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Am 16. März, nach der Morgenandacht, wurden in der Aula die 10 Abiturienten vom Direktor in feierlicher Weise entlassen. Der Schülerchor sang dabei das Lied„Nun ertönt die Abschiedsweise“ von Isenmann.
Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler: Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler war im ganzen zufriedenstellend.
Am 14. September verschied ein braver, hoffnungsvoller Schüler, der Untersekundaner Hans Scharfenberg, der einer Herzlähmung erlag. An der Beerdigung nahmen die Kameraden des all- gemein beliebten Knaben, viele seiner Lehrer und der Direktor teil.
Urlaub von Lehrern: Der Kandidat Fischer war im April, Mai und Anfang Juni beur- laubt. Er unterrichtete in dieser Zeit an einer höheren Privatschule. Oberlehrer Dr. Küster und Dr. Bubinger waren im April und Mai zu Offiziersübungen eingezogen.
verschiedenes: Am 28. Juni wohnte mit ministerieller Genehmigung der Oberlehrer Peer Tydell aus Gotenburg in Schweden je einer Unterrichtsstunde des Direktors, des Professors Zer- giebel und des Oberlehrers Askevold bei.
Anläßlich der Einweihung des Schulneubaus wurden von Seiner Majestät dem Könige fol- gende Auszeichnungen verliehen: Dem Berichterstatter der Königl. Kronenorden III. Klasse, dem Professor Dr. Wetzell der Rote Adlerorden IV. Klasse und dem Zeichenlehrer Allwohl der Königl. Kronenorden IV. Klasse.
Der Oberlehrer Askevold wurde im Dezember zum Professor ernannt, im Januar wurde ihm der Rang der Räte IV. Klasse verliehen.
Dem Schüler der Untersekunda b Hermann Kramer wurde von Seiner Majestät dem Könige durch Allerhöchsten Erlaß vom 22. Dezember 1913 die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr verliehen. Er hatte einen kleinen Knaben vom Tode in den Fluten der Fulda gerettet.
Zu Michaelis kam an die Stelle des in den Ruhestand getretenen Schuldieners Heinrich Schindehütte der Schuldiener Georg Hartung. Dem ersteren wurde von Seiner Majestät dem Könige das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.
Am 19. Januar war das neue Schulgebäude am Nachmittag zu allgemeiner Besichtigung geöffnet..
Am 20. Januar wurde blinder Feueralarm gegeben, um die Schüler an geordnetes und rasches Verlassen der Klassenzimmer bei etwaiger Gefahr zu gewöhnen. Die Anstalt stand nach knapp 2 Minuten geordnet auf dem Hofe.
Vor Weihnachten gelangte, wie immer, eine große Anzahl der vom Casseler Prüfungsaus- schuß für Jugendschriften übersandten Flugblätter„Auswahl empfehlenswerter Jugendlektüre“ zur Verteilung an die Schüler.
Das Lehrerkollegium war auch 1913 Mitglied des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.
Die Sammlung für die Kleinkinderschule, die, wie alljährlich, Professor Pietschker unter den Schülern veranstaltete, ergab 1913 den Betrag von 254,84 Mark.


