Jahrgang 
1912
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Schulnachrichten.

I. Ubersicht über den behandelten Lehrstoff

Da der Lehrstoff für die einzelnen Klassen und Fächer durch den 1893 revidierten amtlichen

Lehrplan für die Gymnasien des Großherzogtums Hessen(Darmstadt, Buchhandlung Großh. Staats- verlags) bestimmt ist, können wir uns auf die Angabe der Aufsatzthemata sowie des deutschen und fremdsprachlichen Lesestoffes beschränken.

Ia

Ib.

IIa. in Auswahl, besonders Walther von der Vogelweide.

IIb. sStücke aus Paldamus, Lesebuch für IIIa und IIb.

Ia.

1. Deutsch.

a) Lesestoff.

Goethe, Dichtung und Wahrheit(Auswahl), ausgewählte Gedichte, Götz von Berlichingen,

Iphigenie, Tasso; Schiller, Wallenstein; Lessing, Nathan der Weise. Lessing, Minna von Barnhelm, Nathan der Weise, Auswahl aus Hamburger Dramaturgie und Laokoon. Klopstock, ausgewählte Oden.

Goethe, Hermann und Dorothea. Nibelungenlied(Auswahl), Mittelhochdeutsche Lyriker

Schiller, Siegesfest, Kassandra, Lied von der Glocke, Wilhelm Tell. Ausgewählte Prosa-

b) Aufsätze.

1. Die Vorfabel von LessingsMinna von Barnhelm. 2. Gedankengang von Goethes Ge- dichtDer Wandrer. 3. Die Vorfabel von LessingsNathan der Weise. 4. a. Götz von Berlichingen, Charakterschilderung nach Goethe; b. Elisabeth, Charakterschilderung nach

GoethesGötz von Berlichingen; c. Die Frauengestalten in GoethesGötz von Berlichingen.

Ib.

IIa.

5. Die Anschauungen der Menschen von der Gottheit in Goethes Iphigenie. 6. a. Homers Schild des Achilles und SchillersLied von der Glocke, ein Vergleich; b. Die Lykaonszene im 21. Gesang der Ilias und die Montgomeryszene in derJungfrau von Orleans, ein Ver- gleich. 7. Antigones Recht und Unrecht. 8. Die Antigone des Sophokles und Goethes Iphigenie.(Prüfungsaufsatz.)

1. Schillers Kampf mit dem Drachen und Kleists Prinz Friedrich von Homburg. 2. Die Exposition zu LessingsMinna von Barnhelm. 3. Die Stufen der Haupthandlung in Lessings Minna von Barnhelm. 4. Was versteht man unter einer Nation? 5. Die Leidenschaft vernichtet das Beste und die Besten. 6. Gedankengang von Klopstocks OdeDer Zürcher-

see. 7. Im engen Kreis verengert sich der Sinn, es wächst der Mensch mit seinen größren

Zwecken. 8. Nathan der Weise.(Charakterschilderung.)

1. a. Wie zeigt sich an dem Berichte Hermanns über seine erste Begegnung mit Dorothea die Kunst des Dichters, mit wenig Worten viel zu sagen? b. Die erste Etappe des Stände- kampfes; c. Die Hauptwandlungen in der römischen Verfassung bei Einführung der Republik. 2. a. In welchem Zusammenhange stehen in GoethesHermann und Dorothea die Über- schriften der einzelnen Gesänge zu deren Inhalt? b. Wie gewinnen wir in dem Goethischen EposHermann und Dorothea allmählich ein vollständiges Bild von dem Charakter der Heldin?; c. Pfarrer und Apotheker bei den Auswanderern. 3. a. Die Wechselfälle des ersten punischen Krieges; b. Karls des Großen Kulturbestrebungen. 4. Warum zog Hannibal nach der Schlacht bei Cannä nicht gegen Rom?(H. A.). 5. a. Die Wirtschaftsreformen der Gracchen; b. Die öfteren Vordeutungen auf den späteren Verlauf der Handlung: eine Eigentümlichkeit des Nibelungenliedes. 6. Was erfahren wir über Siegfrieds Verhältnis zu