Jahrgang 
1900
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17. dem 11.(Besoldungs-) Dienstjahre erhielten, in anderer Weise zu regeln. Es sollen fortan 300 Mk. nach 8, weitere 300 Mk. nach 11 und abermals 300 Mk. nach 14 Dienstjahren gewährt werden.

10) Verfügung vom 23. September 1899. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium übersendet 1 Exem- plar des WerkesUnser Kaiser als Geschenk für einen fleissigen und befähigten Schüler.

11) Verfügung vom 16. Dezember 1899. Auf Befehl Sr. Majestät soll der bevorstehende Jahrhundertwechsel in feierlicher Weise vor den Weihnachtsferien begangen werden.

12) Verfügung vom 5. Januar 1900. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium übersendet 1 Exemplar des WerkesDeutschlands Seemacht sonst und jetzt von Wislicenus als Geschenk Sr. Majestät.

13) Verfügung vom 16. Februar 1900. Die zu Freiburg in der Schweiz bestehende Hochschule ist in Preussen niemals als Universität anerkannt worden. Die in Freiburg in der Schweiz zurückgelegten Studiensemester kommen für die Zulassung zum geistlichen Amte und zu staatlichen oder akademischen Prüfungen in keinem Falle zur Anrechnung.

III. Jahresbericht.

Das Schuljahr begann Montag den 10. April 1899 mit der Aufnahmeprüfung, der sich 105 Schüler unterzogen. Die Prüfung bestanden 87 Schüler, von denen 70 in Sexta, 10 in Ober- sekunda aufgenommen wurden.

Das Kuratorium bestand aus den Herren Vicebürgermeister Sanitätsrat Dr. Ende- mann, Magistratsmitglied Mühlenbesitzer Vogt, Stadtverordneter Oberst a. D. Kieckebusch, Stadtschulrat Bornmann, Privatmann Ruetz, Fabrikant Thorbecke, Pfarrer Opper und dem Direktor. Herr Vogt trat an die Stelle des Herrn Prof. Dr. Zuschlag, der am 21. Mai 1899 nach kurzem, schwerem Leiden durch den Tod abberufen wurde. Herr Prof. Zuschlag, der mit seinem menschenfreundlichen, idealen Sinn und der unermüdlich rastlosen Schaffensfreudigkeit seines Wesens auf gemeinnützigem Gebiete so vielseitig und segensreich gewirkt hat, ist uns auch im Kuratorium eine wertvolle Stütze und ein eifriger und sachverständiger Berater gewesen; sein Andenken wird auch hier unvergessen bleiben! 3

In dem Bestande des Lehrerkollegiums sind nur geringe Veränderungen zu ver- zeichnen. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Heiarich Dehnhardt ging Ostern 1899 an das hiesige Friedrichsgymnasium über; und an seiner Stelle wurde der Kandidat des höheren Schul- amtes Herr Wilhelm Wenck, der bereits im 3. Vierteljahr 1898/99 der Oberrealschule als Probekandidat angehört hatte und dessen pädagogisches Probejahr im September 1899 zu Ende ging, mit Versehung der wissenschaftlichen Hilfslehrerstelle beauftragt. Herr Wilhelm Weiss- brod wurde durch Bestallungsurkunde vom 14. Juni 1899 fest angestellt. Herrn Oberlehrer Dr. Wilhelm Merkelbach wurde durch Patent vom 14. Dezember 1899 der Charakter als Professor und durch Allerhöchste Ordre vom 31. Januar 1900 der Rang der Räte vierter Klasse verliehen.

Demnach setzte sich das Lehrerkollegium im Schuljahr 1899/00 folgendermassen zusammen:

1. Dr. Quiehl, Direktor. 9. Dr. Meinhoff, Oberl. 17. Adam, Oberlehrer. 22. Müller, Zeichenlehr. 2. Feitel, Professor. 10. Bachmann, 18. Dr. Christ, 23. Laus, Lehrer. 3. Dr. Hasselbaum, 11. Dr. Fennel, 19. Bröcking, 24. Weissbrod,

4. Seibt, 12. Dr. Völker,(20. Barmeyer, 25. Lammeyer, Kaplan, 5. Junghans, 13. Gally, 21. Wenck, wiss. Hilfs- kath. Religionslehrer. 6. Dr. Merkelbach 14. Beinhauer,» lehrer, bis 30. Sept. 26. Katz, israelit. Reli- 7. Zimmermann, Oberl. 15. Boekholt, 1899 zugleich Probe- gionslehrer.

8. Dr. Bächt, 16. Siegel, kandidat.

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