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Beim Sportfest der höheren Schulen am 7. und 9. September auf der Hessenkampfbahn errang die Schule mit 79,7 Punkten den Sieg und damit zum zweitenmale das von der Stadt Kassel gestiftete Banner.
Im Schlagballwettkampf um die Plakette des preußischen Philologenverbandes erkämpfte unsere Schulmannschaft die Provinzmeisterschaft.
Die Zahl der das städtische Flußbad benutzenden Schüler ist gegen früher erheblich zurückgegangen(60 gegen 234 im Vorjahre). Viele Schüler gehören bürgerlichen Schwimm- vereinen an. Für die Schüler der Quarta und die Nichtschwimmer der Untertertia wurde pflicht- mäßiger Schwimmunterricht erteilt. Bei den beiden im Laufe des Sommers abgehaltenen Schwimm- prüfungen schwammen sich 92 Schüler frei; damit stieg die Zahl der Freischwimmer der Schule von 33% auf 40%.
Ein am 13. August veranstaltetes Schwimmfest ergab gute, teilweise vorzügliche Leistungen in vielen Arten des Schwimmens, im Springen und Wasserballspiel.
Gesundheitszustand, schulärztliche Untersuchung.
Hauptsächlich infolge der im Winter stark auftretenden Grippe war der Gesundheits- zustand der Schüler durchschnittlich schlechter als sonst; in einzelnen Klassen fehlte zeitweise die Hälfte der Schüler. Im Laufe des Jahres wurden sämtliche Schüler, zum Teil mehrfach, vom Schularzt Dr. Steinhardt unentgeltlich untersucht. 14 Schüler wurden zu einem durch das städtische Gesundheitsamt vermittelten mehrwöchigen Aufenthalt in Erholungsstätten beurlaubt. Für die Schüler der Sexta, Quinta und Quarta bestand die Möglichkeit, sich gegen geringe Vergütung in der städtischen Schulzahnklinik untersuchen und behandeln zu lassen; sie wurde immer noch nur verhältnismäßig wenig benutzt. Die im Vorjahre getroffene Einrichtung, Schülern zum Frühstück keimfreie Milch durch den Hausmeister darbieten zu lassen, wurde beibehalten; auch in diesem Winter machten viele Schüler davon Gebrauch. 20 Schülern konnte auf Kosten der Stadt unentgeltlich Milch verabreicht werden.
Leider hatte die Schule den Tod eines braven Schülers, des Quartaners Heinz Büchling, zu beklagen.
i) Schulgeldsatz, Zahl der Freistellen usw.
Das Schulgeld betrug für Einheimische 200 ℛℳ, für Auswärtige 250 ℳ. An Frei- stellen waren im Sommerhalbjahr 89 ¼, im Winterhalbjahr 91 ³¾ bewilligt. In einem Falle wurde eine Erziehungsbeihilfe von 150 ℛℳMℳ, in einem anderen von 200 ℛℳ gewährt.
Die Hilfsbücherei nahmen rund 380 Schüler in Anspruch.
k) Berufsberatung.
Berufsberatung wird in der Schule zunächst von Fall zu Fall gepflegt; da ein großer Teil der Elternschaft in regelmäßiger persönlicher Verbindung mit dem Klassenleiter steht, ist diese gelegentliche Art der Berufsberatung nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus besteht in jeder Klasse ein Berufsberatungsausschuß, der sich aus dem Klassenleiter, dem besonderen Berufs- berater der Schule Studienrat Ehringhaus und dem Direktor der Schule zusammensetzt. Die Berufsberatung ist in den Klassen OI und UII besonders nachdrücklich. In der bei weitem größten Zahl der Fälle konnte die Schule die Berufswahl der Abiturienten gutheißen.
Die Berufskenntnis wird in vielen Unterrichtsfächern an geeigneter Stelle gepflegt, besonders im Deutschen, in der Geschichte, der Erdkunde und den naturwissenschaftlichen Fächern.
Die„Merkblätter für Berufsberatung“ der Deutschen Zentrale für Berufsberatung der Akademiker sind in die Schülerbüchereien der OI und UI eingereiht.


