Jahrgang 
1929
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Studienrat Dr. Köhler nahm vom 11. bis 18. April 1928 an einem in Berlin stattfindenden Ferienlehrgang für neuere Kunst teil..

Die Studienräte Leumann, Dr. Kellermann und Dr. Hoefke waren vom 24. bis 27. November 1928 zur TagungAbendgymnasium in Hannover beurlaubt.

VII. Die wichtigsten Erlasse und Verfügungen.

Verfügung des Provinzial-Schulkollegiums vom 2. 7. 1928 Nr. 9410: Der YVormittagsunterricht darf unter keinen Umständen für einen Schüler mehr als sechs Unterrichtsstunden umfassen.

Verfügung des Provinzial-Schulkollegiums vom 10. 7. 1928 Nr. 9518: Bei der Wahl und Aus- führung von Jahresarbeiten sind die Primaner in geeigneter Weise zu beraten.

Ministerialerlaß vom 29. 11. 1928 UI 33116 UII: Die Preußischen Maschinenbauschulen und Höheren Maschinenbauschulen, für deren Besuch Obersekundareife erforderlich ist, haben es übernommen, ihre künftigen Besucher über die erforderliche praktische Ausbildung zu beraten. Eine solche Beratung wird zweckmäßig etwa drei Monate vor dem Abgang von der höheren Schule bei dem Direktor derjenigen Maschinenbauschule eingeholt, die der Schüler später besuchen will.

Verfügung des Provinzial-Schulkollegiums vom 8. 12. 1928 15764: Der Herr Oberpräsident hat folgende Ferienordnung festgesetzt:

Ostern: Mittwoch, den 27. März, bis Mittwoch, den 10. April 1929.

Pfingsten: Freitag, den 17. Mai, bis Dienstag, don 28. Mai 1929.

Sommer: Freitag. den 5. Juli, bis Donnerstag, den 8. August 1929.

Herbst: Donnerstag, den 3. Oktober, bis Mittwoch, den 16. Oktober 1929.

Weihnachten: Sonnabend, den 21. Dezember 1929, bis Mittwoch, den 8. Januar 1930.

Schluß des Schuljahrs: Mittwoch, den 9. April 1930.

Ministerialerlaß vom 22. 1. 1929 UIII 2839 U II:

Am 1. Mai 1929 werden in die bereits bestehenden Pädagogischen Akademien je 50 Studenten aufgenommen, und zwar in Elbing und Kiel zur Ausbildung evangelischer Volksschullehrer und Jehrerinnen, in Bonn zur Ausbildung katholischer Volksschullehrer und in Frankfurt a. M. zur Ausbildung von Volksschullehrern und Jehrerinnen. Ferner wird beabsichtigt, zum gleichen Zeitpunkte neue Pädagogische Akademien zur Ausbildung evangelischer Volksschullehrer und ehrerinnen in Breslau, Erfurt, Hannover und Dortmund zu eröffnen und dort ebenfalls je 50 Studierende aufzunehmen. Wegen des noch vorhande- nen Uberflusses an evangelischen Schulamtsbewerberinnen werden jedoch zu den Akademien in Erfurt und Hannover vorläufig nur männliche Studierende zugelassen.

Mit Rücksicht auf die besonders große Zahl noch unbeschäftigter katholischer Schul- amtsbewerberinnen werden katholische Abiturientinnen bis auf weiteres in keine Päda- gogische Akademie aufgenommen.

Der Bildungsgang ist zweijährig. Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter be- sonderen Voraussetzungen können Studienbeihilfen gewährt werden, die bei den Akademien zu beantragen sind. Internate sind mit den Akademien nicht verbunden. Arbeitspläne und weitere Auskünfte sind bei den Sekretariaten der Pädagogischen Akademien erhältlich. Näheres ist auch zu ersehen aus dem Merkblatt für Berufsberatung B 4:Der Volksschul- lehrer von Akademiedirektor Dr. Karl Weidel in Elbing, zu beziehen durch den Verlag Trowitzsch& Sohn in Berlin SW 48, Wilhelmsstraße 29, gegen Voreinsendung von 35 Rpf.

Das Aufnahmegesuch ist bis spätestens zum 10. März 1929 unmittelbar an eine der Pädagogischen Akademien zu richten. Beizufügen sind:

. ein Lebenslauf mit Angabe des Bekenntnisses,

2. eine beglaubigte Abschrift des Reifezeugnisses einer neunstufigen höheren Lehr- anstalt oder eine Bescheinigung des Anstaltsleiters über die bestandene Reifeprüfung oder über ihr voraussichtliches Bestehen,

3. ein Gesundheitszeugnis eines zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arztes,

4. ein amtlicher Ausweis über die Staatsangehörigkeit.

5. ein polizeiliches Führungszeugnis, falls seit der Erlangung des Reifezeugnisses mehr als ein halbes Jahr verstrichen ist.

Bald nach Ablauf der Meldefrist werden die Bewerber, die für die Aufnahme in Be-

tracht kommen, zu einer Prüfung ihrer musikalischen Kenntnisse und Fertigkeiten am