Jahrgang 
1896
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die Klassen von UII abwärts machten am 20. August eintägige Turnfahrten, deren Ziele die folgenden waren: H. Ob. Gally mit UIIa: Lichtenau, Spangenberg, Melsungen; H. Ob. Zimmermann mit UIb: Niedensteiner Kopf; H. Ob. Dr. Knabe mit UIIc: Hanstein, Witzenhausen; H. Ob. Dr. Wetzell mit OIIIa: Reinhardswald, Münden; H. Grün mit O IIIb: Lichtenau, Spangenberg, Melsungen; H. Ob. Bachmann mit OIIIc: Niedensteiner Kopf; H. Ob. Dr. Völker mit UIIIa: wie O IIIb; H. Ob. Jung- hans mit UIIIb, H. Ob. Dr. Meinhoff mit UIIIc und H. Ob. Boekholt mit IVa: Münden; H. Prof. Feitel mit IVb u. H. Dr. Schwerdtfeger mit IVc: Meissner; H. Ob. Beinhauer mit Va u. H. Markert mit Vb: Hohes Gras; H. Adam mit Ve: Wilhelmsthal; H. Ob. Dr. Heuser mit VIa: Heiligenberg; H. Ob. Dr. Bächt mit VIb: Neuholland und H. Dr. Christ mit VIc: Heiligenberg.

Der Gesundheitszustand der Lehrer darf im abgelaufenen Schuljahr als ein ziemlich günstiger bezeichnet werden; so schwere Krankheiten, wie sie das Lehrerkollegium im Jahre 1894/95 heim- suchten, verschonten uns zum Glück. Herr Laus und Jäger waren zu unserer Freude im Anfange des Schuljahres so weit wieder hergestellt, dass sie die ihnen im Verteilungsplane überwiesenen Stunden regelmässig zu erteilen im stande waren. Herr Prof. Seibt dagegen war noch nicht so weit gekräftigt, dass er die vollständige Stundenzahl übernehmen konnte. Er versuchte es nach Ostern 1895 mit 12 Stunden wöchentlich, war aber auch dieser Anstrengung nicht gewachsen und wurde daher vom 2. Vierteljahre an noch weiter entlastet. Im übrigen fehlten im ganzen Schul- jahre 12 Kollegen zusammen 105 Tage wegen Krankheit.

Ausserdem waren zwei Kollegen, die Herren Ob. Dr. Knabe und Siegel, sowie der Unter- zeichnete zu militärischen Dienstleistungen eingezogen, welche zum Teil in die Sommerferien fielen. In all den vorgenannten Fällen haben die andern Kollegen bereitwilligst den Unterricht der abwesenden Amtsgenossen übernommen, wofür ich ihnen im Namen der Schule meinen Dank ausspreche.

Herr Oberlehrer Siegel wurde zur Teilnahme am Lehrgange der Königl. Turnlehrerbildungs- anstalt nach Berlin einberufen und fehlte infolge dessen den ganzen Winter. Da kein geeigneter Vertreter zu beschaffen war, wurden seine Stunden unter die Herren Merkelbach, Wetzell, Knabe, Fennel, Völker, Gally, Christ verteilt(vergl. den Unterrichtsverteilungsplan S. 6 u. 7).

Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen günstig; im Winter machten sich jedoch die in der Stadt herrschenden Masern auch bei uns fühlbar. Im Sommer fehlte nur 1 Schüler wegen Diphtherie, 2 wegen Diphtherie in der Familie; im Winter erkrankten 8 Schüler an Masern, 1 an Diphtherie, 1 an Scharlach; 21 andere wurden eine Zeit lang vom Schulbesuch ausge- schlossen, weil ansteckende Krankheiten in der Familie herrschten.

Wegen grosser Hitze fielen einzelne Stunden aus am 1. Juli, 22. und 23. August und am 4. und 6. September. Der Reifeprüfung wegen fiel am 7. März 1896 der Unterricht aus.

Am 10. Januar und am 12. Februar beehrte Herr Provinzial-Schulrat Dr. Pähler die An- stalt mit seinem Besuche.

Am 31. Mai 1895 beging das Realgymnasium zu Wiesbaden die Feier seines fünf- zigjährigen Bestehens. Bei derselben vertrat Herr Oberlehrer Dr. Merkelbach, ein ehemaliger Schüler der Jubelanstalt, unsere Schule und überreichte ein von Herrn Jäger ausgeführtes Glück- wunschschreiben.