— 11—
8. Physik. 3 Std. In a Oberl. Heydenreich, in b Prof. Dr. Kramm. Die Lehre von der Wärme, von dem Magnetismus und der Elektrizität; UÜbungsaufgaben. Jochmann, Experimental- physik.
9. Chemie und Mineralogie. 2 Std. In a Oberl. Heydenreich, in b Prof. Dr. Kramm. Ein- führung in die Chemie. Entwickelung der chemischen Grundlehren auf Grund von Versuchen. Die Elemente: Sauerstoff., Wasserstoff, Stickstoff. Chlor, Brom, Jod, Fluor, Schwefſel und Phos- phor nebst ihren wichtigsten Verbindungen, einschliesslich der Mineralien. Stöchiometrische Rechnungen. Rüdorff, Elemente der Chemie; Hornstein, Kleines Lehrbuch der Mineralogie.
10. Zeichnen. 2 Std. In a und b Karbiner. Zeichnen nach Gipsornamenten. Projektives Zeichnen.
Untersekunda.
Klassenvorstand: In a Prof. Völler, in b Prof. Stange. Wöchentlich 31 Stunden(ohne Turnen und Gesang). Lehrgang einjährig.
1. Religion. 2 Std. In a Prof. Dr. Siebert I, in b Prof. Dr. Ulrici. Lesen und Erklärung der Evangelien. Wiederholt wurde der Katechismus und die früher gelernten Sprüche, Lieder und Psalmen, neu gelernt Psalm 120, 121, 130. In b Wiederholung und Erweiterung der Geschichte des Reiches Gottes im alten Bunde. Geschichte des Reiches Gottes im neuen Bunde im An- schluss an die Lektüre des Evangeliums des Markus; sonst wie in a. Hollenberg, Hilfsbuch; Bibel, Katechismus, Gesangbuch.
2. Deutsch. 3 Std. In a Oberl. Siebert II, in b Oberl. Kratsch. Aus dem Lesebuch von Muff wurden ausgewählte Stücke gelesen und erklärt; desgl. Minna von Barnhelm, Tell und Hermann und Dorothea. Gedichte und Gedichtstellen wurden auswendig gelernt, früher gelernte wiederholt. Ubung in freier Wiedergabe des Gelesenen. Verslehre im Anschluss an das Gelesene. Der grammatische Stoff wurde wiederholt und erweitert. Ubungen im Disponieren.
Aufsätze in a: I. Früh übt sich, was ein Meister werden will.(Chrie.) 2. Morgenstunde hat Gold im Munde. 3. Die Verwendung des Glases. 4. Die Exposition in Lessings Minna von Barnhelm.(Probearbeit.) 5. Inwiefern bildet der erste Auftritt von Schillers Wilhelm Tell die Exposition des Schauspiels? 6. Die Rettung Tells aus den Händen Gesslers. 7. Philipp von Macedonien und Napoleon. 8. Der Gang der Handlung in Schillers Wilhelm Tell(Prüfungsarbeit).
Aufsätze in b: 1. Weshalb nennt Göthe den Handschuh ein Nach- und Gegenstück zum Taucher? 2. Die Vorfabel zu Schillers„Wilhelm Tell“. 3. Begeisterung, eine Quelle grosser Thaten. 4. Friedrichs des Grossen Verdienste um den preussischen Staat.(Probearbeit.) 5. Die Wurzel der Bildung ist bitter, ihre Früchte sind süss. (Eine Chrie.) 6. Inwiefern bestätigen in Göthes„Hermann und Dorothea“ die Besitzungen des Kaufmanns, des Apothekers und des Wirtes den Ausspruch:„Sieht man am Hause doch gleich so deutlich, wes Sinnes der Herr ist?“ 7. Was hat Dorothea erlebt, ehe sie Hermann kennen lernt?(Klassenaufsatz.) 8. Worin offenbart sich das innige Verhältnis zwischen Hermann und seiner Mutter in Göthes Hermann und Dorothea(Prüfungsarbeit).
3. Latein. 4 Std. In a Oberl. Siebert II, in b Oberl. Krauth. Die Formenlehre und die Syntax wurden wiederholt. 20 schriſtliche UÜbersetzungen in das Lateinische, darunter min- destens die Hälfte Klassenarbeiten; einige UÜbersetzungen aus dem Lateinischen. Gelesen wurde in a: Caes. bell. Gall. VII., Ovid, Metamorph. lib. III, IV, VI mit Auswahl, in b: Caes. bell. Gall. V und VI., Ovid, Met. lib. I—III, VI mit Auswahl.
4. Französisch. 4 Std. In a Oberl. Menges, in b Oberl. Dr. Krüger. Wiederholung des Pensums der Obertertia. Erläuterung und Einübung der syntaktischen Hauptgesetze über den Artikel, das Adjektiv, das Adverb, das Fürwort, die Kasusrektion, den Infinitiv, die Präposi- tionen und Konjunktionen nach Plötz-Kares, Sprachlehre,(§§ 29— 40, 48,§§ 58— 60,§§ 74 bis 98 und§§ 100— 128) und Plötz-Kares, Übungsbuch, Ausgabe B(Nr. 26— 31 und 49— 76).


