Jahrgang 
1904
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dem wackeren Kollegen, der 32 Jahre segensreich an der Anstalt tätig gewesen ist, ein treues Andenken bewahren.

An die Stelle des Verstorbenen trat im Lehrerkollegium am 1. Oktoker H. Lehrer Max Zimpel).

Mit Beginn des Winterhalbjahres wurden die beiden Seminarkandidaten H. Dr. Wilh. Fischer und H. Konr. Heiderich der Anstalt überwiesen, im November aulserdem der Seminarkandidat H. Fritz Wagner.

Demnach setzte sich im Schuljahre 1903/04 das Lehrerkollegium folgendermalsen zusammen:

1. Dr. Quiehl, Direktor. 12. Dr. Völker, Oberl. 23. Grund, K. d. h. Sch., 29. Zimpel, Lehrer(im 2. Feitel, Professor. 13. Gally, W. H.-L. Winter).

3. Seibt, 14. Beinhauer,(24. Dr. Schultz, K. d. h. 30. Schreier, Lehrer.

4. Dr. Ulrici, 6 15. Boekholt, 3 Sch., W. H.-L. 31. Göbel, Kaplan, kath. 5. Junghans,. 16. Dr. Schaefer, 25. Dr. Jürgens, K. d. h. Rel.-L.

6. Dr. Merkelbach, 17. Siegel, Sch.(im Winter). 32. Schwab, kath. Rel.-L. 7. Zimmermann, 18. Adam, 256. Müller, Zeichenl. 33. Katz, israel. Rel.-L. 8. Dr. Bächt, Oberl. 19. Dr. Christ, 27. Laus, Lehrer(im 34. Dr. Fischer, K. d. h. Sch. 9. Dr. Meinhoff,(20. Bröcking, 41 Sommer). 35. Heiderich,

10. Bachmann, 21. Barmeyer, 28. Weilsbrod, Lehrer. 36. Wagner,

11. Dr. Fennel, 22. Hofmann,

Noch einen schmerzlichen Trauerfall hatte die Schule zu verzeichnen: Der Vorgänger des Unterzeichneten im Amte, H. Direktor a. D. Dr. Ackermann starb am 23. April 1903 nach langem Leiden im Alter von 62 Jahren. Der Entschlafene ist 31 Jahre im höheren Schuldienst tätig ge- wesen und hat 20 Jahre treu und unermüdlich an der Oberrealschule gewirkt, davon 7 Jahre als Direktor. Als Lehrer wie als Direktor hat er sich bleibende Verdienste um die Anstalt erworben; insbesondere brachte er mit grosser Umsicht und erfolgreichem Eifer den Ausbau der damaligen Realschule zu einer Oberrealschule zur Durchführung. Die Oberrealschule wird sein Andenken immer in hohen Ehren halten.

H. Weiſsbrod bestand am 18. Juni 1903 die Rektorprüfung. Der Direktor und 12 Lehrer beteiligten sich am 20. Mai 1903 an der Provinzial-Versammlung in Eschwege. H. Dr. Schultz war einer militärischen Übung wegen eine Woche beurlaubt. H. Prof. Feitel, H. Oberl. Dr. Fennel, H. Zeichenl. Müller und der Direktor waren an mehreren Tagen als Mitglieder von Prüfungs- kommissionen verhindert, Unterricht zu erteilen. Abgesehen von den beiden oben bereits erwähnten Kollegen, fehlten im Laufe des Jahres wegen Krankheit 7 Lehrer zusammen 39 Tage.

Die Herbstferien wurden wegen der Naturforscherversammlung, die im September in Cassel stattfand, um acht Tage verschoben; sie begannen bereits am 20. September. Der Vormittags- unterricht begann im Juni, Juli und August um 7 Uhr, vom 9. November 1903 bis 13. Februar

.») Max Zimpel wurde am 23. August 1874 in Sorau N. L. geboren. Er besuchte die Mittelschule in Sorau und die Präparandenanstalt und das Seminar in Sagan. Ostern 1894 kam er an die I. Gemeindeschule in Görlitz. Michaelis 1894 wurde er nach Zibelle, Kreis Rothenburg 0/Laus., versetzt. Im Winter 1897/98 beteiligte er sich an einem Turn- und Zeichenkursus an der Kgl. Turnlehrer-Bildungsanstalt in Berlin. Am 1. August 1898 nahm er eine Stelle an der III. Volks-Mädchenschule in Magdeburg an. Ostern 1900 siedelte er nach Cassel über, wo er ki Lüü 30. September 1903 an der Bürgerschule 11 tätig war. Im Juni 1902 legte er die Mittelschullehrer- prüfung ab.

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