Jahrgang 
1915
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Außerdem konnte 13 Unterprimanern und 16 Oberſekundanern, die in das Heer eingetreten waren, auf Grund der Miniſterialerlaſſe die Reife für die nächſtfolgende Klaſſe zugeſprochen werden. Viele von ihnen ſind als Fahnenjunker in das Heer eingetreten. Ferner erhielten 11 Unterſekundaner das Zeugnis über die wiſſenſchaftliche Befähigung für den einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt.

Da im Herbſt d. J. die Prüfungskommiſſion für den einzährig⸗freiwilligen Militärdienſt die ſonſt üblichen Prüfungen nicht abhalten konnte, wurden unſerer Anſtalt vom Königlichen Provinzial⸗ Schulkollegium mehrere junge Leute zur Ablegung dieſer Prüfung überwieſen, Fritz Köhler, Hermann Steiner, Friedrich Fiſcher, von denen der erſte und dritte Kriegsfreiwillige waren. Alle drei Prüflinge erhielten das Zeugnis der wiſſenſchaftlichen Befähigung für den Einjährig⸗Freiwilligen⸗Dienſt.

Die Schülerzahl, die im Anfang des Schuljahres, wie erwähnt, 635 betragen hatte, ſank infolge dieſer Vorgänge auf 564.

4. Siegesfeiern. Daß unſere Schüler von der großen Zeit, in der wir leben, aufs tiefſte bewegt wird, iſt natürlich, und wenn auch die Aufmerkſamkeit vielfach darunter litt, ſo iſt es andererſeits hoch erfreulich, daß die nationale Geſinnung ſich kräftig regte, was ſich in der mannigfachſten Weiſe äußerte. Die Schule hat ihrerſeits alles getan, was in ihren Kräften ſtand, um dieſes Feuer der Königstreue und Vaterlandsliebe zu nähren und zu erhalten. Dazu boten ſich in den einzelnen Unterrichts⸗ ſtunden vielfach Gelegenheiten; dieſem Zwecke diente auch die Feier der großen Siege, die unſere tapferen Truppen erfochten. Um gleichmäßig vorzugehen, beſtimmten die Leiter der höheren Schulen Caſſels, dann frei zu geben, wenn tags zuvor das feierliche Geläute der Glocken einen Sieg verkündete. Die Schüler wurden dann in der zweiten oder dritten Stunde von ihren Lehrern auf die Wichtigkeit des eingetretenen Waffenerfolges hingewieſen; bei den großen Siegen fand in dem Feſtſaal der Schule eine beſondere Feier mit Geſang und Anſprache ſtatt, die teils von dem Unterzeichneten, teils von anderen Lehrern der Anſtalt gehalten wurde; dann folgte der Schluß des Unterrichts.

V. Statiſtiſche Mitteilungen. 1. Überſicht über die Schülerzahl und deren Deränderungen im Caufe des Schuljahres.

Or do e m Um w v vI alb ab alb alb aſb alblc alb alb alb ¹ ſſ p f

des Sommerhalbjahres 22 19 26 27 35 34 38 38 40 24 24 44 44 49 49 46 46 635

.Schülerzahl am Anfang b

des Winterhalbjahres. 22 18 20 31 28 39 38 39 24 23 45 43 48 49 48 48 564 3. Schülerzahl am 1. Fe⸗

bruar 1915... 21 17 18 31 28 37 37 39 24 24 45 43 48 48 48 47 555

4. Durchſchnittsalter am

1. Februar 1915. 17,9 17,2 16,8 16,3 16,1 15,4 15,4 13,8 14 14,1 12,8 13 11,9 11,8 10,6 10,7

1. Schülerzahl am Anfang

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