3. Die Ordinaten der Parabel y?= 2 pX werden um 45° nach rechts geneigt und auf die Hälfte verkürzt. Welche Kurve entsteht dadurch?— 4. Physik: Messung des Leitungswiderstandes galvanischer Ströme nach der Brückenmethode. 5. Chemie: UÜber die ver- schiedenen Verfahren zur Gewinnung der Metalle (Von Einzelheiten der technischen Ausführung soll dabei abgesehen werden.)
0 Tb: I. Deutsch: Zur Auswahl: 1. Der Gegensatz zwischen der Ordre des Gesetzes und der Ordre des Herzens im„Prinzen Friedrich von Homburg“. 2. Wie wirkt Jphigenie in Goethes Drama auf ihre Umgebung? 3. Dein Vaterland hat dir vieles gegeben; es verlangt dafür ebensoviel von dir. 4. Deutsche Einheitsbe- strebungen seit dem Wiener Kongreß.
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II. Französisch: Freie Nacherzählung: Der Mäuseturm. III. Englisch: Freie Nacherzählung: Blaubart.
IV. Mathematik: 1. Die Funktion— untersuchen und bildlich darzustellen. 2. Um wieviel Uhr mitteleuropäischer Zeit hat in Kassel die Sonne am 17. Juli 1927 vormittags eine Höhe von 25,5 2 (6=+ 21,55„˖ G= 51,32°; 1= 9,5⁰: Zeitgleichung: + 5,9 Minuten). 3. Wie tief taucht eine Holzkugel von 10 cm Durchmesser und dem spezifischen Ge-
wicht s= 07& cem
ist zu
im Wasser ein?(Die Aufgabe ist mit
Hilfe einer Näherungsmethode zu lösen. 2 Dezimal- stellen.) 5. Physik: Die Dynamomaschine. 6. Chemie: Es ist eine Ubersicht über die wichtigsten Kohlen- hydrate zu geben.
†) Die Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts.
Der Zeichenunterricht wurde in jeder einzelnen Klasse besonders erteilt mit Ausnahme der Klassen OIIa, b, c, die zu zwei Zeichenklassen vereinigt waren; der Unterricht fand im Sommer bei günstigem Wetter zum Teil im Freien statt.
Musikunterricht. In den Klassen VI und V wurden wöchentlich je 2 Gesangsstunden erteilt. Die Schüler der übrigen Klassen erhielten je eine Wochenstunde besonderen Musikunterricht; doch waren die Primen und jeweils die Pa- rallelklassen zu einer Gruppe vereinigt. Ferner wurden aus den Schülern aller Klassenstufen außer UII und VI zwei Ab- teilungen für Chorgesang gebildet, die wöchentlich je eine Stunde einzeln und eine Stunde gemeinsam übten. Außer- dem bestand für alle Klassen eine Gruppe für Instrumental- musik mit einer Wochenstunde.
Die für die Leibesübungen angesetzten Stunden ver- teilten sich in folgender Weise: Jede Klasse erhielt wöchent- lich 2 Turnstunden am Vormittag. In den Klassen 01I, UI, im Sommer auch UII, waren die beiden Parallelklassen zu je einer Abteilung vereinigt; die 3 Obersekunden bildeten 2 Turnabteilungen, sodaß im ganzen 15(im Winter 16) Turn- abteilungen bestanden. Für Bewegungsspiele und Sport(am Nachmittag) entfielen gleichfalls auf jede Klasse 2 Stunden. Es bestanden hierfür 12(im Winter 13) Abteilungen. Bei schlechtem Wetter trat Hallenturnen an die Stelle des Spielens.
Am wahlfreien Werkunterricht nahmen Schüler aller Klassenstufen, vorwiegend der mittleren und unteren teil. Es bestand ein Lehrgang für Papier-, Papp- und Buchbinder- arbeiten und ein weiterer für Holzbearbeitung.
II. Bericht über die Lehrer.
a) Am 1. April 1926 trat Studienrat Dr. Hoefke an Stelle von Studienrat Beinhauer in das
Kollegium ein.
in den Ruhestand. An die Stelle des ersteren trat Studienrat Leumann.
Am 1. Oktober 1926 traten Studienrat Dr. Fennel und Studienrat Boekholt
Die zweite Stelle
wurde durch Studienassessor Dr. Bell versehen. Der Urlaub des Studienrats Dr. Kellermann nach den Vereinigten Staaten von Nord- amerika zur Unterrichtserteilung an dortigen Universitäten wurde auf um Jahr verlängert. Am 12. März 1927 verschied nach langem, schwerem Leiden Studienrat Karl Krüdener,
der der Oberrealschule I seit dem 1. April 1906 als Studienrat angehörte.
Im Philologen-
blatt zeigte das Lehrerkollegium den schweren Verlust mit folgenden Worten an: Seine reiche, gelehrte Bildung, sein einfühlendes Verständnis, sein liebendes Herz, seine auf- opfernde Pflichterfüllung, sein hervorragendes Lehrgeschick machten ihn zu einem Lehrer und
Erzieher seltener Art. vergessen bleiben.
Er wird uns als ein Vorbild der Liebe und Pflichterfüllung un-


