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wiederholt. UÜbung in freier Wiedergabe des Gelesenen. Verslehre im Anschluss an das Gelesene. Der grammatische Stoff wurde teils wiederholt, teils erweitert. Ubungen im Gliedern von Aufsatzautgaben; kleine mündliche Vorträge.
Aufsätze in a: 1. Welche Verdienste hat sich Friedrich Wilhelm I. um Preussen erworben? 2. Welche Charaktereigenschaften lernen wir an Abraham schätzen? 3. Ein Sommerabend in den Ferien auf dem Lande. 4. Warum feiern wir Sedan?(Probearbeit.) 5. Den schreckt der Berg nicht, der darauf geboren. 6. Welche Charakterzüge Tells treten uns in der ersten Scene von Schillers„Wilhelm Tell“ entgegen? 7. Das Besitztum des Wirtes zum goldenen Löwen. 8. Welche Verdienste hat sich Scharnhorst um das deutsche Heer und um das deutsche Vaterland erworben?(Prüfungsaufsatz).
Aufsätze in b: l. Worin zeigt sich Tellheims Edelmut? 2. Just und Paul Werner. 3. Steter Tropfen höhlt den Stein. 4. Was erfahren wir aus dem ersten Gesange von Göthes Hermann und Dorothea über den Ort, die Zeit und die Personen des Gedichts?(Probearbeit.) 5. Wozu hat Göthe den Brand in Hermanns Vater- stadt verwertet? 6. Die Bedeutung des ersten Auftritts von Schillers Tell. 7. Im Hause des Philemon und der Baucis. 8. Was erinnert uns in Cassel an die französische Fremdherrschaft?(Prüfungsaufsatz).
Latein. 4 Std. In a Prof. Dr. Ulrici, in b Oberlehrer Dithmar. Die Formenlehre und die Syntax wurden mit Ubersetzungsübungen aus dem Deutschen in das Lateinische wieder- holt. 20 schriftliche Ubersetzungen in das Lateinische und aus dem Lateinischen, darunter mindestens die Hälfte Klassenarbeiten. Gelesen wurde in a: Caes., bell. Gall., IV und V, Ovid, Metamorph., lib. I und Il mit Auswahl, in b: Caes., b. G., Buch VII, und Ovids Met., lib. I und VIII mit Auswahl.
Französisch. 4 Std. In a Oberlehrer Dr. Stehlich, in b Oberlehrer Dithmar. Aus Plôtz-Kares, Ubungsbuch, Ausgabe B, wurden die Abschnitte 50— 76 gelesen und die syntak- tischen Hauptgesetze über den Artikel, das Eigenschaftswort, das Adverb, das Fürwort, die Kasusrektion, den Infinitiv, die Präpositionen und Konjunktionen nach Plôtz-Kares, Sprach- lehre, erläutert. Daneben wurde gelesen: Erckmann-Chatrian, Waterloo, in der Ausgabe von Velhagen und Klasing. Im Anschluss an das Gelesene(Erckmann-Chatrian und Ubungs- buch), Sprechübungen und Rückübersetzungen. 12 häusliche, 12 Klassenarbeiten.
. Englisch. 3 Std. In a Oberlehrer Dr. Stehlich, in b Oberlehrer Dr. Meyer. Deutsch-
bein-Willenberg, Leitfaden für den englischen Unterricht, Kapitel 8 bis zum Ende. Gelesen wurde aus Wershoven, Great Explorers and Inventors. Hieran wie an den grammatischen Unterricht schlossen sich Sprechübungen und Rückübersetzungen. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt. 20 Arbeiten, darunter die Hälfte Klassenarbeiten.
Geschichte. 2 Std. In a Prof. Dr. Ulrici, in b Oberlehrer Dithmar. Deutsche und preussische Geschichte von 1740 bis zur Gegenwart mit Heranziehung der eingreifenden ausserdeutschen Geschichte unter Berücksichtigung der Kulturgeschichte. Jaenicke, II, für mittlere Klassen.
Erdkunde. l Std. In a Prof. Dr. Ulrici, in b Oberlehrer Dr. Meyer. Wiederholung der Erdkunde Europas. Übersicht der wichtigsten Verkehrswege der Gegenwart. Be- wegungen des Meeres. System der Winde. Gelegentliche sonstige Wiederholungen aus dem Gebiete der Geographie. Seydlitz, Schulgeographie. Ausgabe D. Sydow-Wagner, Schulatlas. Mathematik. 5 Std. In a Oberlehrer Bauer, in b Prorektor Prof. Dr. Hornstein. I. Geometrie und Trigonometrie. Die notwendigsten Sätze über Ebenen und gerade Linien im Raume; einfache Körperberechnungen. Die Goniometrie, soweit sie nöôtig ist zur Be- rechnung rechtwinkeliger und gleichschenkeliger Dreiecke sowie zur Lösung einfacherer Aufgaben über das schiefwinkelige Dreieck, und UÜbungen in der Dreiecksberechnung. Ange-
wandte trigonom. Aufg. Koppe-Diekmann, I; Gauss, Logarithmentafel.


