Ausbildung nicht zum Abschluß gekommen war, ver- bindlich. Im Laufe des Sommers haben sich 54 Schüler freigeschwommen. 153 Schüler nahmen Dauerkarten für das Städtische Schwimmbad., und 28 Freikarten wurden an bedürftige Schüler ausgeteilt.
Zwei Anfängerkurse in der Reichskurzschrift leitete Studienrat Michel in der Zeit von August bis Weih- nachten. Es nahmen 45 Schüler aus den Klassen U3 bis 02 daran teil.
Eine Tanzstunde fand für die Unterprimaner in den Monaten Mai bis Juli bei Tanzlehrer Riebelinè statt.
3. Bericht über die Lehrer.
a) Infolge Errichtung einer dritten Sexta traten mit Beginn des Schuljahres Studienrat Michel(bisher am Realgymnasium II) und die Studienassessoren Förster, Riebeling und Sieg in das Lehrerkollegium ein. Studienassessor Dr. Petersen wurde zu Beginn des Schuljahres der Oberrealschule I, Studienassessor Dr. Besser zum Winterhalbjahr der Oberrealschule Il über- wiesen und durch Studienassessor Wiepken ersetzt. Studienassessor Dr. Köhler wurde Herbst zum Studien- rat ernannt.
Von den übrigen der Anstalt zugeteilten Studien- assessoren schieden aus: Dr. Marcus, der dem hiesigen Wilhelmsgymnasium überwiesen wurde, und Ansorge, der an die Aufbauschule in Usingen überging. Weiter be- urlaubt waren die Studienassessoren Dr. Merle zum Unterricht in der Reichswehr, Hermsdorff, Mohr, Schneider und Storz zum Unterricht an auswärtigen Privatschulen.
Studienrat Dr. Bechtel unternahm vom 3. Juli bis zum 14. August eine Studienreise nach England. Die notwendige Vertretung wie auch für den vier Wochen vor Weihnachten und 1 ½ Monate vor Schluß erkrankten Studienrat Menges übernahm das Lehrerkollegium. Durch Grippeerkrankungen wurde der Unterricht gegen Ende des Schuljahres mehrfach beeinträchtigt. An päda- gogischen Prüfungen war Studienrat Dr. Hollstein, viermal beteiligt, an den Mittelschullehrerprüfungen die Studienräte Mondon, Dr. Hollstein und Dr. Dippel, an der Zeichenlehrerprüfung Oberschullehrer Cohrs.
b) Die Tätigkeit des Oberstudienrats Dithmar er- streckte sich auf die Vertretung des Direktors, die Er- ledigung der statistischen Aufstellungen und Rechnungs- sachen und auf die Jugendfürsorge; auch war ihm die allgemeine pädagogische Unterweisung der Studien- referendare anvertraut.
c) Der Lehrerausschuß setzte sich aus den Studien- räten Dr. Krüger, Dr. Kugel, Gensch, Lehmann und Dr. Köhler zusammen.
d) Mit der Ausbildung der Studienreferendare waren außer Oberstudienrat Dithmar die Studienräte Mondon, Dr. Hollstein und Dr. Freiling betraut. Zur Ab- leistung des zweiten Vorbereitungsjahres waren über- wiesen die Studienreferendare Dr. Hofmann, Rohr- bach, Spring und Wiegand. Die drei ersten bestanden im Herbst die pädagogische Prüfung und verließen darauf die Anstalt.
4. Bericht über die Schüler.
a) Ubersicht über die Zahl der Schüler s. S. 11.
b) Betreffs des Ubergangs auf andere Schulen oder zu praktischen Berufen vergl. 4a Nr. 3a und 6a.
c), d), e), s. S. 12.
f) Von allen Turnübungen waren befreit aus O la
i. S. 1, UIb i. S. 1, OIla i. W. 1, OIIb i. S. 2, UIlb i. S. 1, i. W. 2, OlIIlc i. W. 1, UIIlla i. W. 1, Ulllb i. W. 2, Vb i. W. 1, VlIa i. S. 1, VIC i. S. 1, VIc i. S. 1.
