Jahrgang 
1879
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zerfallen und in sich wieder nach den Beziehungen des Raumes(roð, row u. a.), der Zeit(xöre, xorg u. a.), der Kausalität(, xdςᷣ u. a.) und der Bedingung getheilt werden. In zweiter Reihe führt Hartung die Partikeln auf, unter welchen sich die von Späteren mit dem Namen Modalpartikeln belegten befinden,welche nach Hartungs Wortendie Beziehungen oder Zustände des Verbum auf ähnliche Weise individualisiren, wie die Kasusbedeutungen durch die Präpositionen individua- lisirt werden. Hierher rechnet Hartung die Adverbien der Zeit(ουν rstra), der Kausalität(0 1, ioα) und der Modalität(væi, u*ν). Die dritte Klasse der Partikeln endlich wird durch diejenigen Adverbien gebildet, welche mehrere Sätze verbinden und die man gewöhnlich Konjunktionen nennt. In Betreff der Durchführung im Einzelnen sowohl als der allgemeinen Gruppirung liesse sich auch gegen Hartung

sehr vieles anführen, auch er ist zum Theil nicht frei von dem Eintheilungs- princip nach philosophischen Kategorien allein dies würde uns zu weit führen

und es genüge daher, nur noch auf folgende Punkte hinzudeuten.

Zunächst scheint es unzweifelhaft zu sein, dass man die Besprechung der Präpositionen, Adverbien und Konjunktionen deshalb nicht wohl trennen kann, weil die meisten Präpositionen ursprünglich Adverbien waren, andere Partikeln wiederum zuweilen die Bedeutung einfacher Adverbien zuweilen die Bedeutung von Konjunktionen haben. Ob man nun sämmtliche flexionslose Bestandtheile der Sprache Partikeln nennt oder ob man diesen Namen auf Adverbien und Konjunk- tionen beschränkt, ist für das Wesen der Sache gleichgültig. Wenden wir uns nun zu den Adverbien und Konjunktionen, so bezeichnen wir als Adverbia die- jenigen Partikeln, deren Einfluss sich auf ein und denselben Satz beschränkt, als Konjunktionen aber diejenigen Wörter, welche die Verbindung zweier oder mehrerer Sätze vermitteln. Dass Adverbien und Konjunktionen nahe verwandt sind, zeigt der Gebrauch vieler Partikeln, wie z. B. aεν,Goο, ouy, welche bald als Adverbien bald als Konjunktionen gefunden werden. Diesen doppelten Gebrauch klar zu erkennen, muss uns bei den einzelnen Partikeln vor allem angelegen sein. Bei den Adverbien ist aber wieder zu unterscheiden, ob dieselben das Verbum unmittel- bar modificiren oder ob sie ihren Einfluss mehr auf den ganzen Satz ausdehnen. (Vgl. Kühner II, S. 669.) Zu der ersteren Gattung würden die Adverbien der Zeit, des Ortes, der Art und Weise u. s. w. zu rechnen sein. Die Adverbien der anderen Klasse drücken Bejahung oder Behauptung, 7, vi, dοα, dii, Zweifel oder Frage,, 1oοςα, doax, und Verneinung, ou, ai, aus. Kühner nennt diese zweite Art von Adverbien Modaladverbien, ein Ausdruck, welchen wir, obgleich sich wie bei allen solchen Bezeichnungen für und wider manches sagen liesse, beibehalten und der uns für die erste Abtheilung derselben zu dem Ausdrucke affirmative Mo- daladverbien führt. Dass sich diese Adverbien mehr auf den Inhalt des gan- zen Satzes als auf das Verbum erstrecken, ist schon daraus ersichtlich, dass sie sich häufig nicht an das Prädikat, sondern an andere betonte Wörter, wie Prono-