Jahrgang 
1899
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die IV a(Ob. Bröcking) bestiegen den Meissner; die U IIIb(H. Ob. Gally) ging-über den Belger- kopf nach Oberkaufungen; die IV b(HI. Ob. Siegel) marschierte von Münden über Veckerhagen, Sababurg nach Hofgeismar; die Va(H. Ob. Barmeyer) zog nach Münden; die Vb(H. Weissbrod) bestieg den Odenberg, und die VIa und VI b(HH. Ob. Bächt, Ob. Adam, Prof. Seibt und Laus) besuchten den Brasselsberg.

Am 15. November besichtigte H. Ob. Gally mit den Schülern der Oberprima die Zucker- fabrik in Wabern, am 11. Januar 1899 die hiesige städtische Gasansalt und am 25. Januar die Hessische Aktienbrauerei zu Wehlheiden.

Mittwoch den 8. März 1899 fand eine Abendunterhaltung, zumeist musikalischen Inhalts, im Saale der Anstalt statt.

Zum 50 jährigen Dienstjubiläum übersandte die Oberrealschule am 2. Januar 1899 Herrn Geheim. Regierungs- und Provinzialschulrat Dr. Lahmeyer heraliche Glück- und Segenswünsche.

Der Gesundheitszustand der Lehrer war im allgemeinen günstig; nur in den Monaten Januar und Februar mussten einige Kollegen den Unterricht aussetzen, da sie von der in der Stadt herrschenden Influenza ergriffen wurden.

Wegen einer militärischen UÜbung musste H. Ob. Siegel 6 Wochen, H. Ob. Adam 1 Woche, der Unterzeichnete 2 Wochen lang vertreten werden; ausserdem setzte H. Ob. Dr. Völker in seiner Eigenschaft als Sachverständiger behufs Untersuchung von Rebpflanzungen, Herr Zeichen- lehrer als Mitglied der Kommission zur Prüfung der Zeichenlehrer und der unterzeichnete Direktor als Mitglied der Prüfungskommission für die Mittelschul- und Rektorenprüfung einige Stunden aus.

Der Gesundheitszustand der Schüler war abgesehen von den Monaten Januar und Februar günstig. Wegen einer ansteckenden Krankheit fehlten im Laufe des ganzen Jahres 7 Schüler, wegen einer ansteckenden Krankheit in der Familie ebenfalls 7 Schüler.

In den Wintermonaten wurden die Schüler auf ihre Sehschärfe untersucht. Die Er- mittelungen erfolgten durch die Turnlehrer unter Benutzung derTafel zur Prüfung der Seh- schärfe.. von Prof. Dr. Hermann Cohn in Breslau*) und zwar unter freiem Himmel. Es ergab sich zu unserer Freude, dass es mit den Augen unserer Schüler, auch derjenigen der oberen Klassen, nicht so schlecht bestellt ist, als man gewöhnlich annimmt. Die durchschnittliche Seh- weite der Schüler der einzelnen Klassen ist abgesehen von der OI, deren durchschnittliche Seh- weite fast normal ist, überall übernormal, wobei mit Prof. Cohn die Sehweite von 6 m als normal angenommen ist. Bei einer Klasse(VIb) fieelen die Ergebnisse ungüustiger aus, weil die Untersuchungen bei bedecktem Himmel vorgenommen wurden. Folgendes sind die Durchschnitts- zahlen für die einzelnen Klassen:

1 Anzahl der

Klasse. tenttuten Tag. Wetter. Klasse. uniensuchten Darobachnfen. Tag. Weiter. 01.. 17 55,7 19.11.98] klar. Ullla... V 38 8,55 V 6. 3. 99 klar. UIa... 14 7,3 19.11.98 IUIp 40 7,0 22. 2. 99 UIb. 17 7,7 7.11.98 IVa 39 8,9 2. 3. 99 0II. 24 7.2 7.11.98 IVh.. 39 8.9 15.11.98 UIla. 33 9,3 23.11.98 V 37 9,3 23.11.98 UIIb. 33 9,3 18.11.98]0 VD..... 37 8,9 23.11.98 OIII a 40 7,4 19.11.98 VIa 40 9,2 22.11.98 OIIIb... 40 9,0 23.11.98 VIb 34 7,8 23.11.98 bedeckt.

Zusammen 522 Schüler. Die grösste ermittelte Sehweite betrug 15 m; sie wurde bei 5 Schülern in OII, UIla u. OIIIb festgestellt; eine Sehweite über 10 m hatten 132 Schüler oder 25% aller untersuchten Schüler. *) Vergl. den Aufsatz in derGartenlaube 1898, Nr. 38. 3*