Die frei gewordene Zeichenlehrerstelle wurde bis Weihnachten von den Herren Schüßler und Wotschke und von Anfang Januar an von dem Zeichenlehramts- kandidaten Nengelken verwaltet, der der Anstalt zur Ablegung des Probejahres überwiesen worden war.
Den katholischen Religionsunterricht übernahm vom 22. Februar an Kaplan Bretzel anstelle des an die Lateinschule in Amöneburg versetzten Kaplans Büchel, der ihn seit Ostern erteilt hatte.
Von den der Schule zugeteilten, aber beurlaubten Studienassessoren schieden aus: Bernhard Mohr und Karl Storz.
Erkrankungen machten vielfache Vertretungen not- wendig. So mußte Studienrat Mondon bis Mitte Mai den Unterricht aussetzen; er wurde von dem Lehrer- kollegium verteten. Für Studienrat Dr. Melchers, der von den Sommer- bis zu den Herbstferien fehlen mußte, wurde Studienreferendar Karl Schneider von der hiesigen Oberrealschule I zur Vertretung überwiesen. Studienrat Menges konnte infolge andauernder und wiederholter Erkrankung überhaupt nur im August und September Dienst tun. Zu seiner Vertretung war zuerst Studienassessor Wilhelm Müller, nachher Studien- assessor Dr. Scheibel überwiesen. Auch Studienrat Dr. Krüger mußte im Winterhalbjahr längere Zeit den Unterricht aussetzen; er wurde vom Lehrerkollegium vertreten. Mit Schluß des Schuljahres verlassen uns die Studienassessoren Sieg und Wiepken, ersterer, um eine Studienratsstelle an der Oberrealschule in Köln-Kalk anzutreten, letzterer, um an die Realschule zu Elsflett in seiner oldenburgischen Heimat überzugehen. Der Dank der Schule und. die besten Wünsche begleiten sie in ihren neuen Wirkungskreis.
Studienrat Dr. Knatz unternahm im erbst eine fünfwöchige Studienreise nach Spanien. An pädagogischen Prüfungen war Studienrat Dr. Hollstein beteiſigt, an den Mittelschullehrerprüfungen die Studienräte Mondon, Dr. Hollstein und Dr. Dippel, an der Zeichenlehrer- prüfung Oberschullehrer Cohrs.
b) Die Tätigkeit des Oberstudienrats Dithmar erstreckte sich auf die Vertretung des Direktors, die Erledigung der statistischen Aufstellungen und Rechnungs- sachen und auf die Jugendfürsorge; auch war ihm die allgemeine pädagogische Unterweisung der Studien- referendare anvertraut.
c) Der Lehrerausschuß setzte sich aus den Studien- räten Dr. Krüger, Dr. Kugel, Gensch, Dr. Köhler und Lehmann zusammen.
d) Mit der Ausbildung der Studienreferendare waren außer Oberstudienrat Dithmar die Studienräte Mondon, Dr. Freiling, Lic. Bach und Dr. Melchers betraut. Studienreferendar Wiegand bestand die pädagogische Prüfung im Herbst, Studienreferendar Steinbock zu Ostern; ersterer ging alsdann an das Lyzeum in Fulda über.
4. Bericht über die Schüler. a) UÜbersicht über die Zahl der Schüler s. S. 12.
b) Betreffs des Ubergangs auf andere Schulen oder
zu praktischen Berufen vergl. 4 a Nr. 3 a und 6 a. —,, d), e), s. S. 13. f) Von allen Turnübungen waren befreit aus Olb
1. S. 1, i. W. 2, III a i. S. 1, i. W. 1, UIIhb i. S. 1, i. W. 1, OQlIla i. S. 3, i. W. 2, Ollb i. S. 1, i. WM. 1, IIIIb i. S. 2, O IIIb i. W. 1, IVa i. W. 1, VIa i. W. 1.
Vom Religionsunterricht waren befreit 6 Schüler.
