Jahrgang 
1898
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lehre. Der einfache und erweiterte Satz, sowie das Notwendigste vom zusammengesetzten Satze. Diktate (Rechtschreibe- und Zeichensetzungsübungen) in der Klasse. UÜbungen im mündlichen Nacherzählen; schriftliches Nacherzühlen, im ersten Halbjahre nur in der Klasse, im zweiten auch als Hausarbeit. Wöchentlich eine schriftliche(Klassen- oder Haus-) Arbeit. Erzählungen aus der sagenhaften Vor- geschichte der Griechen und Römer. Prof. Dr. Pohler.

Französisch: 6. Std. w. Erweiterte Beschreibung einiger Jahreszeitenbilder von Hölzel. Ausgewählte Lese- stücke aus dem französischen Lesebuche von Karl Kühn(Unterstufe). Auswendiglernen einiger Gedichte. Gewinnung von Sprachstoff durch Verarbeitung des Lesestoffs und durch Sprechübungen über die nähere und weitere Umgebung und die Hölzelschen Bilder. Im Anschluls an den Anschauungs- und Lesestoff grammatische Übungen: Formenbildung der regel- mäſsigen und der gebräuchlichsten unregelmäſsigen Zeitwörter, nebst den hauptsächlichsten Bildungs- gesetzen. Zusammenstellung der Formen. Das Wichtigste über Fürwörter, Zahlwörter, über die Formen der Hauptwörter, Eigenschaftswörter, Um- standswörter. Schriftliche Arbeiten: Diktate, Nieder- schriften aus dem Gedächtnisse, Beschreibungen des Anschauungsstoffes, Antworten auf französisch ge- stellte Fragen, grammatische Übungen, wöchentlich eine Arbeit. Oberlehrer Dr. Krefsner.

Erdkunde: 2 Std. w. Physische und politische Erdkunde Deutschlands unter Benutzung von Daniels Leitfaden. Weitere Einführung in das Verständnis des Reliefs, des Globus und der Karten. Entwerfen von einfachen Kartenskizzen an der Wandtafel und im Hefte. Im S. w. H. Wagner, im W. w. H. v. Hanxleden.

Rechnen: 5 Std. w. Die Bruchrechnung(gewöhnliche Brüche). Einfache Regeldetri mit ganzen Zahlen und Brüchen. Teilbarkeit der Zahlen und iibungen im Zerlegen derselben. Die deutschen Malse, Gewichte

und Münzen. Obl. Dr. Schreiber.

Naturbeschreibung: 2 Std. W. Im Sommer: Pflanzen- kunde. Vergleichende Beschreibung einheimischer Pflanzen mit deutlich sichtbaren Blütenteilen. Er- läuterung der Begriffe Gattung, Art, Abart. Bail, Botanikl. Anlegung einer Pflanzensammlung. Zeichnen von einfachen Pflanzenteilen. W. H. Wagner. Im Winter: Tierkunde. Vergleichende Beschreibung von Säugetieren, Vögeln und einigen wichtigen Rep- tilien, Amphibien und Fischen. Gattung, Art. Grund- züge des Knochenbaues der Wirbeltiere. Bail, Tier- kunde I. Zeichnen von einfachen Körperteilen. W. H. v. Hanxleden.

Zeichnen: 2 Std. w. Zeichnen einfacher ebener gerad- und krummliniger Gebilde nach Wandtafeln, mit Übungen im Abändern der vorgeführten Formen und erläutert durch Zeichnungen des Lehrers. Zeichenl. Allwohl.

Sexta. Klassenlehrer: Herr Professor Dr. Pohler.

Religion: 3 Std. w. Biblische Geschichten des Alten Testaments bis zur Teilung des Reiches, nach Preuſs. Vor den Hauptfesten auch die betr. Geschichten des Neuen Testamentes. Durchnahme und Erlernung des 1. Hauptstückes mit Luthers Auslegung, ferner ein- fache Worterklärung des 2. und 3. Hauptstückes ohne dieselbe. Sprüche und 4 Kirchenlieder. Zeichenl. Allwohl.

Deutsch und Geschichtserzüählungen: 5 Std. w. Aus- gewählte Gedichte und Prosastücke(Fabeln, Märchen, Erzählungen aus der vaterländischen Sage und Ge- schichte) aus dem Lesebuche von Ferdinand Schmidt I. Übung im Lesen und Nacherzählen, Vortrag auswendig gelernter Gedichte. Redeteile und Glieder des ein- fachen Satzes. Formenlehre des Hauptwortes und des Zeitwortes. Rechtschreibübungen; wöchentlich ein Diktat in der Klasse. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte von Wilhelm I. bis zu Karl dem Grofsen. Prof. Dr. Pohler.

Französisch: 6 Std. w. Lautliche Schulung mit Benut- zung von Lauttafeln. Anfangsunterricht auf Grundlage der Anschauung im Anschlufs an die nächste Um- gebung(Schulzimmer), an Vorkommnisse im täglichen Leben und an die Hölzelschen Bilder(Jahreszeiten). Daneben kleine Erzählungen und Gedichte(auch sangbare Lieder) aus dem Französischen Lesebuche von Karl Kühn. Im Anschluls an den Anschauungs- und Lesestoff Sprechübungen und Einübung der Gram- matik: Hauptwort in Verbindung mit dem Geschlechts- worte und Eigenschaftsworte in der Einzahl und Mehrzahl, Verschmelzung von de und à mit dem be- stimmten Artikel, die Zahlwörter(Lösung kleiner Rechenaufgaben), Übung des Subjekts- und Objekts- kasus. Konjugation der Hilfszeitwörter avoir und être sowie der Zeitwörter auf-er. Schriftliche Arbeiten (vom 2. Vierteljahr an): Antworten auf französisch gestellte Fragen, freie Sätze über die Bilder, Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, Verbformen, Hausarbeiten. Wöchentlich eine Arbeit ins Reinheft. Der Direktor.

Erdkunde: 2 Std. w. Heimatkunde von Cassel und Um- gebung; der Reg.-Bez. Cassel. In Anlehnung daran Grundbegriffe der physischen und mathematischen