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der Rückmarsch angetreten. Vor dem festlich erleuchteten Schulgebäude fand das in jeder Hinsicht schön verlaufene Waldfest mit einem von dem Direktor ausgebrachten Hoch auf das deutsche Vaterland und dem gemeinsamen Gesang von„Deutschland, Deutschland über alles“ seinen Ab- schluß. Der in den Vorjahren mit den Unterklassen gemachte Versuch der Einführung alkohol- freier Erfrischungsgetränke wurde mit Erfolg auf die Tertien ausgedehnt.
Die Feier von Kaisersgeburtstag fand am 27. Januar, 9 Uhr, statt. Infolge des dan- kenswerten Entgegenkommens der Städtischen Behörden, die der Schule den großen Saal des Evangelischen Vereinshauses zur Verfügung gestellt hatten, konnten auch diesmal die Angehörigen unserer Schüler zu der Feier eingeladen werden. Die Beteiligung war wiederum eine sehr zahl- reiche. Als Vertreter der staatlichen Aufsichtsbehörde war Herr Königl. Provinzial-Schulrat Dr. Kaiser erschienen. In der Festrede schilderte Herr Oberlehrer Dr. Gaebel die Gewinnung der Ostmark durch den deutschen Ritterorden, die kriegerische Unterwerfung und die kulturelle Er- schließung des Landes, sowie den späteren Verfall des Ordens und das Vordringen des Polentums. Zum Schluß wurden die Verdienste Kaiser Wilhelms II. um die Erhaltung und Kräftigung des Deutschtums in der gefährdeten Ostmark hervorgehoben. Die vorgetragenen Dichtungen waren wieder von Herrn Professor Zergiebel ausgewählt und eingeübt worden. Die Feier, die mit einem Hoch auf den Kaiser ihren Abschluß fand, verlief nach folgender Ordnung:
1. Chorgesang: Hymne aus der Oper„Iphigenia auf Tauris“, von Chr. v. Gluck, für vierstimmigen Schülerchor,
Geigen und Pianoforte eingerichtet von E. Hoebel.— 2.„Des Deutschritters Avet, von Emanuel Geibel, vorgetragen von dem Sekundaner Karl Schmidt.— 3. Festrede: Herr Oberlehrer Dr. Gaebel.— 4. Chorgesang:„Deutsches Kaiserlied“, von E. Groschoff.— 5. a)„Des Kaisers Erntekranz“, von Martin Greif, vorgetragen von dem Tertianer Ferdinand Vergin: b)„Das steinerne Roß“, von Gerhard von Amyntor, vorgetragen von dem Primaner Hans Kugler: c)„Michel, horch, der Seewind pfeift'’. Preisgekröntes Flottenlied(1890) von Gottfried Schwab, vorge- tragen von dem Sekundaner Friedrich Klee: d)„Unser Bismarck“, von Ernst von Wildenbruch, vorgetragen von dem Quartaner Hans Mergard.— 6. Chorgesang:„Kaisers Geburtstag', von W. Rudnick, eingerichtet von E. Hoebel.— 7. Bruchstück aus dem Schauspiele„Die Quitzows“, von Ernst von Wildenbruch. Friedrich I. von Hohenzollern, Burggraf von Nürnberg, Markgraf von Brandenburg: Primaner Heinrich Dietrich: Dietrich von Quitzow: Primaner Karl Engelbach: Konfad Quitzow, sein Bruder: Primaner Wilhelm Richardt; Wend von Ileburg, Lausitzer Edelmann: Primaner Fritz Fenker; Thomas Wins, Bürgermeister von Strausberg: Primaner Arthur Schmahlfeldt.— 8. Kaiserhoch und Nationalhymne.
Am Nachmittage beteiligten sich der Direktor und ein Teil des Kollegiums an dem Fest- essen der Zivil-Behörden..
Aus Anlaß der Silberhochzeit des Kaiserpaares fand am 27. Februar, 9 Uhr, eine gemeinsame Schulfeier statt. In der Festrede schilderte der Direktor das glückliche Familienleben in der kaiserlichen Familie und wies darauf hin, wie dieses Eheglück nicht nur dem ganzen Lande ein weithin leuchtendes Vorbild gebe, sondern wie auch Kaiser und Kaiserin aus ihm immer aufs neue wieder die Kraft schöpfen für die hingebende Arbeit an dem Wohle unseres Volkes. Die Vor- tragsfolge für die Feier lautete:
1. Choral:„Jesu, geh voran“, Str. 1 u. 2.— 2. Ansprache: Der Direktor.— 3. Chorgesang:„Der Herr ist mein
HHirt“(Psalm 23), für vierstimmigen Schülerchor, von B. Klein.— 4. Gedichtvorträge: a)„An Deutschland“, von Hermann Ernst(Karl Schmidt IIb): b)„Hohenzollernlied“, von Karl Gerok(Max Heil IIa).— 5. Chorgesang: Zur silbernen Hochzeitsfeier des Kaiserpaares,„Freude erhebet“, vierstimmig von W. Tschirch.— 6. Gedichtvortrag: „Die Kinderstube der Königin Luiset, von J. G. Görnandt(Erich Meier Va).— 7. Choral:„Nater, kröne du mit Segen“, Str. 1.
Zu der Flottenspende, die die Schüler der höherer Schulen dem Kaiser zur Silberhochzeit überreichten, trugen die Realschüler 83,50 M. bei.


