Jahrgang 
1891
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mündlichen und schriftlichen Wiedergabe des Gelesenen. UÜbung im Vortrag. Vervollständigung der Lehre vom zusammengesetzten Satze. Anleitung zur Anfertigung von Aufsätzen. 12 Aufsätze. Lesebuch von Hopf und Paulsiek.

. Latein. 6 Std. In a Oberlehrer Dr. Ulrici, in b Dr. Peters. Wiederholungen nach Wittich, II und III. Nach Wittich, Kurzgefasstes Lehrbuch des Lateinischen, IV,§ 118, wurde durchgenommen die Lehre von den Konsekutiv- und Final-, den Temporal- und Kausal-, den abhängigen Wunsch-, Bedingungs- und Konzessiv-, den Fragesätzen und konjunktivischen Relativsätzen, die consecut. temporum. Wöchentlich eine Haus- oder Klassenarbeit. Gelesen wurde aus Corn. Nepos. in a) Miltiades, Themistocles, Aristides, Cimon, Thrasybulus, Alcibiades und Hannibal, in b) Miltiades, Themistocles, Aristides, Cimon, Thrasybulus, Hannibal. . Französisch. 4 Std. In a Dr. Meyer, in b Dr. Krüger. Wiederholung des gesamten Lehrstoffes der Quinta und Quarta. Neu: Plötz, Schulgrammatik, Lection 123. Gelesen wurden leichtere Stücke aus Plötz, Lectures choisies, einige Gedichte wurden auswendig gelernt; an das Gelesene schlossen sich Sprechübungen an. Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassenarbeit.

. Englisch. 4 Std. In a Dr. Meyer, in b Dr. Stehlich. Einführung in die Sprache auf lautlicher Grundlage mit eingehender Wiederholung und Zusammenfassung des bereits im Französischen von den Lautverhältnissen Gelernten. Auswendiglernen von Gedichten. Leichtere Stücke zunächst aus dem Anhang von Zimmermanns Lehrbuch der englischen Sprache, dann aus Lüdeckings Englischem Lesebuch Iwurden durchgenommen, teilweise zu Diktaten verwendet oder in freierer Form wiedergegeben. Die grammatische Unterweisung schloss sich der Hauptsache nach an das Lehrbuch von Zimmermann, Abt. I, Lect. 1 45, an. Häusliche und Klassenarbeiten wechselten wöchentlich ab.

.Geschichte. 2 Std. In a Lange, in b Dr. Peters. Deutsche Geschichte bis zum Augs- burger Religionsfrieden mit besonderer Berücksichtigung der brandenburgischen Geschichte. Pütz, II. Teil.

. Geographie. 2 Std. In a Dr. Meyer, in b Professor Grebe. Genauere Betrachtung des deutschen Reiches, der Schweiz, der Niederlande, des Königreichs Belgien und der österreichisch- ungarischen Monarchie mit besonderer Berücksichtigung der Bodenverhältnisse, Verkehrswege und Erzeugnisse. Wiederholung der aussereuropäischen Erdteile. Anleitung zum Kartenzeichnen. v. Seydlitz, Schulgeographie. Schulatlas von Sydow-Wagner.

Hathematik. 5 Std. In a Oberlehrer Völler(Mai bis Oktober teils Angersbach, teils Dr. MÄnz und dann Kunze), in b Professor Grebe. I. Geometrie. 2 Std. Die Lehre von den Dreiecken, Vierecken, Vielecken und vom Kreise. Von der Gleichheit der Figuren. Konstruktionen. Koppe, Planimetrie.

II. Arithmetik. 2 Std. Die Grundoperationen mit allgemeinen Grössen. Heis,§ 125. Quadrat- und Kubikwurzelausziehen. Gleichungen vom ersten Grade mit einer Unbekannten. Heis,§ 61 und 63.

III. Rechnen. 1 Std. Fortsetzung der Übungen in bürgerlichen Rechnungsarten.

. Naturbeschreibung. 2 Std. In a Oberlehrer Stange, in b Oberlehrer Dr. Kramm. Im Sommer: Übungen im selbständigen Bestimmen von Blütenpflanzen nach Wigands Flora. Wichtigere Pflanzenfamilien sowie eine Reihe ausländischer Kulturgewächse. Fortgesetzte