Jahrgang 
1907
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Jung, Koch u. Quentell, Botan. Wandtafeln. IV. Lehmann, Kulturgeschichtl. Bilder. 13. 14. Pidgen. ö. Bureau, Bern, Wandkarte der Schweiz. Künstlersteinzeichnungen: Liner, Abendfrieden. Eichrodt, Säemann. Holz- modelle für den Unterricht in der Stereometrie. 12 Sektionen der Karte des deutschen Reiches. 2 Stereoskope mit 108 Bildern für den naturwissensch. und erdkundlichen Unterricht. v. Cigelgen, Königin Luise.

Die Zahl der Diapositive für den Projektionsapparat stieg von 498 auf 842. Angeschafft wurden be- sonders Ansichten aus Europa und Asien für den erdkundlichen und den geschichtlichen Unterricht.

Geschenkt wurde: Vom Provinzial-Schulkollegium,(assel: ü'öbersichtskarte der Verwaltungsbezirke der Königl. Eisenbahndirektionen. 1904.

12) Die Münzsammlung(Verwalter: Herr Professor B oekholt). Geschenkt wurde: Vom Direktor: Eine englische Münze.

Den freundlichen Gebern sage ich im Namen der Schule verbind- lichsten Dank.

VI. Stiftungen und Unterstützungen.

Die Zinsen der Jubiläumsstiftung, die nach einem von der Stadtkämmerei am 7.-Februar 1907 er- statteten Bericht auf 6620,50 Mark angewachsen ist, wurden in diesem Jahre dem stud. phil. Hermann Siebert über- wiesen. Aus den Zinserträgnissen des Kersting'schen Vermächtnisses erhielt der Obertertianer Karl Jacob eine Unterstützung von 100 M.

Der Magistrat verlieh während des Sommerhalbjahres 3t Schülern je eine ganze und 38 Schülern je eine halbe, im Winterhalbjahre 36 Schülern je eine ganze und 29 Schülern je eine halbe PFreistelle.

Die Hilfsbibpliothek unterstützte auch in diesem Jahre würdige und bedürftige Schüler durch Verab- folgung von Schulbüchern..

Der für das Trommelkorps verfügbare Betrag(Einlagebuch der Städt. Sparkasse Nr. 20 962) beläuft sich auf 199,25 M.; an Geschenken gingen während des Jahres 60 M. ein.

VII. Mitteilungen an Eltern und Schüler.

Sonnabend den 23. März morgens 9 Uhr wird das Schuljahr mit einer Feier im Saale geschlossen werden.

Im Laufe des Schuljahres war die Schule gezwungen schwere Strafen über einige Schüler wegen Teilnahme an einer verbotenen Verbindung zu verhängen. Dies veranlaßt mich, von neuem einen Auszug aus dem Ministerialerlaß vom 29. Mai 1880 zum Abdruck zu bringen:

Die Strafen, welche die Schulen über Teilnahme an Verbindungen zu verhängen verpflichtet sind, treffen in gleicher oder größerer Schwere die Eltern als die Schüler selbst. Es ist zu erwarten, daß dieser Gesichtspunkt künktig ebenso, wie es bisher öfters geschehen ist, in Gesuchen um Milderung der Strafe wird zur Geltung gebracht werden, aber es kann denselben eine Berücksichtigung nicht in Aussicht gestellt werden.

Den Ausschreitungen vorzubeugen, welche die Schule, wenn sie eingetreten sind, mit ihren schwersten Strafen verfolgen muß, ist Aufgabe der häuslichen Zucht der Eltern oder ihrer Stellvertreter. In die Zucht des Elternhauses selbst weiter als durch Rat, Mahnung und Warnung einzugreifen, liegt außerhalb des Rechtes und der Pflicht der Schule; und selbst bei auswärtigen Schülern ist die Schule nicht in der Lage, die un-