Jahrgang 
1915
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1 Der Gesundheitszustand der Schüler war gut. 6 Schüler fehlten im Laufe des Schuljahres wegen einer ansteckenden Krankheit, 2 Schüler mußten wegen einer ansteckenden Krankheit in der Familie dem Unterricht fernbleiben.

Am 17. Dez. besuchte Herr Prov.-Schulrat Unruh den Unterricht des wiss. Hilfslehrers H. Hohmann.

Reifenotprüfungen wurden am 7. und 8. August, am 25. August und am 14. September abgehalten. In der ersten bestanden die auf S. 18 u. 19 aufgezählten 34 Primaner unter Nr. 2 6, 8 28 und 31 37, in der zweiten 3 Oberprimaner: Richard Engelbert, Wilhelm Petry und Herbert Ru- bahn und in der dritten der Oberprimaner Waldemar v. Knoop. Die schriftliche Reifeprüfung fand am 29. und 30. Januar und am 1., 2. und 3. Februar 1915 statt, die mündliche unter dem Vorsitz des Direktors am 13. Februar. Am 15. Februar wurden die 7 Abiturienten durch H. Prof. Merkelbach nach der Schulandacht feierlich entlassen.

Am 12. August 1914 bestand Otto Groß aus Wiesbaden als Externer die Prüfung der Reife für Prima, am 27. August erhielt der zur Reifeprüfung der Schule überwiesene Nichtschüler Karl Verlohr aus Duisburg-Meiderich das Zeugnis der Reife.

Der Ausbruch des Krieges fiel nahezu mit dem Schulanfang nach den Sommerferien zu- sammen. Am Dienstag den 4. August wurde der Unterricht zunächst planmäßig begonnen, aber nach der zweiten Stunde wurden die Schüler im Saal versammelt und nach einer Ansprache des Direktors bis zum 11. August wieder entlassen. Den Oberprimanern und den Schülern der Unter- prima, welche die Klasse im zweiten Jahre besuchten, wurde mitgeteilt, daß sie zu einer Reifenot- prüfung zugelassen würden, wenn sie als Kriegsfreiwillige eintreten könnten. In hoher vater- ländischer Begeisterung meldeten sich alle, und schon am 8. August konnte den für den Heeres- dienst tauglich befundenen 34 Primanern nach einer schriftlichen Prüfung am 7. und einer münd- lichen am 8. August die Reife zuerkannt werden. Jubelnd verließen sie die Schule, um sich so- gleich ihren Regimentern zur Verfügung zu stellen. 4 weitere Oberprimaner, welche nicht gleich eintreten konnten, legten am 25. August bezw. am 14. September die Prüfung ab. Es blieben so aus den beiden Oberprimen nur 6 Schüler übrig, zu denen sich bald der einzige Oberprimaner der Oberrealschule II gesellte. Aus den Unterprimen traten von 36 Schülern 15, von 61 Ober- sekundanern 16 und von den Untersekundanern 5 als Kriegsfreiwillige ein. Die Namen der Kriegs- freiwilligen sind:

Oberprima a. 15. Friedrich Stöcker, Wildungen. 11. Herbert Rubahn.

1. Richard Engelbert. 1 Tunneersenmidte den 1 Waldeck. 12. Wilhelm Rüdiger. 2. Karl Fischer, Wildungen. 1Stolzenbach. 14 anrad NAndllbie

1. Karl Seidel. 3. Ludwig Gerhardt. Oberprima b. 15. Karl Simon 4. Lebrecht Hoffmann, Salzuflen. 16. Karl W Wol 5. Karl Ilkenhans, Wildungen. 1. Hermann Fischer. Karl Wagner, Wolfhagen. 6. Alfred Kleinsorg. 2. Gustav Gerhold. Unterprima a. 7. Waldemar v. Knoop, Wiesbaden. 3. Walter Grebe. 1. Helmut Buchenhorst. 8. Robert Krecke, Salzuflfen. 4. Otto Hilgenberg. 2. Adolf Fernau. 9. Alfred Kuprian. 5. Wilhelm Knobel. 3. Otto Göbel. 10. Willi Nöding, Eschwege. 6. Hans Krause. 4. Karl Heil. 11. August Obst. 7. Otto Merziger. 5. Willi Knoll. 12. Fritz Rappold, Frielendorf. 8. Kurt Meyer, Tiefenort a. d. Werra. 6. Karl Lippe, Freienhagen. 13. Wilhelm Reith. 9. Enrique Nollau, Hamburg. 7. Heinrich Müller. 14. Fritz Stichtenoth. Großtöpfer. 10. Wilhelm Petry. 8. Wilhelm Müller, Wildungen.