Jahrgang 
1902
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nung von Dreiecken. d) Raumgeometrie: Die ein- fachen Körper nebst Berechnung von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten. Alle 14 Tage abwechselnd Haus- und Klassenarbeiten. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Obl. Dr. Wetzell.

Physik: 2 Std. w. Die einfachsten Erscheinungen aus der Lehre vom Magnetismus und der Elektrizität, der Akustik und Optik in experimenteller Behandlung, nach Koppe-Husmann, Anfangsgründe der Physik und Chemie. Zusammenfassende Bemerkungen zur Wetter- kunde. In a: Obl. Schröder; in b: Obl. Dr. Wetzell.

Chemie und Mineralogie: 2 Std. w. Die wichtigsten Elemente und ihre hauptsächlichsten, besonders anorganischen Verbindungen. Grundgesetze derChemie. Stöchiometrische Aufgaben. Die wichtigsten Kristall- formen, die physikalischen Eigenschaften und die chemische Zusammensetzung, die geologische und technische Bedeutung der wichtigsten Mineralien, nach Koppe-Husmann, Anfangsgründe der Physik und Chemie. In a: Obl. Schröder; in b: Obl. Dr. Wetzell.

Naturbeschreibung: 2 Std. w. Im Sommer: Pflanzen- kunde. Einiges aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen, sowie über Kryptogamen und Pflanzenkrank- heiten, nach Bail, Botanik II. Im Winter: Tierkunde. Anatomie und Physiologie des Menschen und Einiges über Gesundheitspflege, nach Bail, Zoologie II. Übungen im schematischen Zeichnen. In a: Prof. Dr. Hoebel; in b: Obl. Dr. Wetzell.

Freihandzeichnen: 2 Std. w. Zeichnen nach plastischen Ornamenten einschliefslich der Beleuchtungserschei- nungen, auch Malen von modernen Gefässen, Geräten und andern Gebrauchsgegenständen, sowie von Früch- ten, Vögeln ufw. nach der Natur. Skizzier- u. Gedächt- nisübungen. In a und b: Zeichenlehrer Allwohl.

Linearzeichnen: 2 Std. w. Kristall- und mathematische Körper in schiefer und senkrechter Parallelprojektion in verschiedenen Stellungen, mit Schnitten, Abwick- lungen und Durchdringungen. Anlegen mit Tusche und Farben. In a und b: Obl. Schröder.

Vom Religionsunterricht befreit waren im S. kein Schüler, im W. 42 Konfirmanden.

Der katholische Religionsunterricht wurde für die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der Realschule gemeinsam in fünf Abteilungen erteilt; die Sexta der Realschule nahm teil an Abteilung V, die Quinta und Quarta an Abteilung IV, die Tertia und Sekunda an Abteilung III, die Prima an Abteilung II.

Abteilung V: 3 Std. w. 1. Hauptstück des Katechismus. Biblische Geschichten des Alten Testamentes bis Moses.

Aus dem Neuen Testament die Jugend- und Leidens- geschichte Jesu. Gebete. Kirchenlieder.

Abteilung IV: 2 Std. w. 3. Hauptstück des Katechismus. Wiederholung des 1. Hauptstücks. Biblische Geschichten des Neuen Testamentes: Das öffentliche Leben Jesu. (Biblische Geschichten von Schuster). Kirchenlieder.

Abteilung III: 2 Std. w. Mitteilungen aus der Kirchen- geschichte nach dem Leitfaden von Dreher. Wiederholung der Glaubenslehre.

Abteilung II: 2 Std. w. Die Apologetik nach dem Leit- faden von Dreher. Kaplan Weber.

Der israelitische Religionsunterricht wurde für die Klassen IIIVI der Realschule(gemeinsam mit den ent- sprechenden Klassen der Oberrealschule) in 2 Std. wöch. erteilt.

Biblische Geschichte von der Eroberung des Landes bis David. Nachbiblische Geschichte: Die Geschichte der Juden in Deutschland in Lebensbildern. Religionslehre: Glaubenslehre. Festtage. Mehrere Psalmen wurden er- klärt und auswendig gelernt. Seminarlehrer Katz.

Vom Zeichnen befreit war 1 Schüler.

Die Anstalt besuchten im Sommer 408, im Winter 403 Schüler; von diesen waren vom Turnen befreit:

Von einzelnen bungen.

Vom Turnunter- richte überhaupt.

Auf Grund ärztlichen Zeugnisses: im S. 14, im W. 17ſim S. 5, im W. 9 aus anderen Gründen: im S. 14, im W. 171im S. 5, im W. 9 also von der Gesamtzahl! im S. 3,4% im S. 1,2% der Schüler im W. 4,2% im W. 2,2%.

Der Turnunterricht fand in der Turnhalle der Anstalt statt, die gleichzeitig von der Bürgerschule 9 be- nutzt wird. Nachdem ein Teil des Turnunterrichts der Bürgerschule anderweitig untergebracht war, gelangte von Ostern 1901 ab der dreistündige Turnunterricht für alle Klassen der Realschule zur Durchführung. Es bestanden 10 Abteilungen und eine Vorturner-Abteilung. Zur kleinsten Turnabteilung(III b) gehörten 30, zur gröfsten(VI b) 48 Schüler.

UÜUbungs stoff: für VI und V: Einfache Frei- und Ordnungsübungen. Gemeinturnen: Klettern, Steigen, Frei- und Bockspringen, leichte Hang- und Stützübungen; für IV und III: Einfache Stab- und Hantelübungen, Marsch-, Frei- und Ordnungsübungen, Gemeinturnen an allen Ge- räten; für II und I: Eisenstab- und Hantelübungen, schwierigere Frei- und Ordnungsübungen. Gemein- und Riegenturnen an allen Geräten. Turnspiele, soweit wegen des Mangels eines Spielplatzes möglich.

zusammen