— ²⁵— Am 27. Januar wurde der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers durch Vorträge der Schüler und eine Festrede des Oberlehrers Dr. Iber über„Die Vorgeschichte des deutsch- französischen Krieges “ gefeiert.
Am 1. Februar übernahm Kaplan Gruss den katholischen Religionsunterricht.
Ferdinand Gruss wurde am 15. April 1869 zu Stausebach bei Kirchhain geboren, woselbst sein Vater als Lehrer angestellt war. Durch Privatunterricht zu Amöneburg , wohin sein Vater 1877 versetzt worden war, vorbereitet, trat er zu Ostern 1882 in die Untertertia des Gymnasiums zu Mar- burg a. L. ein. Nach bestandenem Maturitätsexamen(Ostern 1888) widmete er sich dem Studium der Theologie im Priesterseminar zu Fulda . Am 19. Dezember 1891 zum Priester geweiht, war er vom 1. Januar 1892 ab als Kaplan zu Neustadt und vom 1. Mai desselben Jahres ab in der Stadtpfarrei zu Fulda thätig, bis er am 1. Februar 1894 nach Cassel versetzt wurde.
Die schriftliche Reifeprüfung für den Ostertermin fand statt vom 29. Januar bis 3. Februar, die schriftliche Abschlussprüfung vom 22. bis 27. Februar, die mündliche Reife- prüfung unter dem Vorsitze des Herrn Geheimrats Dr. Lahmeyer am 2. März, die münd- liche Abschlussprüfung unter dem Vorsitze des Direktors am 10. März.
Am 7. März wurden die Abiturienten durch den Direktor vor versammelten Lehrern und Schülern der Anstalt feierlich entlassen.
Ein Stenographen-Verein von Schülern der Anstalt hatte wöchentlich eine Ubungs- stunde. Der Verein zählt 25 Mitglieder.
Im botanischen Garten gelangten auch in diesem Jahre die wichtigsten ein- heimischen Kulturpflanzen und an geeigneten Stellen einige häufiger vorkommende Zier- und Giftpflanzen zur Anpflanzung, die dann teils an Ort und Stelle in ihrer Entwicklung beobachtet, teils im blühenden Zustande in der Klasse benutzt wurden.
Der Unterricht erlitt auch in diesem Schuljahre mannigfache Störungen durch Krankheit oder Beurlaubung von Lehrern. Namentlich war es die Influenza, die zeitweise Lehrer und Schüler von der Schule fernhielt. Auch ein Opfer forderte sie. Am 2. Dezbr. starb an ihr der Untersekundaner Julius Groſscurth. Lehrer und Klassengenossen gaben ihm bei der Beerdigung das letzte Geleit und bekundeten damit den Eltern ihre herzliche Teilnahme an dem schweren Verluste.
IV. Statistische Mitteilungen.
A. Religions- und Heimatsverhältnisse der Schüler.
——˖˖⏑—B—ꝛBꝛ—⁊·—ñꝑ‧a᷑—ę—V—V—V—VVVVVVVV—— ſ TEvang. Kath. Dissid. Juden.] Einheim. Ausw. V Ausl.
ſ 1——
1. Am Anfang des Sommersemesters 439 48 8 33 360 142 18 520
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2. Am Anfang des Wintersemestersſ 437 42 33 350 148 14 512 3. Am 1. Februar 1893..... 430 42 32 343 147 14 04