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9) An dem freiwilligen Unterricht beteiligten sich (die in Klammern stehenden Zahlen bezeichnen die Teil- nehmerzahl im Winter): Ol und UI Deutsch 4(4), Philosophie 10(10), Englisch 19(19), Geschichte 11(10), Kunstgeschichte 10(8), Erdkunde 18(15), Mathematik 8 (8), Physik 14(12), Chemie 17(17), Spanisch 9(8), OIll a Physik 13(12), OIIb Physik 14(14), Chemie OII 15(18), Spanisch 3(1), außerdem an einer freien Arbeitsgemein- schaft in Religion im Winterhalbjahr 5 Schüler. Instru- mentalunterricht 20(22) Schüler aus Ol—UIlI. Werk- unterricht: Papparbeiten, Buchbinden, Holz- und Metall- arbeiten 25(26) aus Ol—V und 22(12) Schüler aus V und VI an Papparbeiten.
h) Der Schülerausschuß trat unter dem Vorsitz des Oberprimaners Krause und seit Anfang März unter dem des Unterprimaners Pohl seinen Satzungen ent- sprechend jeden Monat mindestens einmal zusammen. Berater war wie bisher Studienrat Dr. Dippel. Der Ausschuß Sorgte wie im Vorjahre für die Ordnung im Schulhause. ie Milchküche, die in diesem Jahre auch oft für Klassenabende benutzt wurde, und der Fahrrad- raum unterstanden seiner Leitung. Er arbeitete für eine vorteilhafte Umgestaltung der Turngarderobe. Die Sommersonnenwendfeier und das Schulfest in der Stadt- halle erfreuten sich seiner regen Unterstützung. Auf Wunsch des Verbandes Kasseler Frauenvereine wurde wieder, wie in den Vorjahren, eine Weihnachtssammlung für dis ärmere Bevölkerung Kassels veranstaltet.
Turn-Ruder-Verein. Da mit dem Bau des neuen Bootshauses noch nicht begonnen werden konnte, war die Ausbildung der Ruderer stark beeinträchtigt. Um so mehr ist das Ergebnis des Stilruderwettbewerbs anzu- erkennen, der im ersten und zweiten Vierer und ebenso im Doppelzweier den Sieg brachte. Auch fiel dem Verein auf der Schülerregatta der Wanderpreis im Doppelzweier zu. In den Ferien wurden mehrere Wanderfahrten im Vierer und Zweier unternommen. Auf dem Sommerfest der Schule, dessen Reinertrag dem Grundstock für den Neubau des Bootshauses zufſoß, führte eine Riege neu- zeitliche Gymnastik vor. Innerhalb des Vereins wurden Wettkämpfe veranstaltet. Im Herbst wurde der Turn- betrieb wieder an zwei Nachmittagen in der Woche auf- genommen. Für die Ausbesserungen an den Rudergeräten wurde ein besonderer Arbeitsdienst eingerichtet. Die Abendunterhaltung des Vereins am 3. Februar bestand aus turnerischen Darbietungen, musikalischen Vorträgen des Schülerchors und des Schülerorchesters und einer Aufführung von Nolières Lustspiel„Der Liebhaber als Arzt“. Der ansehnliche Reinertrag soll gleichfalls für das Bootshaus verwandt werden, dessen Bau voraussicht- lich im kommenden Schuljahr ermöglicht werden kann.
V. D. A.-Schulgruppe. Im letzten. Schuljahr ist die Gruppe um 100 Mitglieder gewachsen, so daß die Zahl der Mitglieder jetzt 432 beträgt. Wie im Vorjahr steht die Gruppe damit der Mitgliederzahl nach an erster Stelle unter den Kasseler Schulen. Auf der Haupt- versammlung nach den Herbstferien wurde Unterprimaner Pohl zum Vorsitzenden gewählt. Vertrauenslehrer blieb Studienrat Dr. Bechtel, neu hinzu trat als Vertrauens- lehrer Studienrat Michel. Der V. D. A.-Arbeit dienten drei größere Versammlungen, bei denen Lichtbilder- Vorträge gehalten wurden, sowie eine größere Anzahl von Unterhaltungsnachmittagen im Winter. An der Hirsch- bergtagung des V. D. A.(Hauptversammlung) beteiligten sich 19 Schüler aus den Klassen Ol—Olll unter Führung


