Jahrgang 
1895
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und Nachlesen einzelner Abschnitte in der Bibel. Dazu Psalmen und Stücke aus Hiob. Katechismus: Wieder- holung des vorhergchenden Lehrstoffes nebst den dazu gehörenden Sprüchen. Erweiternde Erklärung und Wiederholung des 4. und 5. Hauptstückes. Kirchenlieder und einzelne wertvolle Liederstrophen. Dr. Krelsner.

Deutsch. 3 St. w. Zusammenfassender Überblick über die wichtigsten der deutschen Sprache eigentümlichen gram- matischen Gesetze, mit besonderer Berücksichtigung der Nebensätze. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke(Lesebuch von Schmidt II), Belehrungen über die poetischen Formen, soweit zur Erläuterung der Ge- dichte erforderlich. Auswendiglernen von Gedichten nach dem für die Schule aufgestellten Kanon. Alle 14 Tage eine Arbeit in das Reinheft(häusliche Aufsätze, Klassenaufsttze, Diktate, UÜbersetzungen aus der fremd- sprachlichen Lektüre). Dr. Krelsner.

Französisch. 6 St. w. Wiederholung des früheren Unter- richtsstoffes. Gelesen wurden die schwierigeren Stücke aus Kühns Lesebuche und Gedichte aus der Sammlung von Benguerel. Sprechübungen im Anschluſs an den Lese- und Sprechstoff und an die Preignisse des täglichen Lebens. Nacherzählen von Geschichten, Auswendig- lernen von Gedichten. Grammatik: Gebrauch der Hilfs- zeitwörter avoir und ôtre; das Wichtigste über den Gebrauch der Zeiten; Indikativ, Konjunktiv, Infinitiv, Particip, im Anschluſs an den Lese- und Sprechstoff. Die schriftlichen Arbeiten waren meist Klasseparbeiten und bestanden in Diktaten, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, Antworten auf französisch gestellte Fragen, Inhaltsangaben und grammatischen Ubungen. Dr. Krofsner.

Englisch. 5 St. w. Einübung der englischen Laute mit Benutzung der Lauttafel, Anfangsunterricht auf Grund- lage der Anschauung im Anschluls an die nächste Um- gebung, und an den Lese- und Lernstoff aus dem englischen Lesebuche von VFielor und Dörr. Im Anschluls hieran Einübung der Grammatik: Zahl- wörter; das Wichtigste aus der Formenlehre des Zeit- wortes; Praesens und Imperfectum der umschreibenden Konjugation(Dauerform); Passiv; modale Hilfszeitwörter; Einübung der im Lesestoffe vorkommenden unregelmäſsigen Zeitwörter; Frage und Verneinung; regelmäſsige Ab- wandlung des Hauptwortes in Aussprache und Schrei- bung; Adjektiv(Steigerung); Bildung des Adverbs; Fürwörter. Das Wichtigste aus der Satzlehre. Wöchent- lich eine schriftliche Arbeit ins Reinheft vom Eude des 1. Vierteljahres an: Diktate, Niederschriften aus dem Gedächtnisse, Beantwortung engl isch gestellter Fragen, Bildung von Fragen, Übungen nach grammatischen Ge- sichtspunkten, Umwandlungen, Formen. Dr. Quiehl.

Geschichte. 2 St. w. Kurzer UÜberblick über die west- römische Kaisergeschichte vom Tode des Augustus an; deutsche Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters. Auſserdeutsche Geschichte, soweit zum Verständnis der deutschen notwendig. Wiederholungon aus der alten Geschichte(nach Andrä). Dr. Krefsner.

Erdkunde. 2 St. w. Physische und politische Erdkunde von Amerika und Afrika. Wiederholung der physi- kalischen Erdkunde von Deutschland(nach Daniels Leitfaden). Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heften. Dr. Schreiber.

Mathematik. 6 St. w. a) Arithmetik. 3 St. w. Die 4 Grundrechnungsarten mit absoluten und algebraischen Zahlen. Einfachere Gleichungen 1. Grades mit An- wendungen auf Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben und dem sog. kaufmännischen Rechnen. Wiederholungen aus der Bruch- und Dezimalrechnung. b) Plani- metrie. 3 St. w. Die Lehre vom Kreise. Flächen- gleichheit und Berechnung gradliniger Figuren. Geo- metrische Orter. Konstruktionsaufgaben. Prof. Dr. Hoebel.

Naturbeschreibung. 2 St. w. a) Im Sommer: Pflanzen- kunde. Beschreibung von Hauptvertretern der Familien der einheimischen Pflanzenwelt mit Rücksicht auf die Pr- kennung des natürlichen Systems der Blütenpflanzen. UÜbungen im Zeichnen. Pflanzensammlung. Bail, Bo- tanik II. b) im Winter: Tierkunde. Niedere Tiere mit besonderer Berücksichtigung der Gliedertiere. Ubungen im Zeichnen. Bail, Zoologie II. Dr. Schreiber.

Zeichnen. 2 8t. w. Das Flächenornament in allmählich schwieriger werdenden Motiven. Ausführung in Farbe. Theoretisch-praktische Anleitung dazu. Allwohl.

Quarta. Klassenlehrer: Herr Zeichenlehrer A Ilwohl.

Religion. 2 St. w. Das Allgemeinste von der Einteilung der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. UÜbang im Aufschlagen von Sprüchen. Wiederholung der Geschichten des Alten und Neuen Testamentes und Erweiterung der Kenntnis des Neuen Testamentes durch Durchnahme von Preuſs, Nr. 51 61. Katechismus: Wiederholung der Aufgaben von VI und V; Prklä- rung und Einprägung des 3. Hauptstückes mit Luthers Auslegung; Auswendiglernen der Hauptteile des 4. u. 5. Hauptstückes. Bibelsprüche und 4 Kirchenlieder. Allwohl.

Deutsch. 4 St. w. Lesestücke und Gedichte aus Ferdinand Schmidts deutschem Lesebuche II. Ubungen im Vor- trag(auch früher) auswendig gelernter Gedichte. Wieder-