Jahrgang 
1906
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höheren Schulen erwerben durch den Eintrag in die Kandidatenliste des Provinzial-Schulkollegiums den Charakter als unmittelbare Staatsbeamte.

Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 25. Mai 1905: Der Vormittagsunterricht soll bis auf Weiteres auch während der Monate Juni, Juli und August um 8 Uhr beginnen.

Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 7. Juni 1905: Im Auftrage des Herrn Unterrichtsministers wird der Allerhöchste Erlaß vom 26. November 1900 betr. Weiterführung der Reform der höheren Schulen übersandt::

Bezüglich der Berechtigungen ist davon auszugehen, daß das Gymnasium, das Realgymnasium und die Oberrealschule in der Erziehung zur allgemeinen Geistesbildung als gleich- wertig anzusehen sind und nur insofern eine Ergänzung erforderlich bleibt, als es für manche Studien und Berufszweige noch besonderer Vorkenntnisse bedarf, deren Vermittelung nicht oder doch nicht in demselben Umfange zu den Aufgaben jeder Anstalt gehört. Dementsprechend ist auf die Ausdehnung der Berech- tigungen der realistischen Anstalten Bedacht zu nehmen. Damit ist zugleich der beste Weg gewiesen, das Ansehen und den Besuch dieser Anstalten zu fördern undso auf die größere Verallgemeinerung des realistischen Wissens hinzuwirken.

Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 1. November 1905: Das PlakatDeutsch- lands Seemacht von Dr. Rassow wird der Anstalt im Auftrage des Herrn Unterrichtsministers als Geschenk überwiesen. 3

3. Ministerial-Erlaß vom 9. Dezember 1905: Das BuchIm Kampf um die Saalburg, eine Geschichte

von der römisch-germanischen Grenze für die reifere Jugend, von Blümlein, wird empfohlen.

Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 13. Dezember 1905: Das BuchEin Besuch in Kiel von B. Otto wird als Geschenk überwiesen. Ministerial-Erlaß vom 21. Dezember 1905: Das BuchDeutschlands Seegeltung von Scheel wird als für die reifere Jugend geeignet empfohlen. 3

Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 28. Dezember 1905: Der Herr Unterrichts- minister hat den Ausbau der hiesigen städtischen Realschule zu einer Oberrealschule genehmigt. Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 7. Januar 1906: Die Ferienordnung für das Schuljahr 1906/07 wird festgesetzt wie folgt:

Schluss: Anfang: Ostern 1906 Sonnabend, den 7. April, Dienstag, den 24. April, Pfingsten. Freitag, den 1. Juni, Donnerstag, den 7. Juni, Sommer Freitag, den 6. Juli, Dienstag, den 7. August, Michaelis Sonnabend, den 29. September, Dienstag, den 16. Oktober, Weihnachten Sonnabend, den 22. Dezember, Dienstag, den 8. Januar, Ostern 1907 Sonnabend, den 23. März, Dienstag, den 9. April.

Ministerial-Erlaß vom 12. Februar 1906: Die Schüler sollen auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden, in welche sie bei dem Herannahen von Automobilen durch Unachtsamkeit, übertriebene Neugierde oder leicht- sinnigen Wagemut geraten können.

2. Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 10. März 1905: Das BuchSchule

und Alkoholismus von Sladeczek wird empfohlen.

III. Jahresbericht.

Das laufende Schuljahr begann am 1. Mai 1905 mit der Aufnahmeprüfung von 126 an-

gemeldeten Schülern und schließt am 7. April 1906. Die Pfingstferien dauerten vom 11. bis zum 14. Juni, die Sommerferien vom 9. Juli bis zum 7. August, die Herbstferien vom 1. bis zum 15. Ok- tober und die Weihnachtsferien vom 24. Dezember 1905 bis zum 8. Januar 1906.

Die Verwaltungs-Kommission der Realschule bestand aus dem Herrn Oberbürgermeister

Müller als Vorsitzenden, den Herren Stadtschulrat Bornmann, Stadtrat Schoppach und Kom-