Jahrgang 
1914
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28 7. Die versetzten Schüler bleiben in der Regel in der höheren Klasse bei der(A- oder B- Abteilung, der sie vorher angehört haben. Wenn bei Neuaufnahme der Wunsch besteht, den Schüler einer bestimmten Abteilung zuzuweisen, muß dies bis zum Schluß der ersten Ferienwoche angegeben werden. Dasselbe gilt für die Einreihung der nicht versetzten Schüler. Ob derartige Wünsche berücksichtigt werden können, hängt von der Schülerzahl und von anderen Umständen ab.

8. Wenn bei den Eltern die Absicht besteht, sich bei dem Direktor Se bei den Ordinarien nach den Leistungen eines Sehffore zu erkundigen, so empfiehlt sich eine 23 Tage vorausliegende Anzeige, damit die erforderlichen Angaben zuvor bei den einzelnen Klassenlehrern eingezogen werden können.

9. Es kommt leider oft vor, daß Schüler im Sommer es an Fleiß fehlen lassen in dem Glauben, sie könnten das im Sommer Versäumte durch vermehrte Arbeit im Winter nachholen. Meistens ist die Folge davon, daß sie Ostern nicht versetzt werden. Die Eltern werden darum gebeten den Fleiß und die Fortschritte ihrer Söhne besonders im Sommer zu beachten und sich schon am Anfang des Schuljahres mit den Herrn Klassenleitern ihrer Söhne in Beziehung zu setzen. Eine frühzeitige Aussprache ist der Schule erwünscht und meistens von Nutzen. Zwecklos dagegen ist es, wenn kurz vor Ostern die Eltern mit Fragen und Bitten zu dem Direktor und den Lehrer kommen.

Cassel, März 1914.

Der Königliche Gymnasial- Direktor:.

Professor Dr. Euler.