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Oberprimaner Heinrich Benkert, ferner von dem Obersekundaner Hermann Treibs: 7, z. T. angeschliffene Stücke verschiedener Quarzarten, darunter eine Gruppe Amethyst-Krystalle von ganz besonderer Schönheit.
8) Für die Naturwissenschaftliche Sammlung(verwaltet von Herru Oberlehrer Dr. Völker) wurde angekauft:
1 Schläfenbein mit Gehörorgan; 1 Präparat von Lungentuberkulose(Rind); 1 Cysticercus cellulosae; 1 Echinococcus polymorphus; 1 Biologie der Schlankjungfer; 1 desgl. der grossen Heuschrecke; 1 Ringelnatter, aus dem Ei schlüpfend; 1 afrik. Skorpion; 1 Erzschleiche.
Durch Geschenke gingen ein: 1 Eidechse von Otto Scheyer(UIII a); 1 Hundeschädel von Heinr. Herwig(UIII a); 1 Iltis von Farkas Hallaschka(IV b); 1 Eichelhäher von Emil Mons(Vb).
9) Die Kartensammlung(Verwalter: Herr Oberlehrer Boekholt) wuchs auf 904
Nummern an:
a) Angekauft wurden: Gebhardt, Monumental-Plan von Berlin.— Rolfs, Plan pittoresque de la ville de Paris.— Rolſs, Illustrated Map of London.— Schnorr v. Carolsfeld, Bilder aus der biblischen Geschichte. 30 Tafeln.— Seemann, Wandbilder. Lieferung 14.
b) Geschenkt wurde von dem Ministerium der geistlichen u. s. w. Angelegenheiten: Nassou, Deutsch- lands Seemacht.— Hugo Scheld(UII b) zeichnete eine Lauttafel.
10) Die Münzsammlung(verwaltet von Herrn Oberl. Boekholt) wurde durch 123 Münzen und 105 Medaillen bereichert, die Herr Oberrealschuldirektor a. D. Dr. Ackermann schenkte.
Den freundlichen Gebern sage ich im Namen der Schule verbind- lichsten Dank.
VI. Stiftungen und Unterstützungen.
Nach dem am 23. Januar 1902 von der hiesigen Stadtkämmerei erstatteten Berichte be- trägt der Vermögensbestand der Jubiläumsstiftung einschliesslich des Sparkassen-Guthabens Nr. 111245 in Höhe von 596,55 M.= 6096,55 M. Ausserdem übersandte der Unterzeichnete den Reinertrag der Abendunterhaltung vom 21. 2. 1902 in der Höhe von 117 M. für die Stiftung.
Die Zinsen der Stiftung wurden wiederum dem Stud. phil. Karl Benkert überwiesen.
Aus den Zinserträgnissen des Kersting'schen Vermächtnisses erhielt ein Untersekundaner eine Unterstützung von 100 Mark.
Das Kuratorium der Oberrealschule verlieh im Sommer 23 Schülern je eine ganze und 39 Schülern je eine halbe Freistelle, im Winter 23 Schülern je eine ganze und 38 Schülern je eine halbe Freistelle.
Aus der Hilfsbibliothek wurden auch in diesem Jahre an würdige und bedürftige Schüler Schulbücher geliehen.
VII. Mitteilungen an Eltern und Schüler.
Nachdem durch den Allerhöchsten Erlals vom 26. November 1900, dessen Wortlaut ich im vorigen Jahresbericht mitgeteilt habe, die grundsätzliche Gleichberechtigung des Gymnasiums, des Realgymnasiums und der Oberrealschule ausgesprochen worden war, ist seitdem in der prak- tischen Durchführung der Gleichberechtigung ein tüchtiger Schritt vorwärts gethan. Die Abi- turienten der Oberrealschulen werden, wie der Ministerialerlals vom 26. Februar 1901 bestimmt,


