehören. Die Schüler zahlen wöchent⸗ lich ihre Sparbeträge ein.
7. Stiftungen. Da die Zahl der Freiſtellen an unſerer Schule infolge des ſchwachen Schüler⸗ beſtandes ſehr beſchränkt iſt, wurde im Juni 1924 mit Hülfe von freiwilligen Beiträgen verſchiedener Eltern unſerer Schüler und Freunden der Anſtalt„der Unterſtützungsfonds der Realſchule“ gebildet. Der Fonds ſoll begabten und ſtrebſamen Kindern wirtſchaftlich ſchwacher Eltern eine Beihilfe für Schulgeld oder Bücher gewähren.
Die Buchhandlung K. Hotz Nachfolger, Laubach, ſtiftete für den Jugendtag einen Bücherpreis. Geſchenk von Mrs. Villard, New⸗VYork, an die Lehrerbücherei: H. Hilgard⸗Villard, Lebenserinnerungen. Geſchenk der Optiſchen Werke von E. Leitz, Wetzlar: Darſtellung des Strahlengangs in einem Mikros⸗ kop nebſt Beſchreibung. Die Lehrerbücherei wurde außerdem durch verſchiedene Zuweiſungen des Landes⸗ amtes für das Bildungsweſen erweitert.
Allen Gebern ſei auch an dieſer Stelle der herzliche Dank der Schule ausgeſprochen.
V. Mitteilungen an die Eltern unſerer Schüler.
Der Unterricht im Schuljahr 1925/26 beginnt am 21. April, 8 Uhr.
Ferien im Schuljahr 192/526. (Gerechnet vom Schulſchluß bis zum Wiederbeginn des Unterrichts. Aenderungen müſſen wir uns vorbehalten.)
Pfingſtferien: Samstag, 30. Mai, bis Montag, 8. Juni.
Sommerferien: Freitag, 10. Juli, bis Montag, 10. Auguſt.
Herbſtferien: Samstag, 26. September, bis Montag, 12. Oktober.
Weihnachtsferien: Mittwoch, 23. Dezember, bis Donnerstag, 7. Januar 1926. Oſterferien: nach einer Verfügung des Landesamtes, vorausſichtlich ab 28. März 1926.
Freiſtellen.
Freiſtellen werden beſtimmungsgemäß nur auf ein Jahr verliehen. Die ſeitherigen Inhaber müſſen daher ihr Geſuch für das kommende Jahr erneuern. Wir bitten, uns dieſe Geſuche, ebenſo wie neu einzureichende, bis zum 27. April vorzulegen. Freiſtellen können beſtimmungsgemäß nur ſolche Schüler und Schülerinnen erhalten, deren Oſterzeugnis die nachſtehenden Noten aufweiſt:
Betragen: Note 1 oder 2.
Aufmerkſamkeit: Die Noten 1—3.
Leiſtungen(Geſamtnote): Von Klaſſe VI bis Klaſſe IV mindeſtens die Note 2,
von Klaſſe IIlb bis Klaſſe IIb mindeſtens die Note 3. Für diejenigen Schüler und Schülerinnen, die bereits im letzten Schuljahr im Beſitz einer Freiſtelle waren, ſind die Beſtimmungen etwas gemildert.
Sprechſtunde.
Der Direktor und die Lehrer ſind zur Rückſprache mit den Eltern gerne bereit. Während der Unterrichtsſtunden der Lehrer kann jedoch eine Beſprechung nicht ſtattfinden. Der Direktor iſt am Montag und Donnerstag von 11—1 Uhr auf ſeinem Amtszimmer zu ſprechen. Die vorherige Anmeldung des Beſuches iſt anzuraten, wenn Auskunft über die Leiſtungen oder das Verhalten eines Schülers gewünſcht wird.
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