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Herren haben sich durch wärmste Teilnahme für das Wohl der Schule und eifriges Eintreten für das- selbe unsern herzlichsten Dank erworben, der ihnen auch hier noch ausgesprochen sei.
Das Lehrerkollegium setzte sich folgendermassen zusammen: Direktor: Dr. Wittich; Oberlehrer: Prorektor Prof. Heuser, Prof. Grebe, Prof. Dr. Hornstein, Prof. Dr. Siebert, Prof. Dr. Kramm, Prof. Stange, Prof. Zwirnmann(bis Herbst), Prof. Dr. Schantz, Prof Dr. Ulrici, Krauth, Dr. Stehlich, Völler, Dr. Danker, Heydenreich, Siebert, Dr. Mey er, Dr. Pe- ters, Dr. Krüger; Wissenschaftliche Hilfslehrer: Dithmar, Kratsch(Sseit Herbst), Kaplan Braun, Dr. Stein, Angersbach, Kunze, Grebe II; Stange II; Zeichenlehrer: Karbiner; Elementar- lehrer: Spangenberg, Jürgens, Erdmann; dazu Seminarkandidaten: Abt, v. Hanxleden, Menges(bis Herbst), Barmeyer(seit Herbst).
Braun, Eduard, geboren den 13. Oktober 1868 zu Bauerbach, Kr. Marburg, katholischen Glaubens, wurde am 18. März 1890 vom Gymnasium zu Fulda mit dem Zeugnis der Reife entlassen, studierte im Priesterseminar daselbst Theo- logie und erhielt am 15. März 1894 die Priesterweihe. Er erteilt seit dem 17. April 1894 den katholischen Reli- gionsunterricht an den drei höheren städtischen Lehranstalten.
Kratsch, Alexander, geboren den 18. März 1863 zu Linden bei Römhild, Hzgt. Sachsen-Meiningen, evangelischen Glau- bens, vom Gymnasium zu Altenburg am 16. März 1883 mit dem Reifezeugnis entlassen, studierte in München, Berlin, Jena und Halle alte Philologie und Geschichte und bestand am 10. März 1888 in Halle die Fakultäts- prüfung. Nach Ableistung seines Freiwilligendienstes im Heer trat er Herbst 1889 als Probekandidat am Gym- nasium zu Schwedt a. O. ein und blieb daselbst bis Ostern 1892, die letzten 1 Jahre als unbes. wiss, Hilfslehrer. Ostern 1892 erhielt er eine besoldete Stellung am Realprogymnasium zu Hofgeismar und trat Herbst 1894 an unserer Anstalt als wiss. Hilfslehrer ein.
Barmeyer, Karl, geboren den 2. März 1858 zu Barkhausen b. Orlinghausen in Lippe-Detmold, evangelischen Glaubens, vom Realgymnasium zu Bielefeld Ostern 1878 mit dem Reifezeugnis entlassen, studierte in Göttingen, Berlin und Marburg neuere Philologie, war längere Zeit in Deutschland und England als Lehrer thätig und pestand am 13. Juli 1894 in Marburg die Fakultätsprüfung. Er wurde für die Zeit des Seminarjahrs dem R.-G. zur prak- tischen Ausbildung überwiesen.
Der Gesundheitszustand der Schüler war befriedigend. Am 21. April 1894 wurde der Untertertianer Erich Grosse nach längerem mit äusserster Geduld von ihm ertragenen schweren Nierenleiden durch den Tod seinen Eltern, Geschwistern und Freunden entrissen. Er war ein liebens- würdiger eifriger Schüler gewesen, dessen Tod von Lehrern und Mitschülern herzlich beklagt wurde.
Leistungen früherer Schüler: Dr. Voltz in Kattowitz schickte auch in diesem Jahre regelmässig die von ihm geleitete Zeitschrift des Oberschlesischen Berg- und Hüttenmännischen Vereins.


