Jahrgang 
1891
Einzelbild herunterladen

24

Henschel, 4) Banquier August Ludwig Pfeiffer, 5) Privatbaumeister Potente, 6) Stadt- schulrat Bornmann, 7) Pfarrer Wagner, 8) Direktor Wittich.

Das Lehrerkollegium setzte sich folgendermassen zusammen: 1) Direktor: Dr. Wittich; 2) Oberlehrer: Prorektor Prof. Heuser, Prof. Grebe, Prof. Dr. Hornstein, Dr. Siebert, Dr. Kramm, Stange, Zwirnmann, Dr. Schantz, Dr. Ulrici, Völler; 3) Ordentliche Lehrer: Krauth, Dr. Stehlich, Dr. Danker, Heydenreich, Siebert, Dr. Peters, Dr. Meyer, Dr. Krüger(seit 1. Oktober 1890), Lange; 4) Wissenschaftliche Hilfslehrer: Dr. Krüger(bis 1. Oktober), Dr. Mänz, Angersbach, Kunze, Dr. Dreyling (seit 1. Okt.); 5) Ordentliche Elementarlehrer: Spangenberg, Jürgens, Erdmann; 6) Ordentlicher technischer Lehrer: Karbiner; Probe- und Seminarkandidaten: Dr. Dreyling (bis Oktober), Dr. Abbehusen, Lichtenstein, Schenk; 8) Katholische Religionslehrer: Kaplan Wiegand(bis Mai), K. Jestädt(von Mai an), Nau; 9) lsraelitischer Religions- lehrer: Dr. Stein, Dirigent des israelitischen Seminars.

Besoldet war von den wissenschaftlichen Hilfslehrern nur der mit Versehung einer ordent- lichen Lehrerstelle betraute Dr. Krüger, in die derselbe dann am 1. Oktober einrückte.

Krüger, Karl Theodor Wilhelm, wurde am 3. Dezember 1861 zu Wichmannshausen, Kreis Eschwege, geboren, besuchte von Ostern 1874 bis Herbst 1881 das Realgymnasium zu Cassel und widmete sich auf der Universität Marburg hauptsächlich dem Studium der deutschen Philologie und der neueren Sprachen Er promovierte daselbst im Mai 1886 und bestand am 21. Januar 1887 das examen pro facultate docendi. Von Ostern 1887 bis dahin 1888 erledigte er sein Probejahr am Wilhelmsgymnasium zu Cassel und war zugleich Mitglied des pädagogischen Seminars. Ostern 1888/89 genügte er seiner Militärpflicht im Infanterie-Regiment von Wittich(3. hess'sches) Nr. 83. Ostern 1889/90 war er wissenschaftlicher Hilfslehrer am Gymnasium und Realgymnasium zu Rendsburg (Schleswig-Holstein, und wurde Ostern 1890 mit Versehung der letzten ordentlichen Lehrerstelle am Real- gymnasium zu Cassel beauftragt und am 1. Oktober 189) zum ordentlichen Lehrer befördert.

Kunze, Hermann, geb am 2. November 1861 zu Weseram bei Brandenburg a. H., ev. Bekenntnisses, besuchte das Pädagog. z. Kloster U. L. Fr. zu Magdeburg uud des Lyceum Fridericianum zu Cassel. Nach bestandenem Abiturientenexamen widmete er sich zuerst einige Zeit dem Apothekerfache nnd studierte dann von Herbst 1883 bis Ostern 1888 auf den Universitäten München, Berlin und Marburg Chemie, die beschreibenden Naturwissen- schaften und Mathematik. Die Fakultätsprüfung legte er am 31. Mai 1889 zu Marburg ab. Nachdem er von Ostern 1889 bis Ostern 1890 an der Realschule in der Hedwigstrasse zu Cassel sein Probejahr abgeleistet, hatte, wurde er durch Verfügung des Königl. Prov.-Schulkolleg. dem Realgymnasium zu Cassel als wissensch. Hilfslehrer überwiesen.

Abbehusen, Karl, reformierten Bekenntnisses, geb. am 11. Juni 1865 zu Bremen, besuchte von Herbst 1876 bis dahin 1883 das dortige Gymnasium und widmete sich darauf in Tübingen, Strassburg, Göttingen und Marburg dem Studium der neueren Philologie. Am 15. Juni 1888 erwarb er zu Marburg die philosophische Doktorwürde, am 26. Juli 1889 bestand er ebendaselbst die Lehramtsprüfung. Als Mitglied des pädagogischen Seminars dem Realgymnasium zu seiner praktischen Ausbildung überwiesen, unterrichtete er daselbst wöchentlich einige Stunden bis zum Herbst, um dann mit einem halbjährigen Urlaub sich nach Davos zur Wiederherstellung seiner Gesnndheit zu begeben, von wo er hoffentlich geheilt Ostern zur Wiederaufnahme seiner Thätigkeit zurückkommen wird.

Lichtenstein, Gustav, geb. am 24. Juli 1865 zu Leba(a. d. Ostsee), evangelischen Bekenntnisses, besuchte das Pro- gymnasium zu Lauenburg i. Pomm. und das Gymnasium zu Neustadt(Westpreussen); er widmete sich von Ostern 1885 bis 1890 auf den Universitäten Greifswald, Berlin und Marburg dem Studium der neueren Sprachen. Die Prüfung pro facultate docendi bestand er am 11. Juli 1890 in Marburg. Im Herbst 1890 ward er zu seiner pädagogischen Ausbildung dem Königl. Pädagog. Seminar und dem Realgymnasium zu Cassel überwiesen.

Schenk, Georg, geboren am 24. September 1866 zu Grossalmerode, evangelischen Bekenntnisses, besuchte von Ostern 1877 an das Realgymnasium zu Cassel und bestand daselbst Ostern 1885 die Reifeprüfung. Dann widmete er sich auf den Universitäten Marburg und Berlin dem Studium der Mathematik, Physik und Geographie, unter-