Jahrgang 
1908
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realschule i. E. wurde in 5 Abteilungen erteilt, und zwar in Abteilung 1, 2, 3 und 4 mit je 2 Stunden, in Abteilung 5 mit 3 Stunden wöchentlich.

Abt. 1.(0 I, UI, O Ih: a. Glaubenslehre(Heiligung und Vollendung) nach Drehers Lehrbuch Bd. 2; b. Kirchen- geschichte: Das christliche Mittelalter nach Drehers Lehr- buch Bd. 4. Abt. 2.(U II): Apologetik nach Drehers Leitfaden. Abt. 3.(0 III, U III): Glaubenslehre. Das Kirchenjahr nach Drehers Leitfaden, Einprägung einiger Kirchenlieder. Kaplan Becker. Abt. 4(IV, V): Das 3. Hauptstück des Katechismus und Wiederholung des 1. Hauptstücks. Biblische Geschichten des Neuen Testa- mentes: Vorbereitung und öffentliches Auftreten Jesu. Ein- prägen einiger Kirchenlieder. Abt. 5.(VI): Das 1. Hauptstück des Katechismus. Bibl. Geschichte: Altes Testa- ment bis Moses. Neues Testament: Jugend- und Leidens- geschichte Jesu. Gebete und Kirchenlieder. Schwab.

Der israelitische Religionsunterricht wurde in 2 Std. wöchentlich in 1 Abteilung(Schüler von III VI) erteilt.

Biblische Geschichte: Von der Eroberung des Landes bis Davids Regierungsantritt. Nachbibl. Geschichte: Die Geschichte der Juden in Deutschland in Lebensbildern. Religion: Erklärung der 10 Gebote nach Steins Religions- lehre. Mehrere Psalmen wurden erklärt und auswendig gelernt. Festtage. Katz.

Vom Zeichnen waren 4 Schüler ein ganzes Jahr lang, 1 Schüler im Sommerhalbjahr, 2 Schüler im Winterhalbjahr und 2 Schüler in der 1. Hälfte des Winterhalbjahres be- freit. Für die Sonnabende und für die jüdischen Festtage waren auf Wunsch der Eltern 7 jüdische Schüler vom Zeichnen und Schreiben befreit.

Am Linearzeichnen(wöchentl. 2 Stunden) beteiligten sich sämtliche Schüler der beiden Obertertien und der beiden Untersekunden. Aus 0 nahmen teil 12, aus UI 5 und aus 0 II 17 Schüler.

Unterrichtsstoff: In 0 III Ubungen im Gebrauch von Zirkel, Lineal und Ziehfeder durch Zeichnen von Flächenmustern, Kreisteilungen und anderen geometrischen Gebilden. In a: Beinhauer, in b: Dr. Schultz.

In UII geometrische Darstellung einfacher Körper in rechtwinkliger Projektion und in Parallelperspektive. In a: Dr. Merkelbach, in b: Dr. Schultz.

In 0 II rechtwinklige Projektion von Linien, Flächen

und Körpern. Dr. Fennel.. In UI und 0I Durchdringungen und Schattenkon- struktionen. Siegel.

Die Anstalt besuchten im Sommer 617, im Winter 613 Schüler; von diesen waren vom Turnen befreit:

Vom Turnunter- richte überhaupt.

Von einzelnen Ubungen.

Auf Grund ärztlichen Zeugnisses: im S. 37, im W. 53. im S. 12, im W. 13. aus anderen Gründen: 8

im S. 37, im W. 53. im S. 12, im W. 13.

Zzusammen

im S. 6% im W. 8,6%

im S. 1,9% im W. 2,1%

also von der Gesamt- zahl der Schüler:

Der Turnunterricht fand in 14 Abteilungen mit je 3 Stunden wöchentlich statt:

1) Ola und b und UIa: Prof. Beinhauer: 2) UIb, 0 Ia und b: Prof. Siegel: 3) U II a: Ob. Bröcking; (1 Spielstunde kombiniert mit UII b); 4) UIIb: Ob. Bröcking: 5) OIIla: Zimpel(1 Spielstunde kom- biniert mit O III b): 6) O IHI b: Ob. Dr. Schultz; 7) UIIIa: Zimpel(1 Spielstunde kombiniert mit UIII b); 8) UIII b: Ob. Bröcking: 9) Va: Zimpel(1 Spielstunde kom- biniert mit IV b): 10) IVb: Ob. Grund; 11) Va: Zimpel: 12) Vb: Zimpel; 13) VIa: Zimpel: 14) VIb: Werner.

UÜbungsstoff: In VI und V einfache Freiübungen (auch mit Holzstäben) und Marsch- nebst Laufübungen, leichte Auf- und Abmärsche; Gemeinturnen am Reck, Barren, Bock; an den wagerechten und schrägen Leitern; an den Stangen, Tauen und Schwebelatten; Freispringen; Steigübungen und Schwungseilübungen: Spiele und ein Reigen; außerdem im Sommer Schwimmübungen, sog. Trockenschwimmen.

In IV und III schwierigere Freiübungen, Keulen- übungen, sowie Hantel- und Eisenstabübungen, gefällige Auf- und Abmärsche, Neben-, Vor- und Hinterreihen: Ge- meinturnen, wie in VI und V, aber mit Entwicklung zu- sammenhängender Ubungsgruppen, dazu Ubungen am Pferd und an der Tiefsprungtreppe; Spiele und ein Reigen; Trockenschwimmen.

In II und I zusammengesetzte Freiübungen, Keulen- übungen, sowie Hantel- und Eisenstabübungen, Auf- und Abmärsche, Marschübungen mit Wendungen und Reihungen, Gemein- und Riegenturnen an allen Geräten, auch am Sturmlaufbrette, an den Ringen und mit den Gewichten.

Die Turnhalle befindet sich im Schulgebäude, der Turn- und Spielplatz an der Rückseite des Gebäudes. So- weit es das Wetter erlaubte, wurde im Freien geturnt. Die dritte Turnstunde wurde in der Regel zum Spielen benutzt. Die Turnspiele fanden entweder auf dem Spiel- platze der Schule oder auf dem 5 Minuten vom Schul- gebäude gelegenen, der Firma Zimmermann und Co. ge- hörigen Gelände am Tannenwäldchen oder auf demBow- linggreen oder auf demForst bei Bettenhausen statt.