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Die Zahl der Schüler. die durch die Schule Dauerkarten für das städtische Flußbad bezogen, ist gegen früher erheblich zurückgegangen; 48 Schüler erhielten Freikarten. Viele Schüler gehören bürgerlichen Schwimmvereinen an. Für die Schüler der Quarta und die Nichtschwimmer der Untertertia wurde pflichtmäßiger Schwimmunterricht erteilt. Bei der am 31. August abgehaltenen Schwimmprüfung schwammen sich 94 Schüler frei; damit stieg die Zahl der Freischwimmer der Schule von 40%(1926) auf 47%.
Ein am 10. August veranstaltetes Schwimmfest ergab gute, teilweise vorzügliche Leistungen in vielen Arten des Schwimmens, im Springen und Wasserballspiel.
Gesundheitszustand, schulärztliche Untersuchung.
Der Gesundheitszustand der Schüler muß als im allgemeinen ungünstig bezeichnet werden. In allen Klassen kamen häufige, in manchen Fällen länger dauernde Schulversäumnisse wegen Erkrankung vor.
Im Laufe des Jahres wurden sämtliche Schüler, zum Teil mehrfach, vom Schularzt Dr. Steinhardt unentgeltlich untersucht. 25 Schüler wurden zu einem durch das städtische Gesund- heitsamt vermittelten mehrwöchigen Aufenthalt in Erholungsstätten beurlaubt. Für die Schüler der Sexta bis Untertertia bestand die Möglichkeit, sich gegen geringe Vergütung in der städtischen Schulzahnklinik untersuchen und behandeln zu lassen; sie wurde immer noch nur verhältnismäßig wenig benutzt. Die Einrichtung, Schülern zum Frühstück keimfreie Milch durch den Hausmeister darbieten zu lassen, wurde beibehalten; auch in diesem Jahre machten viele Schüler davon Gebrauch. 25 Schülern konnte im Winter auf Kosten der Stadt unentgeltlich Milch verabreicht werden.
Leider hatte die Schule den Tod eines braven Schülers, des Untertertianers Walter Streiber zu beklagen, der einem Unglücksfalle zum Opfer fiel.
i) Schulgeldsatz, Zahl der Freistellen usw.
Das Schulgeld betrug für Einheimische 200 ℳ, für Auswärtige 250 ℳ%. An Frei- stellen waren im Sommerhalbjahr 99 ¾, im Winterhalbjahr 101 ¼ bewilligt. In einem Falle wurde eine Erziehungsbeihilfe von 100 ℛℳ, in einem andern von 150 ℛM. gewährt.
Die Hilfsbücherei nahmen rund 400 Schüler in Anspruch.
k) Berufsberatung.
Berufsberatung wird in der Schule zunächst von Fall zu Fall gepflegt; da ein großer Teil der Elternschaft in regelmäßiger persönlicher Verbindung mit dem Klassenleiter steht, ist diese gelegentliche Art der Berufsberatung nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus besteht in jeder Klasse ein Berufsberatungsausschuß, der sich aus dem Klassenleiter, dem besonderen Berufs- berater der Schule Studienrat Ehringhaus und dem Direktor der Schule zusammensetzt. Die Berufsberatung ist in den Klassen OI und UII besonders nachdrücklich. In der bei weitem größten Zahl der Fälle konnte die Schule die Berufswahl der Abiturienten gutheißen.
Die Berufskenntnis wird in vielen Unterrichtsfächern an geeigneter Stelle gepflegt, besonders im Deutschen, in der Geschichte, der Erdkunde und den naturwissenschaftlichen Fächern.
Die„Merkblätter für Berufsberatung“ der Deutschen Zentrale für Berufsberatung der Akademiker sind in die Schülerbüchereien der OI und UI eingereiht.


