Im Winter: Tierkunde. Beschreibung von Säugetieren, Vögeln und einigen wichtigen Reptilien, Amphibien und Fischen. Grundzüge des Knochenbaues der Wirbeltiere. Bildung des Gattungsbegriffs nach Bail, Tierkunde I. Zeichnen von einfachen Körperteilen. Dr. Hoebel.
Zeichnen. 2 St. w. LZeichnen einfacher ebener krumm-.
liniger Gebilde. Der Kreis und seine Teilung. Einge- schriebene regelmässige Vielecke. Rosetten und stilisierte Blatt- und Blütenformen. Die Ellipse. Ergänzung und Veränderung. Allwohl.
Sexta.
Klassenlehrer: Herr Oberlehrer Dr. Hoebel. Religion. 3 St. w. Biblische Geschichte des Alten Testa-
ments bis zur Teilung des Reichs nach Preuss. Vor
den Hauptfesten auch die betr. Geschichten des Neuen Testamentes. Durchnahme und Erlernung des 1. Haupt- stückes mit Luthers Erklärung, ferner Auswendiglernen des 2. und 3. Hauptstückes. Sprüche und 4 Kirchen- lieder. Allwohl.
Deutsch. 4 St. w. Ausgewählte Prosastücke aus dem Lese- buche von Ferdinand Schmidt Teil I. Ubung im Lesen, im Nacherzählen und im Vortrag auswendig gelernter Lesestücke und Gedichte. Kenntnis der Begriffswörter. Der einfache Satz. Das Wichtigste aus der Formenlehre des Zeitworts und des Hauptworts. Schriftliche Ubungen in der Rechtschreibung und Grammatik. Wöchentlich ein Diktat ins Reinheft. S.: Zergiebel. W.: Dr. Schwarzentraub.
Französisch. 6 St. w. Lautliche Schulung mit Benutzung von Lauttafeln. Anfangsunterricht auf Grundlage der Anschauung im Anschluss an die nächste Umgebung und an die Hölzelschen Bilder(Jahreszeiten). Daneben kleine Erzühlungen aus dem Französischen Lesebuche von Karl Kühn. Im Anschluss an den Anschauungs- und Lesestoff Sprechübungen und Einübung der Gram- matik: Hauptwort in Verbindung mit dem Geschlechts- worte und Eigenschaftsworte in der Einzahl und Mehr- zahl, die gewöhnlichsten Verhältniswörter, Verschmelzung von de und à mit dem bestimmten Artikel, die gebräuch- lichsten Formen der persönlichen Fürwörter, die adjek- tivischen, besitzanzeigenden und hinweisenden Fürwörter, die Zahlwörter, UÜbung des Subjekts- und Objektskasus. Présent de l'Indicatif, Imparfait, Passé défini, Futur der Hilfszeitwörter avoir und étre, der Zeitwörter auf— er und häufig vorkommender, durch den Anschauungs- und Lesestoff dargebotener anderer Zeitwörter. Schriftliche Arbeiten(vom 2. Vierteljahr an): Benennung gezeigter Personen und Gegenstände, Antworten auf französisch gestellte Fragen, freie Sätze über die Bilder, Diktate,
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Niederschriften aus dem Gedächtnis, Lösung kleine Rechenaufgaben. Wöchentlich eine Arbeit ins Reinheft. S.: Zergiebel. W.: Dr. Schwarzentraub.
Geschichte. 1 St. w. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte von Wilhelm I. bis Karl den Grossen. AIllwohl.
Erdkunde. 2 St. w. Heimatskunde. Cassel und nächste Umgebung und der Regierungbezirk Cassel. Erste An- leitung zum Verständnis des Reliefs und der Karten. Zeichnen von Plänen des Schulzimmers, des Schulhauses mit Umgebung, einzelner Stadtteile sowie des Land- kreises und Reg.-Bez. Cassel während der Unterrichts- stunden. Dr. Schreiber.
Rechnen. 5 St. w. Die 4 Grundrechnungsarten mit unbe- nannten einfach und mehrfach benannten Grössen. Zer- legen in Faktoren. Teilbarkeit der Zahlen. Die deutschen Münzen, Masse und Gewichte. Zeitrechnung. Rechnen mit Dezimalzahlen. Dr. Hoebel.
Naturbeschreibung. 2 St. w. a) im Sommer: Pflanzen- kunde. Beschreibung einheimischer Pflanzenarten mit deutlich sichtbaren Blütenteilen. Zeichnen von Pflanzen- teilen und Anlegen einer Sammlung. Bail, Botanik I. b) im Winter: Tierkunde. Beschreibung von Säuge- tieren und Vögeln nach Bail, Zoologie I. Zeichnen einzelner Teile. Dr. Schreiber.
Im Winterhalbjahr nahmen während der Zeit des Konfirmanden-Unterrichts an dem Religionsunterrichte der Schule nicht teil 6 evangelische Schüler. Anderweitige Befreiungen fanden nicht statt.
Der katholische Religionsunterricht für die Schüler des Realgymnasiums und der beiden Realschulen wurde in 4 Abteilungen erteilt.
Abteilung I: 2 St. w. Die Glaubenslehre und die Kirchengeschichte nach dem Leitfaden von Dreher. Lins. — Abtheilung II: 2 St. w. Die Glaubenslehre und die Kirchengeschichte mit Auswahl nach Drehers Leitfaden. Lins.— Abteilung III: 2 St. w. Die biblischen Geschichten des alten Testamentes nach Dr. Schuster. I. Hauptstück, von dem Glauben, nach dem grossen Katechismus für das Bis- tum Fulda. Nau.— Abteilung IV: 2 St. w. Die bi- blischen Geschichten des alten Testamentes mit Auswahl nach Dr. Schuster. Das I. Hauptstück mit Auslassung der mit einem Kreuze bezeichneten Fragen. Nau.
Der Religionsunterricht für die israelitischen Schüler beider Realschulen wurde in 2 Abteilungen erteilt.
Abteilung I: 1 St. w. Die nachbiblische Geschichte von der Rückkehr aus dem babylonischen Exil bis zum


