Untersekunda.
Deutsch: Gelesen wurden in a und b:„Das Lied von der Glocke“,„Die Jungfrau von Orleans“ und„Wilhelm Tell“.
Aufsätze in a: 1) Die Elemente hassen das Ge- bild der Menschenhand. 2) Brief über den Klassen- ausflug. 3) Wodurch erweist Johanna sich als eine Gottgesandte? 4) Warum schweigt Johanna auf die Anklage ihres Vaters? 5) Wodurch erhält das Bündnis der drei Männer in Walter Fürsts Hause eine beson- dere Bedeutung.(Klassenaufsatz.) 6) Welche Vorteile haben die Küstenbewohner von der Nähe des Meeres? 7) Die Folgen der Unordnung. 8) Mein Lieblingsheld.
9) War Tell ein Meuchelmörder? 10) Prüfungsaufsatz: Wie kündigt sich der Frühling an?
In b: 1) Was können wir an dem Neubau des Eisen- bahnverwaltungsgebäudes beobachten?(Klassenarbeit.) 2) Abend in einer kleinen Stadt. Nach Schillers „Glocke“.(Klassenarbeit.) 3) Direkte Steuern.(Klassen- arbeit.) 4) Aus meinen Sommerferien. 5) Die Völker- schlacht bei Leipzig.(Klassenarbeit.) 6) Die wirtschaft- lichen Verhältnisse von Skandinavien.(Klassenarbeit.) 7) Welche Rolle spielt der Herzog von Burgund in der „Jungfrau von Orleans“? 8) Johannas Ende. Nach Schillers„Jungfrau von Orleans“.(Klassenarbeit.) 8) Aus meinem Leben. 10) Prüfungsarbeit: Wodurch reizen die Vögte das Volk der Schweizer zur Erhebung?
2. Bemerkungen zu einzelnen ÜUnterrichtsfächern.
Der katholische Religionsunterricht wurde für die Schüler des Realgymnasiums, der Oberrealschule I und der Oberrealschule II in 5 Abteilungen erteilt, und zwar in Abt. 1(0I, UI, O II), Abt. 2(U II), Abt. 3(0 III, U III) und Abt. 4(IV, V) mit je 2 Stunden, in Abt. 5(VI) mit 3 Stunden wöchentlich.
Der israelitische Religionsunterricht fand für die Schüler derselben 3 Anstalten ebenfalls gemeinsam statt und wurde in 2 Stdn. wöchentlich in 1 Abteilung(U III— VI) erteilt.
Vom Zeichnen waren 2 Schüler während des ganzen Schuljahres aus Gesundheitsrücksichten befreit. Für die Sonnabende und für die jüdischen Festtage waren auf Wunsch der Eltern 7 jüdische Schüler vom Zeichnen und Schreiben befreit.
Am Linearzeichnen(wöchentlich 2 Stunden) betei- ligten sich sämtliche Schüler der beiden Obertertien und der beiden Untersekunden; aus 0 II nahmen teil: 19, aus UI: 6 und aus OI: 6 Schüler.
Die Anstalt besuchten im Sommer 640, im Winter 631 Schüler, von diesen waren vom Turnen befreit:
von einzelnen Ubungen
vom Turnunterricht überhaupt
auf Grund ärztlichen Zeugnisses
im S. 35, im W. 40 im S. 10, im W. 9 aus anderen Gründen—— im S. 35, im W. 40 im S. 10, im W. 9
also von der Gesamt- im S. 5,5% im S. 1,6% zahl der Schüler: im W. 6,3% im W. 1,4%
Der Turnunterricht fand in 15 Abteilungen mit je 3 Stunden wöchentlich statt.
Die Turnhalle befindet sich im Schulgebäude, der Turn- und Spielplatz vor ihr an der Rückseite des Gebäudes. Soweit es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt. Die dritte Turnstunde wurde in der Regel zum Spielen be- nutzt. Die Turnspiele fanden auf dem Bowlinggreen in der Karlsaue, auf dem Spielplatze der Schule oder auf dem 5 Minuten vom Schulgebäude gelegenen, der Firma Zimmer- mann u. Co. gehörigen Gelände am Tannenwäldchen statt.
zusammen
Der„Turn-Ruderverein der Oberrealschule I“ zählte 62 Mitglieder, von denen 35 auch der Ruderabteilung an- gehörten. Er turnte wöchentlich zweimal in der Turnhalle der Schule. Außerdem besteht ein„Wasserballklub“ mit 24 Mitgliedern.
Am Baden und Schwimmen zu ermäbigten Preisen beteiligten sich 503 Schüler(=— 78,6% aller Schüler).
Freischwimmer waren am Anfange des Sommers 219 (= 34,4%) vorhanden. Die Schwimmprüfung, der sich 62 Schüler aller Klassenstufen unterzogen, bestanden 46 Schüler(ihre Namen s. unter III), so daß am Ende der Badezeit 265 geprüfte Freischwimmer(= 41,7%) vor- handen waren.
Singen: Der Chor bestand aus 127 Schülern der Klassen 0I bis V. Die Schüler der Obersekunda, welche ihm nicht angehörten, wurden in wöchentlich 1 Stunde in Tonbildung, im Treffen der Intervalle, in der Akkordlehre und Rhythmik unterwiesen. Der Kanon der Choräle und Volkslieder wurde wiederholt.
Schreiben: Diejenigen Schüler der Klassen 01I bis UIII, die im Schreiben nicht Befriedigendes leisteten, er- hielten wöchentlich 1 Std. Schreibunterricht; auch stand die Teilnahme an dieser Stunde solchen Schülern frei, die sich aus eigenem Antriebe weiterbilden wollten.
Der wahlfreie Lateinunterricht für die Schüler der oberen Klassen wurde in 3 Abteilungen mit je 2 Stunden wöchentlich erteilt.
Daran nahmen teil im Sommerhalbjahr: in der 1. Ab- teilung 17 Schüler aus OII und je 1 Schüler aus UI und 01I, in der 2. Abt. 8 Schüler aus UI und in der 3. Abt. 4 Schüler aus OI; im Winterhalbjahr: in der 1. Abt. 14 Schüler aus OII und je 1 Schüler aus UI und 01, in der 2. Abt. 8 Schüler aus UI und in der 3. Abt. 4 Schüler aus 01. 7
Herr Lehrer Könitzer unterrichtete 17 Schüler der mittleren Klassen in der Stenographie nach dem System Stolze-Schrey, 12 Schüler der oberen und mittleren Klassen hielten unter der Leitung von Adolf Schunder(UI b) einen Wiederholungskursus nach dem System Gabelsberger ab.


