Jahrgang 
1900
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Dis Festrede zu Kaisers Geburtstag hielt am 27. Januar Professor Dr. Danker. Die Feier hatte folgenden Verlauf: 1) Chorgesang:Morgenlied, von J. Gersbach. 2) Vorträge:Mittwoch-Nachmittag, von Fröhlich, vorgetr. von Fritz Niemann, VIb;Zu Kaisers Geburtstag, von Jos. Joesten, vorgetr. von Karl Reinecke, Vb; Die Trommel, von IHI. Besser, vorgetr. von Karl Struve, IVb. 3) Chorgesang:Andreas Hofer, nach einer Volksweise, von Erk. 4) Vorträge:Der grosse Kurfürst zur See, von O. F. Gruppe, vorgetr. von Eduard Schubotz, III, 2 b;Zum 27. Januar, von Fr. Rohrbeck, vorgetr. von Hermann Jorns, III. 1 b;Der Fahnenschwur, von E. M. Arndt, vorgetr. von Heinrich Hofmann, II, 2b. 5) Chorgesang:Bundeszeichen, Volksweise. 6) Vorträge:An den Kaiser Wilhelm, von Wilh. Jordan, vorgetr. von Wilh Löser, II, 1 b; Dem Kaiser Heil, von C. Kyffhausen, vorgetr. von Karl Werner, I. 2 b;Deutschlands Beruf, von Em. Geibel, vorgetr. von Heinrich Ditzel, lI, 1 b. 7) Chorgesang:Das deutsche Reich, von A. Viehmann. 8) Festrede. 9) Gesang:Dem Kaiser, von Carey. Die Festrede bei der Schulfeier des Sedantages hielt Prof. Stange. Die Fest- ordnung war folgende: 1) Chorgesang:Wachet auf, ruft uns die Stimme. 2) Vorträge:Der Choral von Leuthen. von H. Besser, vorgetr. von Karl Faure, Vla;Die Rosse von Gravelotte, von Gerok, vorgetr. von Wilhelm Haussmann, Va;Kaiser Wilhelms Einzug in Berlin, von Scherenberg, vorgetr. von Harry Sandermann, IVa; Deutscher Trost, von E. M. Arndt, vorgetr. von Alfred Henkel, III, 2a;Kriegslied, von Eman. Geibel, vorgetr. von Otto Drichel, III, 1a. 3) Chorgesang:O, wunderschön ist Gottes Erde, von Romberg. 4) Vor- träge:Hymne, von Rud. Gottschall, vorgetr. von Willi Buchheister, II, 2 a;Die Schlacht, von Fr. Schiller, vorgetr. von Wilhelm Dohme, II, la;Das Lied vom Rhein, von M. v. Schenkendorf, vorgetr. von Arnold Hartwig. I. 2a;Sedan, von Gustav Weck, vorgetr. von Karl Kümmell, I, la. 5) Chorgesang:Reiters Morgengesang, Volksweise. 6) Festrede. 7) Chorgesang:Heil Dir im Siegerkranz, von Carey. Der Sedanausflug wurde am vorhergehenden Nachmittag in den Habichtswald in üblicher Weise unternommen.

Die Gedächtnisfeiern für Ihre Majestäten Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. wurden in der herkömmlichen Weise abgehalten.

Am 28. August fand von 10 Uhr ab eine Göthefeier statt. Die Festrede hielt Oberlehrer Dr. Peters.

Nach dem Gesang der zwei ersten Verse des Liedes:Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, wurden folgende Götheschen Gedichte vorgetragen: 1)Die wandelnde Glocke, von Fritz Braunschweig, VIb. 2)Mignon, von Karl Reinecke, Vb, 3)Das Hufeisen, von Rud. Müller, IV b, 4)Der Sänger, von Karl Wippermann, III, 2 b, 5)Der Schatzgräber, von Emil Bruns, III, 2 b. Auf den Chorgesang der Quinten und Sexten:lch ging im Walde, folgten weitere Vorträge Göthescher Gedichte: 6)Der Zauber- lehrling, von Rud. Rosenthal, II, 2b. 7)Der Erlkönig, von Heinr. Leithäuser, II, 1b, 8)Adler und Taube, von Walther Thon, I. 2 b, 9)Zueignung, von Gust. Grau, I, 1b. An die Festrede schloss sich der Chor- gesang:Sah ein Knab' ein Röslein stehn.

An der Enthüllungsfeier des Philippsdenkmals, welche am 12. Septbr. stattfand, war die Schule durch eine Abordnung, bestehend aus einem Lehrer, Prof. Dr. Siebert, und drei Schülern, mit Fahnen, beteiligt. Der Direktor war als Mitglied des Denkmalsausschusses zugegen. Der Unterricht wurde um 11 Uhr geschlossen, damit alle Schüler die Feier mit ansehen konnten. Die evangelischen Schüler wurden in den dem Tage der Feier zunächst gelegenen Religionsstunden von den Lehrern auf die hohe Bedeutung Philipps des Grossmütigen, namentlich für die Sache der Reformation, in geeigneter Weise hingewiesen.

Die angeordnete feierliche Begehung des bevorstehenden Jahrhundert- wechsels schloss sich an die herkömmliche Weihnachtsandacht am 23. Dezbr. an. Ausgehend von der Thatsache, dass die Hundertjahre unserer Zeitrechnung immer als besonders bedeutsam angesehen worden sind, gab der Direktor einen geschichtlichen Uber- blick über die Zeit von 1790 bis zur Gegenwart, indem er hauptsächlich die ohnmächtige