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Mit dem Beginn des neuen Schuljahres 1909 traten ein: 1. Oberlehrer Nolte“*, 2. Oberlehrer Camphausen“**, 3. Oberlehrer Dr. Degenhardt***, 4. Oberlehrer Dr. Heß**rr, ferner(über- wiesen vom Königl. Provinzialschulkollegium) die Kandidaten 5. Weidenbusch, 6. Benkert. 7. Paul, 8. Burmeister, 9. Dr. Steitz, 10. Peter(der hier nur in einigen Stunden beschäf- tigt war). 3
Die 10 neueingetretenen Herren begrüßte der Direktor in Gegenwart des Lehrerkollegiums und in den betreffenden Klassen herzlich und führte sie in ihre Amter ein.
Das Lehrerkollegium bestand also im Sommer 1909 aus folgenden Mitgliedern: 1. Di- rektor Dr. Dewitz, 2. Professor Dr. Hoebel, 3. Professor Dr. Wetzell, 4. Professor Zergiebel, 5. Professor Theisen(beurlaubt), 6. Professor Dr. Heuser, 7. Oberlehrer Schroeder, 8. Oberlehrer Hintz, 9. Oberlehrer Pietschker, 10. Oberlehrer Dr. Schläger, 11. Oberlehrer Weber, 12. Oberlehrer Dr. Gaebel, 13. Oberlehrer Laubert, 14. Oberlehrer Askevold, 15. Oberlehrer Nolte, 16. Oberlehrer Gaß, 17. Oberlehrer Merkel, 18. Oberlehrer Dr. Pfister, 19. Oberlehrer Dr. Heß, 20. Oberlehrer Camphausen, 21. Oberlehrer Dr. Degenhardt, 22. wiss. Hilfslehrer Weidenbusch, 23. Proband Benkert(wiss. Hilfslehrer), 24. Proband Paul (wiss. Hilfslehrer), 25. Seminarkandidat Burmeister(wiss. Hilfslehrer), 26. Seminarkandidat Dr.
* Friedrich Nolte, geb. 12. April 1877 zu Hameln, evang.-luth., erhielt Ostern 1895 das Zeugnis der Reife vom Gymnasium zu Hameln, studierte dann in Greifswald, Berlin und Göttingen hauptsächlich Theologie und bestand Ostern 1899 das erste theologische Examen in Hannover. Er war dann ein Jahr Institutslehrer in Bremen und zwei Jahre Mitglied des evang. Predigerseminars auf der Erichsburg in Hannover. Ostern 1902 bestand er die zweite theologische Prüfung in Hannover, studierte dann in Göttingen Geschichte und Deutsch und war von Ostern 1903 bis Michaelis 1904 wissensch. Hilfslehrer an der städt. Realschule in Delmenhorst i. O. Nachdem er im Februar 1905 die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen in Göttingen bestanden hatte, unterrichtete er an den Gymnasien in Goslar, Verden, Han- nover und Linden. Von Ostern 1906 an war er Oberlehrer an der Oberrealschule i. E. zu Lehe i. H. und trat am 1. April 1909 an die Oberrealschule II zu Cassel über.
—r Friedrich Carl Camphausen, geb. 9. Juni 1881 zu Barmen, evangelisch, bestand die Reifeprüfung am Gymnasium seiner Vaterstadt, studierte von 1899— 1905 in Göttingen, Heidelberg und Bonn Geschichte, Geographie und Deutsch, bestand am 3. Februar 1906 die Prüfung für das höhere Lehramt, war 1906— 1907 Mitglied des Königl. Seminars für gelehrte Schulen zu Breslau und versah zugleich eine Hilfslehrerstelle am dortigen Königl. Wilhelmsgymnasium. Das Probejahr leistete er 1907— 1908 an der Königl. evangel. Fürstenschule zu Pleß ab. Nach vierteljähriger Dienstzeit war er bis Ostern 1909 Hilfslehrer am Königl. Friedrichsgymnasium zu Breslau. Ostern 1909 trat er in das Lehrerkollegium der Oberrealschule II ein.
er Karl Hermann Degenhardt, geb. 27. August 1878 zu Cassel, evangelisch, bestand die Reifeprüfung am Königl. Friedrichsgymnasium seiner Vaterstadt zu Ostern 1897, studierte dann neuere Sprachen in Marburg, Berlin, München und Greifswald, wo er am 24. März 1905 auf Grund seiner Dissertation:„Die große Zwölfsilbler-Partie der Lothringer Handschrift F“ promoviert wurde. Die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen bestand er am 22. Juli 1906 in Greifswald. Sein Seminarjahr leistete er von Michaelis 1906— 1907 am Königl. Friedrichsgymnasium zu Cassel ab; während des Probejahres war er 8 Monate als deutscher Lehramtsassistent am lycée national zu Nancy tätig; den Rest des Probe- jahres verbrachte er zu seiner Ausbildung auf Reisen in England. Seit Michaelis 1908 wirkte er an der Oberreal- schule II zu Cassel als wissenschaftlicher Hilfslehrer.
rn Otto Heß, geb. 24. März 1882 zu Cassel, mosaisch, bestand die Reifeprüfung am Königl. Friedrichs- gymnasium in Cassel zu Ostern 1900. Er studierte in Heidelberg, München, Berlin und Marburg. Er bestand am 2. Februar 1906 in Marburg die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen, nachdem er vorher auf Grund seiner Dissertation: „Ober die Demonstration der Wärmeleitung in Platten“ zum Doktor promoviert worden war. Das Seminarjahr leistete er an der Klinger-Oberrealschule zu Frankfurt a. M., das Probejahr am Realgymnasium zu Cassel ab. Seit Ostern 1908 war er an der Oberrealschule II zu Cassel als wissenschaftlicher Hilfslehrer tätig.


