Jahrgang 
1907
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zählungen anschlossen, zu grunde lagen. Artikel, Deklination, Teilungsartikel, Pluralbildung, Eigen- schaftswort, Umstandswort, Grund- und Ordnungs- zahlen, besitzanzeigende, hinzeigende, bezügliche, Frage- und verbundene persönliche Fürwörter; In- dikativ der Hilfsverben avoir und être, sowie der regelmässigen Verben auf er; Ordnung der Satzteile. Ploetz-Kares, kurzer Lehrgang der französischen Sprache, Elementarbuch, Ausgabe C, K. 1 29. Sprechübungen auch im Anschluss an Gelesenes; Nacherzählungen; mehrere Gedichte wurden auswendig gelernt. Im ersten Vierteljahr wurden keine schriftliche Arbeiten geschrieben, dann wöchentlich: Diktate, Beantwortungen von Fragen, freie Niederschriften und Übersetzungen aus dem Deutschen, im ganzen 24 Arbeiten, meist Klassenarbeiten.

4. Erdkunde: 2 Std. In a u. b Oberlehrer Menges. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. Anleitung zum Verständnis von Plan, Relief, Karte, Globus. Heimatskunde von Hessen- Nassau. Ubersicht über die Erdteile.

5. Rechnen: 5 /Std. In a Oberlehrer Grebe, in b Oberlehrer Kunze. Die 4 Grundrechnungsarten mit unbenannten Zahlen. Zerlegung der Zahlen 1 100 in ihre Grundfaktoren. Die deutschen Münzen, Masse und Gewichte nebst Übungen in der dezimalen Schreibung und den einfachsten dezimalen Rechnungen. Zeitrechnung. Regel- detri mit ganzen Zahlen. Schellen, Aufgaben zum Gebrauch beim Rechenunterricht.

6. Naturbeschreibung: 2 Std. In a Oberlehrer Mondon, in b Oberlehrer Kunze. Botanik: Beschreibung einfacher Blütenpflanzen. Grund- begriffe der Gestaltslehre. Zeichnen von Blüten- teilen und Blattformen. Wichtige Lebenserschei- nungen. Zoologie: Beschreibung einer Aus- wahl von Säugetieren und Vögeln. Beziehungen zwischen Körperbau, Lebensweise und Umgebung.

7. Schönschreiben: 2 Std. In a Erdmann, in b Jürgens. Die deutschen und lateinischen Buch- staben in stufenmässiger Folge, einzeln und in Verbindungen, Taktschreiben.

Katholische Religion.

Die katholischen Schüler der Anstalt erhielten den Religionsunterricht gemeinsam mit den Schülern der Oberrealschule und der Oberrealschule i. E. in den Räumen des Realgymnasiums. Sämtliche Schüler waren in 5 Abteilungen geteilt, deren erste die katholischen Schüler aus OI, UI und OII des Real- gymnasiums und der beiden Oberrealschulen, deren zweite die aus UII dieser drei Anstalten, deren dritte

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die aus Olll und UIII, deren vierte die aus IV und V und deren fünfte die aus VI der drei genannten Anstalten umfasste.

Den Unterricht in Abteilung I-lII erteilte Kaplan Becker, in Abteilung IVV Lehrer an der Bürgerschule 9 Schwab.

I. Abteilung. 2 Std. a) Glaubenslehre(Gott, Schöpfung, Erlösung) nach Drehers Lehrbuch Bd. 2. b) Kirchengeschichte: Das christliche Altertum bis auf Karl den Grossen nach Drehers Lehrbuch Bd. 4. II. Abteilung. 2 Std. Apologetik nach Drehers Leitfaden. III. Abteilung. 2 Std. Sittenlehre nach Drehers Leitfaden. Einprägung einiger Kirchenlieder. IV. Abteilung. 2 Std. 2. Hauptstück des Kate- chismus, Wiederholung des 1. Hauptstücks. Biblische Geschichten des Alten Testaments von Moses bis Christus.(Biblische Geschichten von Schuster). Kirchenlieder. V. Abteilung. 3 Std. 1. Haupt- stück des Katechismus. Biblische Geschichten des Alten Testaments bis Moses. Aus dem Neuen Testamente: Die Jugend- und Leidensgeschichte Jesu. Gebete. Kirchenlieder aus den einzelnen Festkreisen.

Am Keligionsunterricht nahmen nicht teil:

a) evangelische Schüler: im Sommer 0, im Winter 53 Konfirmanden. b) katholische Schüler: im Sommer 0, im Winter 3 Konfirmanden.

Jüdischer Religionsunterricht.

Der Unterricht wurde in einer Abteilung VI- III,2 erteilt. 2 Std. wöchentlich. Seminarlehrer Katz. Bibl. Geschichte: Von Davids Regierungs- antritt bis Zum Untergange des Reiches. Jüd. Ge- schichte: Die Geschichte des 2. Reiches. Religion: Glaubenslehre. Festtage. Mehrere Psalmen wurden erläutert und auswendig gelernt.

Technischer Unterricht.

a) Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer

603, im Winter 600 Schüler. Von diesen waren befreit:

auf elnen Tell vom Turnen von einzelnen des

überhaupt Obungsarten. Halbjahres

auf Grund ärztlichen[im S. 43, im S. 4, im 8. 4,

Zeugnisses: imW. 52, imW. 4, imW. 12,

aus anderen Gründen: 1m. im F. 8, im 8.

im S. 43, im S. 4, im 8. 4,

zusammen imW. 52, im W. 4, imW. 12,

also von der Gesamt- ſim S. 7,2% im S. 0,7% ſim S. 0,7%

zahl der Schüler: ſi. W. 8,7% i. W. 0,7% i. W. 2%

Es bestanden bei 18 getrennt zu unterrichtenden Klassen 14 Turnabteilungen, zur kleinsten von diesen gehörten 30, zur grössten 50 Schüler.