von Hubatsch. Belehrungen über die persönlichen Verhältnisse der Dichter sowie über die poetischen Formen und Gattungen. Auswendiglernen und Vor- tragen von Gedichten und Stellen aus Dramen, nach dem Kanon.— Ablaut, Umlaut, Brechung. Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, darunter in jedem Vierteljahre ein Klassenaufsatz. In a: Obl. Dr. Koniecki; in b: Prof. Dr. Krefsner.
Aufsätze: In a: 1) Das Tierleben im Frühling. 2) Der Kampf zwischen lIvo und dem Landgrafen.(Er- zählt von einem Begleiter des letzteren.)(Klassen- aufsatz). 3) Die Erlebnisse der Knappen des Drachen- töters. 4) Die Schlegler im Kampfe mit Eberhard dem Greiner. 5) Wie kommt es zum Angriffe Solimans auf Sigeth?(Klassenaufsatz.) 6) Körners Zriny. Eine Inhaltsangabe. 7) Griechische Kultur, geschildert nach dem 1. Gesange der Odyssee.(Klassenaufsatz.) 8) Warum kann man den Rhein den bedeutendsten der deutschen Ströme nennen? 9) Der grosse Kurfürst, der Retter deutscher Ehre.(Klassenaufsatz.) 10) Die Heimkehr des Odysseus(Klassenaufsatz).
In b: 1) Der Sänger in den Gedichten unseres Lese- buches. 2) Der Kaplan erzählt dem Erzbischof von Mainz sein Zusammentreffen mit dem Grafen von Habsburg. 3) Zusammenfassende Inhaltsangabe der Schillerschen Ballade„Der Taucher“.(Klassenaufsatz.) 4) Frau Tamm. 5) Der doppelte Kampf des Ritters in Schillers: Der Kampf mit dem Drachen. 6) Inhalts- angabe des ersten Aufzuges in Körners Zriny.(Klas- senaufsatz.) 7) Beschreibung eines Bildes in unserer Klasse(Landsknechte). 8) Sigeths Belagerung und Fall(nach Körners 1lir).(Klassenaufsatz.) 9) Der Mensch verglichen mit dem Baum. 10) Odysseus bei den Phäaken. 11) Die schmückenden Beiwörter des Odysseus in Homer und ihre Berechtigung(Klassen- aufsatz).
Kürzere Ausarbeitungen: In a: 1) Deutsch: Des Knappen erster Sprung in das Meer(Taucher). 2) Naturbeschreibung: Die Familie der Gräser. 3) Engſisch: Macbeth. 4) Geschichte: Die Verfassung des deutschen Reiches nach dem westfälischen Frieden. 5) Physik: Das archimedische Prinzip. 6) Französisch: Ein Gang durch Paris. 7) Französisch: Welche Ereignisse aus der frühesten Jugend des kleinen Dingsda haben den gröfsten Eindruck auf ihn gemacht? 8) Physik: Die Wasserpumpe und die Feuerspritze. 9) Englisch: Er- lebnisse eines Seekadetten auf der ersten Heimreise. 10) Geschichte: Geschichte der schwedischen Be- sitzungen in Deutschland. 11) Naturbeschreibung: Der Bandwurm. 12) Erdkunde: Die oberrheinische Tiefebene.
In b: 1) Englisch: Das grofse Feuer in London. 2) Naturbeschreibung: Die Bestäubung des, Lerchen- sporns. 3) Geschichte: Der Bauernkrieg. 4) Physik: Die Rollen. 5) Französisch: Admiral Truguet und der Page. 6) Deutsch: Welche Charakterzüge erkennen wir an Soliman?(nach Körners Zriny). 7) Physik: Das Grundgesetz des Archimedes. 8) Erdkunde: Die Gletscher. 9) Französisch: Welche Beziehungen be- stehen zwischen Joseph und Pinacle? 10) Englisch:
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Die erste Heimreise eines Seekadetten. 11) Deutsch Odysseus bei den Cyklopen. 12) Naturbeschreibung Der grüne Süsswasser-Polyp.
Französisch: 6 Std. w. Gelesen wurden im S. in a und
b Gedichte von Lafontaine, Béranger, Hugo und Coppée aus der Auswahl von Gropp und Hausknecht, im W. in a: Le petit Chose von Daudet(Kühtmannsche Aus- gabe), in b: Erekmann-Chatrian, Histoire d'un Conscrit (Rengersche Ausgabe). Sprechübungen im Anschlufs an den Lesestoff, an Vorkommnisse des täglichen Lebens und unter Benutzung der unmittelbaren An- schauung, in a auch: Paris im Anschlufs an den Rengerschen Plan Pittoresque. Fortgesetzte Er- weiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Aus- wendiglernen von Gedichten nach dem Kanon.— Hauptgesetze der Syntax: Infinitiv, Partizipien, Ge- rundium; Geschlechtswort und Hauptwort, nach Striens Schulgrammatik. Wiederholung des grammatischen Stoffes aus früheren Klassen. Übungen im öber- setzen aus dem Deutschen nach Striens Lehrbuch, III. Alle 8 Tage eine schriftliche Arbeit ins Reinheft (Haus- und Klassenarbeiten): Übersetzungen, Diktate, Beantwortung französisch gestellter Fragen, gramma- tische Ubungen, freie Arbeiten. In a: Obl. Zergiebel; in b: der Direktor.
Englisch: 4 Std. w. Gelesen wurde: Bube, Stories for
the Schoolroom(Freytag'sche Ausgabe). Leseübungen. Sprechübungen im Anschlufs an das Gelesene, an Verhältnisse des täglichen Lebens und an die Um- gebung. Erweiterung des Wortschatzes. Ubung im Vortragen von auswendig gelernten Gedichten nach dem Kanon.— Wiederholung des grammatischen Stoffes der Tertia. Syntax des Zeitworts, insbesondere die Rektion der Zeitwörter, die Lehre von den Hülfs- zeitwörtern, dem Infinitiv, dem Gerundium und dem Partizip, sowie von dem Gebrauche der Zeiten und Aussageformen nach Deulschbein- Willenbergs Leitfaden, Teil II. Übungen im Übersetzen aus dem Deutschen. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit(Haus- und Klassenarbeiten abwechselnd) ins Reinheft: Über- setzungen, Diktate, Umwandlungen, Nacherzählungen aus dem Gedächtnis. In a und b: Obl. Theisen.
Geschichte: 2 Std. w. Deutsche Geschichte vom Aus-
gange des Mittelalters bis zum Regierungsantritte Friedrichs des Grofsen, insbesondere brandenburgisch- preufsische Geschichte, nach Jäniche. Aufserdeutsche Geschichte insoweit, als zum Verständnis der deutschen erforderlich. Einprägung von Jahreszahlen und Wiederholungen der früher gelernten. In a: Obl. Dr. Koniecki; in b: im Sommer: Prof. Dr. Pohler, im Winter: Oberlehrer Pietschker.