Vom Religionsunterricht waren befreit je 1 Schüler in OQlb und UlIb.
g) An dem freiwilligen Unterricht beteiligten sich (die in Klammern stehenden Zahlen bezeichnen die Teil- nehmerzahl im Winter): Ol und UI Deutsch 15(16), Philosophie 15(11), Latein 4(3), Englisch 21(21), Geschichte 11(12), Mathematik 5(3), Ol Physik 9(9), Chemie 8(S). UI Physik 14(14), Chemie 11(12), Oil Physik und Chemie 15(14), Instrumentalmusik O— Olll 9(13), außerdem an einer freien Arbeitsgemeinschaft für Chemie im Winter 4 Schüler aus UI. Spanisch l 11(11), OII 16(10). Werkunterricht: Papparbeiten aus V— OIII 32(26), Buchbinden, Papp- und Holzarbeiten aus UIII— OIII 14(12). Holz- und Metallarbeit aus Ull und OII 10(7).
h) Der Schülerausschuß trat unter dem Vorsitz des Oberprimaners Wagener und nach Weihnachten unter dem des Unterprimaners Krause seinen Satzungen entsprechend jeden Monat einmal zusammen. Berater war wie bisher Studienrat Dr. Dippel. Der Ausschuß sorgte im Schulhause für genaue Durchführung der Hausordnung. Auch die Aufsicht in der Milchküche wurde von ihm übernommen. Unter seiner Mitwirkung wurden die Waschräume wieder mit Handtüchern und Seife versehen. Wie im vergangenen Jahre arbeitete er im Sommer an der Ausgestaltung des Schulfestes mit. An den Vorträgen der antialkoholischen Woche, die vom 26.— 30. Oktober in Kassel abgehalten wurde, nahmen Mitglieder des Ausschusses teil und berichteten darüber. Wie im letzten Schuljahr wurde auf Wunsch des Städtischen Jugendamtes eine Sammlung von Kleidungs- stücken, Spielsachen und Lebensmitteln vom Ausschuß veranstaltet, um armen Familien eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Leider hatte diese Sammlung nur geringen Erfolg.
Dem Turn-Ruder-Verein traten zu Beginn der Ruderzeit 10 neue Mitglieder bei. Die Gesamtzahl betrug 38. Auch in diesem Jahre kann der Turn-Ruder- verein eine Reihe Erfolge buchen. Den Prof.-König- Gedächtnis-Preis gewann er im Turnwettkampf mit drei andern Kasseler Schulen zum zweiten Male und damit endgültig. Im Sommer trainierten vier Vierermann- schaften. Eine von ihnen konnte in einem Rennen den zweiten Platz hinter dem besten und erfolgreichsten Jugendvierer Deutschlands, dem„Ersten Kieler Ruder- klub 1862“ belegen. In Essen gewann eine andere das Stilrudern gegen 150 Bewerber. Ferner errang der Verein einen 1. Preis auf der Regatta des R. C.„Kur- hessen“. Auch das Wanderrudern wurde nicht ver- nachlässigt. Vom Herbst an wurde wieder Dienstags und Donnerstags in der Schule geturnt. Für den Bau eines Bootshauses wurde im Laufe des Jahres eifrig gesammelt. Zu demselben Zweck veranstaltete der Verein auch eine Abendunterhaltung, die in jeder Hinsicht wohl gelang. Wir hoffen nunmehr, im Frühjahr 1926 den Grundstein zu legen.
Für die Turnspiele standen unserer Schule auch in diesem Jahre die Plätze zweier Sportvereine an einem Nachmittag von 3—6 Uhr zur Verfügung. Der Spiel- nachmittag war aufgabenfrei. Im Winter wurden statt der Spielstunden häufig Turnstunden angesetzt. Außer den monatlichen Wanderungen wurden in dem abgelaufenen Schuljahre mehrere größere Fahrten unternommen.


