4. UÜbersicht über den während des abgelaufenen Schuljahres erledigten Lehrstoff.
a) Die Klassenpensen entsprechen den amtlichen Lehrplänen und Lehr- aufgaben für die höhern Schulen vom Jahre 1901.
b) Aufsatzthemata der Prima und Sekunda.
I. Michaelisklassen 1901/1902.
Oberprima.
1. Welche Bildungseinflüsse hat der junge Goethe in Stralsburg empfangen? 2. a) Inwiefern sind„Werthers Leiden“ charakteristisch für die Sturm- und Drangperiode? b) Welcher Art sind die Leiden des Orestes in Goethes Iphigenie und welcher Art ist die Heilung derselben? 3. Das Land macht die Leute, aber die Leute machen auch das Land. 4. Gedankengang in Schillers Aufsatz: Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet(mit selbstgewählten Beispielen aus Schillers Dramen). 5. Mit welchem Recht sagt Goethe, durch alle Dramen Schillers gehe die Idee der Freiheit? 6. AIndey dyar! Wie lälfst sich die Wahrheit dieses Spruches an der französischen Geschichte er- weisen?(Klassenaufsatz). 7. Beschreibung der religiösen Bilder(oder einer andern selbstgewählten Gruppe) in der niederländischen Abteilung der Königl. Gemäldegalerie zu Cassel. 8. Welche Antwort geben uns die Dramen Goethes und Schillers auf die Frage: Kann auch das Weib eine Heldin sein? (Prüfungsaufsatz).
Unterprima.
1. Fluch der Macht. 2. Auch ein Sendbrief vom Dolmetschen. 3. Wie bringen Goethe und Richard Wagner Hans Sachs wieder zu Ehren? 4. Inwieweit lassen sich die beiden ersten Bücher der Ilias als Exposition ansehen?(Klassenaufsatz). 5. Kreisläufe in Natur und Geschichte. 6. Wie steigt in der Jungfrau von Orleans die Handlung im Spiel auf, im Gegenspiel ab und in Emilia Galotti im Gegenspiel auf, im Spiel ab? 7. Wie befreite sich Goethe künstlerisch von dem Selbstvorwurf der Untreue? 8. Naâv' σ uενe Teros aοαte(Soph. Ai. 714).(Klassenaufsatz).
Obersekunda.
1. Nennen wir den Rhein mit Recht unsern Lieblingsstrom? 2. a) Spricht Schiller in seinem „Hoffnung überschriebenen Gedichte mit den Worten:„Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch der Mensch hofft immer Verbesserung“ einen Vorwurf aus? b) Hat Strato in Lessings„Philotas“ recht: „Der Angriff ist kein Wettrennen“? 3.„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“— Ist das Siegfried im Nibelungenlied? 4. Inwiefern hat Uhland recht, wenn er von Hagen sagt:„Er steht dem Schicksal, das er heraufbeschworen, trägt mit Riesenkraft den brechenden Bau und stürzt der letzte unter den Trümmern?“(Klassenaufsatz). 5. Ein andres Antlitz, eh' sie geschehen, ein anderes zeigt die voll- brachte Tat. 6. Nausikaa und Gudrun am Meeresstrande. 7. Hartmanns Erzählung„Der arme Heinrich“ ein Spiegelbild der Anschauungen seiner Zeit. 8. Auf welchen Gebieten ist im ersten Aufzug des „Götz“ der Kampf zwischen alter und neuer Zeit entbrannt?(Klassenaufsat⸗).


