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23. Oktober: Teilnahme an der„Gedenkfeier zur Erinnerung an die Einführung der Reformation in Hessen vor 400 Jahren“ in der Martinskirche.
12. November: Gedichtvorträge von Hans Dohme.
13. November: Herr Dr. Freiling vom psychologischen Institut der Universität Mar- burg nimmt an einigen Schülern experimentelle Untersuchungen vor.
25. November: Karl Maria von Weber-Abend(Oberschullehrer Hesse).
22. Dezember: Weihnachtsfeier im Saal.
17. Februar: Pestalozzi-Feier(Redner: Oberstudiendirektor Friedrich).
12. März: Feierliche Entlassung der Abiturienten.
25. März: Beethoven-Feier der Schule(Studienassessor Koenig).
Der regelmäßige Gang des Unterrichts erlitt im verflossenen Schuljahre vielerlei Störungen. Studienrat Ehringhaus war vom 2. November bis zum Schluß des Vierteljahrs durch Krankheit an der Erteilung seines Unterrichts verhindert; zu seiner Vertretung wurde Studienassessor Dr. Gramsch überwiesen. Vom 9. Dezember ab mußte Studienrat Krüdener wegen Er- krankung den Unterricht aussetzen. Er wurde durch Studienrat i. R. Boekholt in 14 Wochen- stunden vertreten, den Rest übernahmen Kollegen der Anstalt. Außerdem mußten 19 Lehrer in 560 Stunden wegen Krankheit dem Unterricht fernbleiben und vertreten werden.
Als Mitglieder des Prüfungsamtes für die Prüfung der Mittelschullehrer waren die Studien- räte Dr. Schaefer und Dr. Voigt an mehreren Tagen verhindert, Unterricht zu erteilen.
Studienrat Balzer war vom 3. bis 14. August zum Aufenthalt in Frankreich beurlaubt, ebenso vom 24. bis 29. Januar zu einem Lehrgang für neusprachlichen Unterricht am Real- gymnasium I.
An einem ebensolchen Lehrgang für Mathematik und Naturwissenschaften an der Ober- realschule II. nahm Studienrat Brendel vom 29. November bis 4. Dezember teil.
VII. Die wichtigsten Erlasse und Verfügungen der Behörde.
1. Ministerialerlaß vom 22. April 1926. Der Beitritt auch jüngerer Schüler zu den Schulgruppen des Vereins für das Deutschtum im Anslande wird genehmigt.
2. Ministerialerlaß vom 29. Mai 1926. Schüler, die eine Technische Hochschule besuchen wollen, müssen sich ½ Jahr vor der Reifeprüfung bei dieser Hochschule nach den Richtlinien für ihre praktische Ausbildung erkundigen und sich rechtzeitig eine geeignete Praktikantenstelle sichern. Solche Praktikantenämter sind in Charlottenburg 2, Berliner Str. 171, für die Tech- nische Hochschule in Berlin und in Dortmund, Brandenburgerstr. 1, für die Technischen Hoch- schulen Hannover und Aachen eingerichtet.
3. Ministerialerlaß vom 22. Juli 1926. Die Neuordnung für die Reifeprüfung an den höheren Schulen Preußens wird veröffentlicht.
4. Ministerialerlaß vom 15. September 1926. Der 31. Oktober als Gedenktag der Reformation ist unterrichtsfrei.
5. Ministerialerlaß vom 6. Oktober 1926. Bei Auslandsreisen von Schülergruppen sind die deutschen Auslandsvertretungen rechtzeitig zu benachrichtigen.
6. Ministeralerlaß vom 6. Oktober 1926. Die Berechtigungen der Zeugnisse von preußischen höheren Lehranstalten im Reiche und in Preußen werden veröffentlicht.
7. Ministerialerlaß vom 4. November 1926. Aus Anlaß wiederholt beobachteter Gefährdungen von Eisenbahnzügen durch Jugendliche wird entsprechende Belehrung der Schüler angeordnet.


