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12. Das K. P. S. C. teilt einen Min.-Erl. vom 5. I. 95 mit, wonach die Schule ihre bisherigen Be- mühungen fortsetzen und verstärken soll, um eine gute Handschrift bei ihren Schülern zu erzielen und zu erhalten.
13. Das K. P. S. C. verfügt am 11. II 95, dass die am 31. III. 92 erlassene Ferienordnung einstweilen bis auf weiteres fortdauernde Geltung habe.
14. Das K. P. S. C. übersendet einen Min.-Erl. vom 9. II. 95, wonach, falls die Angehörigen eines Schülers für diesen die Befreiung vom Turnen für geboten halten, diese bei dem Anstalts- leiter, in der Regel schriftlich, zu beantragen und gleichzeitig das Gutachten eines Arztes, am besten des Hausarztes, vorzulegen ist, in welchem unter ausdrücklicher Berufung auf eigene Wahrnehmung, nicht aber auf Grund blosser Aussagen des Beteiligten, das Leiden oder Ge- brechen angegeben ist, in dem ein Grund für die Befreiung vom Turnunterricht überhaupt oder von einzelnen UÜbungsarten gesehen wird. Fär den Antrag der Eltern wie für das ärztliche Gutachten wird Benutzung eines besonderen Vordrucks empfohlen.
15. Das K. P. S. C. genehmigt am 20. III. 95, dass in dem bevorstehenden Sommerhalbjahr an den hiesigen höheren Schulen versuchsweise der Vormittagsunterricht auf fünf Stunden täglich ausgedehnt werde und der Nachmittagsunterricht eine entsprechende Verkürzung erfahre.
16. Das K. P. S. C. teilt einen Min.-Erl. vom 18. März mit, wonach aus Anlass des 80. Geburts- tages des Fürsten Bismarck am 1. April der Unterricht an allen Schulen ausfällt, und beauftragt die Leiter der Schulen dafür zu sorgen, dass am Sonnabend, den 30. März, die Schüler in geeigneter Weise auf die Bedeutung des in Rede stehenden Tages hingewiesen werden.
III. Chronik der Schule.
Das Schuljahr begann am 2. April mit der Aufnahmeprüfung. Am 2. Mai, dem Tage der Jahresversammlung des Provinzialvereins von Lehrern höherer Schulen, brauchten nur wenige Stunden auszufallen, da nur der Direktor und Oberl. Dr. Peters die Versammlung in Frankfart a. M. besuchten. Die Pfingstferien umfassten den 15. u. 16. Mai, die Sommerferien dauerten vom 2.— 30. Juli die Herbstferien vom 24. Sptbr. bis 6. Oktober, die Weihnachtsferien vom 24. Decbr. 94 bis 7. Januar 95. Schulfreie Tage waren am 26. Februar, als dem Fastnachtstage, und am 1. April, dem 80. Geburtstage des Fürsten Bismarck. Schülerausflüge wurden von allen Klassen unternommen von V. u. VI. für einen halben, von den übrigen Klassen für einen ganzen Tag. Am 31. Januar wurde der Nachmittag zum Besuche des Eises freigegeben.
Die Festrede zu Kaisers Geburtstag hielt Prof. Dr. Schantz über die Gebr. Grimm. Voraus ging zuerst der Chorgesang: Befiehl du deine Wege, dann Schülervorträge:„Dem Kaiser“, von Hammelbeck, Fritz Henkel, VIb;„Der alte Ziethen“, von Fontane, Otto Ulrici, V;„Das Vaterland“, von Schenkendorf, Gustav Röse, IVb;„Kaisers Geburtstag“, von Bartholomäi, Otto Jde, III. 2 b;„Zwei Berge Schwabens“, von Gerok, Heinr. Lehmann, II, 2b, dann Chorgesang: Sechs altniederländische Volkslieder, bearb. v. Kremser, wozu Priedr-


