Jahrgang 
1890
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Rechnen. 5 Std. w. Wiederholung der vier Grundrechnungsarten mit unbenannten Zahlen. Zerlegen der Zahlen bis 100 in die kleinsten Faktoren. Kenntnis der deutschen Münzen, Masse und Gewichte. Sortenverwandlung. Die vier Grundrechnungsarten mit mehrfach benannten Zahlen. Zeitrechnung. In a: Laus; in b: Gally; in e: Dr. Wetzell.

Naturbeschreibung. 2 Std. w. Im Sommer Beschreibung von Pflanzen, im Winter Be- schreibung von Säugetieren und Vögeln. In a: Laus; in b und ce: Markert.

Zeichnen. 2 Std. w. Die gerade Linie in ihren verschiedenen Lagen; Teilung der Strecken. Grösse und Teilung der Winkel. Viereck, Achteck, Dreieck und Sechseck mit Schraffir- übungen. In a: Laus; in b und c: Markert.

Während des Konfirmandenunterrichts nahmen an dem Religionsunterricht der Schule auf schriftlich geäusserten Wunsch der Eltern nicht teil 8 evangelische und 5 katholische Schüler(gegen 41 und 4 im vorigen Schuljahre).

Der kombinirte katholische Religionsunterricht für die katholischen Schüler des Realgymmasiums und der beiden Realschulen wurde in 4 Abteilungen erteilt: Abteilung I: 2 Std. w. Die Sakramenten- und Sittenlehre nach dem Leitfaden von Dreher. Kirchengeschichte nach Drehers Abriss der Kirchengeschichte. Wiegand. Abteilung II: 2 Std. w. Die Sakramenten- und Sittenlehre nach Drehers Leitfaden mit Auswahl; daneben wurden die einschlägigen Fragen des Katechismus wiederholt. Kirchengeschichte mit Auswahl nach Drehers Abriss der Kirchengeschichte. Wiegand. Abteilung III: 2 Std. w. Die biblischen Geschichten des neuen Testaments nach Schuster. II. Hauptstück von den Geboten Gottes und den Geboten der Kirche. III. Hauptstück von den heiligen Sakramenten und den Geboten nach dem grossen Katechismus für das Bistum Fulda. Na u. Abteilung IV: 2 Std. w. Die biblischen Geschichten des neuen Testaments mit Auswahl nach Schuster. Das II. und III. Hauptstück mit Auslassung der mit einem Kreuze bezeichneten Fragen. Nau.

Der Religionsunterricht für die israelitischen Schüler wurde in 2 Stunden wöchentlich erteilt. Biblische Geschichte: Von Josua bis zum Ende der Richterzeit. Systematische Religionslehre: Das Wichtigste aus der Glaubens- und Pflichtenlehre. Fortgesetzte iIbertragung kleiner Gebete und Psalmen aus dem Hebräischen ins Deutsche. Zu Grunde liegen des LehrersGlaubens- und Pflichtenlehre, sowiedie biblische und nachbiblische Geschichte. Dr. Stein.

Technischer Unterricht.

a) Zeichnen: Siche oben bei den einzelnen Klassen. Von den Zeichenstunden war kein Schüler befreit.

b) Turnen je 2 Std. w. Der Turnunterricht wurde in 10 Abteilungen erteilt: 1. OI und Ula: Laus. 2. UIb: Laus. 3. IIa und b: Laus. 4. IIIa und b: Grün. IIIc und IVa: Grün. 5. IVb und c: Deiss. 6. Va: Dr. Fennel. 7. Vb: Traisbach. 8. Ve: Dr. Völker. 9. VIa und b: Grün. 10. VIe: Traisbach. Der iibungsstoff ist derselbe wie seither gewesen. Betreffs der Turnfahrten giebt die unter III folgende Übersicht Auskuunft.

Befreit, und zwar auf Grund ärztlicher Bescheinigung, bezw. eines notorischen Gebrechens, waren für das ganze Schuljahr 28, für den Sommer 4, für das Winterhalbjahr 12, für wenige Wochen 4 Schüler.