Jahrgang 
1927
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Griechisch: Ubersetzung aus Demosthenes, de falsa legatione.

Mathematik: 1. Um wieviel Uhr W. E. Z. landet ein Flugzeug, das vormittags 9 ³⁰ M. E. Z. in Königsberg(½= 54 43 n., 411= 20° 30‧ 5) gestartet ist in Straßburg i. E.(= 480 35n., 12= 7⁰° 46 ö.), wenn es auf dem kürzesten Wege mit einer mittleren Geschwindigkeit von 240 km in der Stunde fliegt und eine Zwischenlandung mit 25 Minuten Aufenthalt nimmt? Welchen Winkel bildet die Flugrichtung mit dem Meridian von Königsberg?[1⁰ 111,3 km.]

2. Jemand spart 20 Jahre lang jährlich 600 M. ung legt sie auf Zinsen. Wie e je kann er nach

Ablauf der 20 Jahre noch eine Jahresrente von 2400 M. genießen, wenn beidemale 5% gerechnet werden?

3. Aus einer Kugel mit dem Radius r= 15 cm, ist ein zylinderförmiger Kern herausgeschnitten, bei dem die Höhe des Zylinders H= des Grund- kreisradius o ist. Wie groß ist der Rauminhalt des Kerns?

Hebräisch(A und B): UÜbersetzung und Form- erklärung von I. Mose 46, 156.

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Prüfung im Turnen. Herbst:

1. Kugelstoßen 5 kg: 6 m 10 m(je 20 cm= 1 Punkt).

2. Weitsprung mit Anlauf: 3,50 m 5,50 m(je 10 cm= 1 Punkt).

3. 100 m Lauf: 16 sec- 12 sec(je 1 Punkt).

Ostern:

a) Barren(schulterhoch).

1. Aus dem Aufßenquerstand Sprung in den Oberarmhang, Kippe, Schraubenspreizen links vorwärts zum Seitliegestütz, Scheer- spreizen links und rechts, Flanke links oder rechts in den Außenquerstand.

2. Kürübung.

b) Klettern(am Langtau): 3. Unter 10 sehr gut; unter 12 gut; unter 15 genügend. c) Kasten(hüfthoch): 4. Längshocke oder UÜberschlag quer. 5. Kürübun d) Gymnastik: 6. Ausgewählte gymnastische UÜbungen.

6. Der künstlerische und technische Unterricht.

1. Gesang und Musik. Im Gesangunterricht wurden behandelt in VI: Einführung in die Noten- schrift: melodische, rhythmische, 5* und Laut- bildungsübungen, C-,& und F-Leiter, Lehre vom Dreiklang, Kadenzen, Erfindungsübungen, ein- stimmige Volkslieder und Choräle. In V: zwei- stimmige Volkslieder, Lehre vom Septakkord. Synkope, Triole, Quintenzirkel, Modulation, Motiv, einteilige Liedform und Kanon. Dem Chorgesang der folgenden Klassen wurden zwei Stunden ge- widmet. Unter Benutzung des ChorbuchesFrisch

esungen wurden Chöre von Eccard, Gruber,

enger, Beethoven, Weber, Schumann, Silcher und Heinrichs gesungen. In IV- l außerdem: Homophone und polyphone L.ieder mit obligaten Instrumenten. Die erweiterte Liedform und deren Anwendung in Gesellschafts- und idealisierten Tänzen, NAzrcle und Charakterstücken; die wichtigsten Formen der Vokal- und Instrumental- musik, Stimmungsprinzipien, Entwicklung des Volks- und Kunstliedes, das Wichtigste aus der Musikgeschichte, ausführlicher Weber und Beet- hoven mit Rücksicht auf ihren 100. Todestag.

2. Zeichnen. A. Unterstufe: Phantasie- zeichnen, Gedächtniszeichnen, Zeichnen nach der Natur. Malen mit Wasserfarbe. Klebearbeiten in Buntpapier, Modellieren. B. Mittelstufe: Wie A, außerdem Pflanzenzeichnen, Kunstschrift mit Anwendungen, Graphische Techniken. Perspekti- vische Gesetze. C. Oberstufe: Wie A und B, außerdem Zeichnen und Malen nach Stilleben, Tieren, Landschaften, Architektur, Kopf- und Figur- lichem. Bildbetrachtung.

3. Im Hallenturnen, das aber möglichst im Freien ausgeführt wurde, konnten 15, im Spiel- turnen 12 Ybiengen gebildet werden.

Für das Spielturnen wurde im Sommer der Spielplatz des Sportvereins Hessen-Preußen und die Iio enkrariſpahn Donnerstags von allen Klassen benutzt; die Unterklassen spielten an ver- schiedenen Morgen in der 5. und 6. Stunde im Schulhof. Auf diesem hatten an den Winternach- mittagen, solange es ging, auch die oberen Klassen Spielturnen; sonst spielten oder turnten sie in der Turnhalle.