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standes und der Fassung der Aufgabe ist einige Freiheit zu lassen. Kenntnis der lateinischen Schrift. Fließendes, lautrichtiges und sinngemäßes Lesen leichtfaßlicher Lesestücke in deutscher und lateinischer Druckschrift. Wiedererzählung des Hauptinhalts, sofern sich das Stück dazu eignet. Sprechen einiger selbstgewählter Gedichte mit deutlicher Aussprache und schlichtem Vortrag. Einige Sicherheit im Wortianden der Teile eines einfachen Satzes(Satzgegenstand und Satzaussage) und der wichtigsten Wortarten(Dingwort, Zeitwort, Eigenschaftswort, Zahl- wort, Fürwort). Erkennen und Bilden der wichtigsten Biegungsformen des Dingwortes und des Zeitwortes(Gegenwart, 1. Vergangenheit und Zukunft der Wirklichkeit in der Tätigkeitsform).
Rechnen. Schätzen anschaulich gegebener Längen, Kenntnis der Geldscheine und Geld- stücke und der wichtigsten Längen- und Flächenmaße und Gewichte. Verständige Lösung kleiner Sachaufgaben aus dem Gesichtskreis der Kinder, deren sprachliche Einkleidung keine Schwierigkeiten bietet. Sicherheit im kleinen Einmaleins und in den darauf zurückgehenden Teilungsaufgaben, im Zusammenzählen, Abziehen und Vervielfältigen. Kopfrechenaufgaben mit leicht behaltbaren Zahlen. Bekanntschaft mit den einfachen Brüchen. Lösung leichter entsprechender Aufgaben. Schriftliches Zusammenzählen. Abziehen. Malnehmen und Teilen (das letzte mit höchstens zweistelligen Teilern) im Zahlenraum bis etwa zur Million.
Zeichnen. Zeichnen eines einfachen, dem Kinde vertrauten Gegenstandes aus dem Ge-
dächtnis(mit Stift oder Kohle).
Die Ferien für das Schuljahr 1928 sind vom Herrn Oberpräsidenten folgendermaßen festgesetzt: 5
111 Schulschluß Schulbeginn Ostern 1928........ 31. 3. 1928 17. 4. 1928 Pfingsten...... 25. 5. 5. 6. Sommer......... 28. 6. 31. 7. Herbst........„ 28. 9. 10. 10. Weihnachten....... 22. 12. 8. 1. 1929
Schluß des Schuljahres... 27. 3. 1929
Kassel, den 1. Mai 1928. Dr. Luckhard, Studiendirektor.


