Jahrgang 
1882
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gase, die Untersuchung derselben, die Schlüsse. die sich aus den Ergebnissen der Analyse auf die Verbrennung und die Ausnutzung des Brennstoffs ziehen lassen. Im speziellen Teil wurden dann die natürlich vorkommenden und künstlich dargestellten Brennstoffe mit besonderer Berüksichtigung der Generatorgase besprochen. Der nächste Abschnitt betrachtete nach einer Repetition der all- gemeinen Sätze über das Wesen der Flamme die fabrikmässige Darstellung und die Eigenschaften der folgenden Beleuchtungsmaterialien: der fetten Oele, des Stearins, des Erdoels, der Produkte der Mineralindustrie, des Steinkohlen-, Holz- und des Paraffinoelgases. Von der Technologie des Wassers gehörten hierher nur die Zusammensetzung des natürlich vorkommenden Wassers, seine Reinigung zu Haushaltungs- und zu technischen Zwecken(Beseitigung der Härte und des Kessel- steins) und die Kälteerzeugung durch Auflösung von Salzen, durch Verdunstung(Ammoniak-, Aether-, Schwefeldioxyd-Eismaschinen) und durch Ausdehnung comprimierter Luft.

Im Winterhalbjahr wurde zunächst die Rübenzuckerfabrikation ausführlich betrachtet (Geschichtliches, Reinigung der Rüben, Gewinnung des Saftes mit besonderer Berücksichtigung des Diffusionsverfahrens, Scheidung und Saturation, Filtration, Verdampfung und Verkochung, Kry- stallisation, Rohzucker- und Konsumzucker-Arbeit, Gewinnung des Zuckers aus der Melasse) und in gleicher Weise die Gewinnung der Stärke, die Gährungsgewerbe, wie Branntweinbrennerei, Bier- brauerei, Essigbildung und die Brotbäckerei behandelt, und dann wurden die zur Sodafabrikation in Beziehung stehenden Industriezweige durchgenommen. Es waren dies die Fabrikation der Schwefelsäure, des Natriumsulfats, der Soda nach dem Leblanc'schen und dem Ammoniaksoda-Ver- fahren, die Gewinnung und Verwertung der Salzsäure, die Darstellung des Chlors, des Chlorkalks und des Kaliumchlorats, die Regeneration des Braunsteins und die Verarbeitung der Sodarückstände. Von den technisch wichtigeren Kaliumsalzen die Stassfurter Kalisalze, die Pottasche, der Sal- peter und im Anschluss hieran das Schiesspulver und die Salpetersäure. Nach einer kurzen Be- sprechung des Ammoniaks und der wichtigsten Ammoniaksalze folgte dann die Erörterung der Darstellung und Wirkungsweise der verschiedenen Mörtel und schliesslich die Darstellung der ver- schiedenen Glassorten, des Alauns und des Ultramarins. 3 St. Dr. Rost.

Zur Erläuterung der betreffenden Abschnitte wurden die hiesige Gasanstalt, die Aktien- bierbrauerei, die neue Zuckerfabrik in Wabern, das Steinsalzbergwerk in Stassfurt-Leopoldshall und eine dortige Kalisalzfabrik besichtigt.

5. Freihandxeichnen. Fortsetzung der Ubungen im Zeichnen und Entwerfen von Orna- menten wie im 1. Kurs. 4 St. Merkel. Ausgeführt wurde unter anderem: Mettlacher Kanne aus gebranntem Thon mit Relief und Bemalung; Mettlacher Teller, Majolika mit farbigem Orna- ment; Pokal aus Metall, reich verziert in Renaissancestyl; Wappen, in Holz geschnitten, vergoldet und bemalt; Prozessionskreuz aus Silber und Gold, nach Skizze; Bilderrahmen aus Holz, bemalt mit Ornamenten nach Art der Intarsien(eigene Erfindung); Fahne für die Königl. Gewerbschule, Werkzeichnung für Ausführung in Stickerei(wirkliche Grösse) und Farbenskizze in kleinem Mass- stabe(eigene Erfindung); Fenster mit Einrahmung und Vertäfelung und Glasmalerei, Entwurf in Farben nach eigener Erfindung. 1

6. Handelslehre(nur im Sommerhalbjahr). Buchhaltung: Die schriftlichen Arbeiten im Geschäftsleben. Begriff und Zweck der Buchhaltung. Erklärung des Verfahrens bei der einfachen Buchhaltung unter Anführung der gesetzlichen Bestimmungen über die Führung von Handels- büchern. Form und Einrichtung der notwendigen Bücher, ihr Zusammenhang. Praktische Ubungen: